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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-06-26 · Heft 26 (26.6.1866) · p. Seite 417

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 26 (26.6.1866)
Date
1866-06-26
Page
Seite 417 (sequence 15)
Language
German
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Hr. Levy, ein Franzose, will ich sagen — dieselbe Lücke und sprach sich darübet in Frankels Monatsschrift (1. Bd. S.226 et päs.) sehr deutlich aus; ich will hier seine Worte textuell geben. Der Correspondent spricht sich zu Gunsten derUebersiedlung der Rabbinerschule aus Metz nach Paris aus und giebt unter Andern folgendes Argument: „Es ist uns unter allen ehemaligen Zöglingen der Anstalt auch nicht Einer bekannt, der ein wissenschaftlich-jüdisches Werk geschrieben, der irgend einen Zweig jüdischer Lehre zmn speciellen Berufe seines Strebens ge macht habe. Wo eine solche Allgemeinheit zu Tage liegt, da muß der Fehler, bei aller Ehrenhaftigkeit, mit der die Anstalt geleitet wurde und noch wird, im Institute selber liegen.. Wäre der junge Mann mit den Namen und Werken eines Laadlas, Judah halevi, Maimomdes, in der alten, eines Rappoport, Zunz, Munk , Luzzatto und so vieler Anderen, die zu nennen hier nicht der Platz, in der neueren Zeit vertraut und bekannt geworden, so hätte sich sicher im Gemüthe des einen oder des andern talentvollen Jünglings der göttliche Funke entzündet, und das Vaterland Raschi's und der l'ossakot hätte auch in unseren Tagen Coryphäen jüdischen Meisters aufzuzeigen." Sv hat der anonyme Correspondent deutsch gedacht; wie er es jetzt französisch thut, ist mir unbekannt; sicher ist , daß alle jetzigen Rabbinen und Professoren der Rabbinerschule Frankreichs zu den obenangeführten Jünglingen gehören, ergo —. Nun ist die Schule schon in Paris und schon ist eine Reihe von Schülern aus ihr hervvrgegangen; haben diese aber schon die kaiserliche Biblothek ausgebeutet? Werden schon ein Paar Thesen von denselben in der -nächsten Weltausstellung ihren Platz finden? Gelehrte Professoren muß die Anstalt erst haben , die sie trotz der Autorität des des B. Levy nicht hat, und dann können auch gelehrte Schüler daraus hervorgehen. A n z e i g e n. Die hiesige Lehrerstelle soll bis zum 1. September wieder besetzt werden. — Qualistcirte Bewerber wollen sich unter Franco-Einsendung ihrer Zeugniffe an Unterzeichneten wenden. — Gehalt nach Leistungsfähigkeit bis 300 Thlr. — Qsfendorf, Kreis Marburg, den 12.Juni 1866* Simon WMgeÄstein. Die hiesige israelitische Gemeinde sucht zum U October dieses Jahres einen, vom Landesrabbinat zu approbirenden, unverheiratheten Religionslehrer, Borbeter und Schächter. Jährlicher fester Gehalt 325 Thlr., außerdem sind die Nebeneinkünste auf 100 Thlr. zu schätzen. Qualistcirte Bewerber wollen sich unter portofreier Einreichung ihrer Zeugnisse baldigst bei uns melden. Bützow sMecklenburg-Schwerin), 5. Juni 1866. . Der Borstand der israel. Gemeinde. Coneurrenz. Die Stelle eines jüdischen Religions-Lehrers und Vorbeters ist dahier vacant, Concurrenzfähige Bewerber ersucht man , sich persönlich oder schriftlich bei unterfertigtem Vorstande zu melden, und bittet man bei der Meldung die nöthigen Zeugniffe, welche beglaubigt sein müffen, uns vorzulegen. Der Gehalt pro Anno beträgt bei freier Wohnung Fix. fl. 350, nebst circa ft. 50 Accidenzien. Nebenverdienst durch Privatunterricht ist ebenfalls vorhanden. Steinbach bei Gießen, den 1. Juni 1866. Der Vorstand der isr. Religions-Gemeinde . Stembach. \ Mayer Katz. Daeanz. Bei hiesiger Gemeinde ist die Stelle eines Cantors Onipi pn, tarn») am 1. Juli e. zu besetzen. Gehalt: 250 Thlr. pr. A., nebst mindestens 50 Thlr. Accidentien. — Befähigte Bewerber, die mit guten Zeugnissen über ihre bisherige Wirkung versehen sind, wollen diese abschriftlich an den Unterzeichneten gelangen lassen. Hultschin, O.-S., den 12. Juni 1866. Der Vorstand des Shnagogen-Bezirks. L. Mandowsky. Die Lehrerstelle an der hiesigen jüdischen Elementarschule wird im kommenden Monat August vacant; mit derselben ist, außer einigen Nebeneinkommen, ein festes Gehalt von Thlr. 220 verbunden, auch anständige freie Wohnung. — Qualistcirte Bewerber belieben sich baldigst an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden. Kempen, im Reg.-Bez. Düsseldorf, Mai 1866. Jsaae Können. Bei der hiesigen Gemeinde ist die Stelle eines Lehrers, Vorsängers und Schächters sogleich zu besetzen. Gehalt 180 Thlr. und circa 50 Thlr.. Sporteln. Bewerber wollen sich in portofreien Briefen an den Unterzeichneten Vorsteher M. Salornon wenden. Schleswig, im Juni 1866. Der Vorstand* M. Salomou. Israel Isaack.

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