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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-06-19 · Heft 25 (19.6.1866) · p. Seite 399

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 25 (19.6.1866)
Date
1866-06-19
Page
Seite 399 (sequence 13)
Language
German
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-Lehranstalten' fortwährend mit Lust und Freudigkeit beigetragen. Herr H o r w ich begleitet den Mann, dem er seine „Gedenkblätter" widmet, auf allen den Schritten, die derselbe zu Nutz und Frommen der Schule gethan — von der, durch ihn am 26. Februar 1840 tut Aufträge des Vorstandes ausgeführten ersten „Revision der Knabenschule" an - bis herab zu dem, die persönlichen Verhältnisse der Lehrer in Bezug auf Anstellung rc. ordnenden, Reglement vom 11. November 1863, zu dessen Schöpfung von Seiten Veit's auf's Kräftigste war mitgewirkt worden. Und auf der zwischen diesen beiden Endpuncten liegenden, langen Linie, sehen wir — wie Herr H or w i tz es uns zeigt — in Sachen der Hebung und Förderung des Gemeindeschulwesens — im Allgemeinen, wie im Einzelnen — Nichts geschehen, wovon nicht eben Beit einen wesentlichen, ja, den ersten Antheil gehabt hätte. Ueberall ist er es, der durch Wort, Schrift und That selber wirkt und Andere zum kräftigen Mitwirken aneifert ora-in pn p=ti pist .-.wv (Aboth V. 21.) - Das am 18. Nov. 1840 eröffnete, unter die Leitung von vr.Zunz gestellte „Seminar für Schullehrer," die Versorgung dieses Instituts mit einem ansehnlichen jährl. Zuschüsse aus der Gemeinde-Hauptcasse, sowie der dasselbe besuchenden Jünglinge mit Freitischen, rc., die Errichtung der, am 7. April 1845. ins Leben getretenen „Höhern Knabenschule," die völlige Reorganisation der, seit Anfang 4852 unter der Leitung ihres gegenwärtigen Dirigenten stehenden, Gemeinde-Knabenschule, die Gründung der im Januar 1854 eröffnten, — von Herrn Dr. Rosen geleiteten — ' Religionsschule, die vollständige Aufnahme derselben in den Kreis der Gemeinde-Lehranstalten, die im Herbst 1859 errichtete (von Horwitz dirigirte) neue „Lehrer-Bildungs-Anstalt," das bereits erwähnte „Reglement" hinsichtlich der persönlichen Verhältnisse der Gemeinde-Lehrer und Lehrerinnen, endlich der Bau des, im Juni 1863 eingeweiheten, neuen Schulhauses: — an allen diesen und noch manchen andern ihnen ähnlichen Schöpfungen und Einrichtungen ist von Seiten Veits, unter freudiger Aufopferung von Zeit, Mühe und Einfluß, rüstig mitgearbeitet, kräftigst geholfen worden. — Indem aber Herr Horwitz alle die erwähnten Momente beleuchtet und sie geschickt aneinanderreiht, giebt er uns, ohne als Biograph Veits aufzutreten, ein großes und bedeutendes Stück aus dem Leben dieses verdienstvollen Mannes, zugleich aber auch ein großes und bedeutendes Stück aus der Geschichte der Entwickelung des jüdischen Schulwesens von Berlin, — und macht so durch das Eine, wie durch das Andere, seine „Gedenkblätter" gleich interessant und lesenswerth. — Die Frage aber, wie Veit über „jüdisches Schulwesen" überhaupt gedacht habe, läßt Herr Horwitz durch ihn selber beantworten, indem er einige Stellen aus der Festrede mittheilt, die von Seiten des Verewigten bei Gelegenheit der Einweihung des ehemaligen Zunz'schen Seminars gehalten worden. Aus diesen Citaten, — welche wörtlich wiederzugeben, zu unserm größten Bedauern, der enge Raum dieses Blattes nicht gestattet — ersehen wir klar und deutlich, was in Bezug auf die jüdischen Gemeinden Veit gewollt und angestrebt. Er sahin der jüdischen Gemeinde nichts Anderes als eine „Religionsgesellschaft" und den Grund des Bestehens derselben einzig und allein in der Wirksamkeit, daß sie „für ihren Cultus und den Unterricht ihrer Jugend" selbst sorge. Diese Interessen erschienen ihm aber als so hochwichtige, daß die größere oder geringere Energie in ihrer Wahrnehmung ihm als Maßstab galt für die innere Lebenskraft der Gemeinde, für den Geist, von dem sie beseelt würde. Veit theilte nicht die Ansicht derer, welche den Juden die Errichtung eigener Schulen versagt wissen wollten, um durch sie selber „ihre Absonderung von ihren christlichen Mitbürgern" auf keinerlei Weise fördern zu lassen; denn für ihn (Veit) war die Möglichkeit einer „Absonderung" in unseren Tagen gar nicht mehr vorhanden. Daß der . Staat seinen Unterricht confessionell einrichte, war für Veit Argument -genug zur Gründung „jüdischer Volksschulen."- Wr verlangt diese, wo ihre Errichtung nicht unmöglich) ganz entschieden, — nicht minder entschieden aber auch die Sorge der Gemeinden für den genügenden Religionsunterricht derjenigen jüdischen Kinder, welche in öffentlichen christlichen Schulen sich befänden. Und dieser Religionsunterricht sollte nach ihm — er sagt es ausdrücklich — bei . den jungen Israeliten bis zu dem Zeitpunkte fortdauern, wo sie die öffentliche Schule gänzlich verließen und, einem Berufe sich widmend, in die Gemeinde einträten. Wie aier Veit jüdische Volks- und Religionsschulen ohne „tüchtige eigens vorgebildete Lehrer" sich nicht denken konnte, ebensowenig konnte und wollte er die Gemeinden (die größeren natürlich) von der Verpflichtung freisprechen, ihrerseits für die Errichtung, jüdischer Lehrer-Bildungs-Austalten Sorge zu tragen. — Endlich gehörte aber auch noch die Rabbiner-Facultät in den. KreH

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