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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-05-22 · Heft 21 (22.5.1866) · p. Seite 330

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 21 (22.5.1866)
Date
1866-05-22
Page
Seite 330 (sequence 8)
Language
German
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DWWM-NU V-':? rsiouOft'i BRSg Mchei:' die jüdischen Einwohner'' geradezu' enterbte; die ' letzten Beschlüsse des Landtages ^ünd die'Leitartikebder Äöürnale, welche stärk nach Hetzerei riechen — Haben!<^rn^Judett^die Augen geöffnet. Sie sind innei geworden, daß' sie ihr Heil bei der Regierung suchen' müssen, ■ daß vdm gälizischen Landtage' und von galizischer Autonomie ihnen niemals eine Sonne aüfgehen werde, mögen sie noch so ' 'lange und geduldig auf sie warten, Und daß' 'es wahrlich' kluger sei, sich der Wählest in den Landtag und der Beschickung desselben zu enthalten, 'als aU 'einer Repräsentanz' Theil zu nehmen, die mit Negirustg aller' anderen Nationalitäten und aller ande- ' ren Rechte nach' einer ausschließenden Berechtigung des Polenthums und'des Katholizismus strebt.' > , ' Wien, ' 8. Mai. (Privatmitth.) Es scheint, daß wir wirklich in den Zeiten leben, wo man die ■’bnn fühlt^ Wer hätte geglaubt^ daß 'in einer Zeit , wo so .W?- viel von Humänttät, Bildung, Aufklärung rc. die Rede ist,'Krieg auf Krieg folgen werde! Bedenkt man überdies/ welche mörderische Waffen jetzt beim Kriege wendet werden, so muß man sonderbare Begriffe von - unserer Brüderlichkeit rc. erhalten. Wie Choni hamaagal möchten wir 'bei dem bevorstehenden Kampfe, wo Deutsche gegen Deutsche das Schwerdt zu ziehen im Begriffe sind, beten, daß Gott weder dem Einen noch dem Andern helfe und der Friede wieder bald einkehre!— "'-'Wenn der Krieg bald ausbricht, so kann der neugöwählte Prediger, HerrDc. Güdemann, der im August hierherkommen soll, in eine eigenthümliche Situation gerathen. Er wird zuerst für die - preußischen Waffen zu beten haben, und dann wird er für die österreichischen-'Krieger beten müffen. Welche Verwirrung! ' - — Mt vielem Interesse las ich jüngst eine' anerkennende - Kritik; des Romanes ^Sepphoris- und Rom" I im „Deutschen Mseum" von Prütz und Frenzel. ' J'ünW erhieltich den eben erschienenen Band Predigten des; verewigten vr. Sachs, herausgegeben von vr. Rosin: Indem ich in vollem Maße das Verdienst des'Herausgebers anerkenne/ möchte ich mir doch erlauben, den Wunsch auszusprechen, daß der Herr Herausgeber in den folgenden Bänden bloß vr. Sachs sprechen lasse, oder wenn dieses, nicht /thunlich ist, so jüngst einigt ' sehr -interessante Artikel: T>er Judenmörd zu Deggendorf s von L. Steu^.*)^ : r V Wien, im Mai. (Eingesandt.) Am 17. October d. I. gelangen die Zinsen der-'„Prediger Mannheimerstiftung"' zur Vertheilung. ' Anspruch auf diese Unterstützung haben' Rabbinen, Prediger und Lehrer in Oesterreich,^ die dienstunfähig geworden sind, oder deren Witwen und Waisen. - ■ Die Bewerber' müssen in einer Gemeinde, die mindestens 50' Mitglieder zahlt, wenigstens zehn Jahre das Amt in - würdiger Weise verwaltet haben. Beamte großer, notorisch reicher Gemeinden sind ausgeschloffen'. Die Würdigkeit'der betreffenden Beamten , sowie die Dienstunfähigkeit sind nachzüweisen. < Gesuche sind längstens bis Ende Juli d. 30 an die israelitische Gemeindekanzlei in Wien unter der Adresse: „Euratorium der Prediger Mannheimerstistung"' zu übersenden. 1 ‘ Neu-Verbaß, 27. April. (Privatmitth.) In der Sitzung vom 24. März beauftragte die Deputirtentafel auf Antrag ihres gefeierten Führers eine aus den ersten Capacitäten des Hauses gewählte Zwölfer-Commission, einen, die verschiedenen Aufgaben dieses Reichstages umfassenden Vorschlag auszuarbeiten, und dieser Vorschlag gelangte in einer der letzteren Sitzungen des Repräsentantenhauses zur Verlesutrg. In demselben wird nun unter anderen auch die Ernennung einer 30—40er Commission' propouirt, deren Aufgabe es wäre, einen Gefetzesvorschlag auszuarbeiten, bezüglich des Verhältnisses der verschiedenen Confessionen zu einander, sowie zur Staatsgewalt,' wobei der Grundsatz der Gleichheit zur Basis genommen werde, auch für jene Confessionen, auf welche das Gesetz die Gleichheit bisher' noch' nicht ausgedehnt hatte. Das Unterhaus beschloß, daß der Antrag gedruckt ' und sodann auf die Tagesordnung gesetzt werde. — > Eine dieser Tagein ungarischer Sprache erschienene anonyme Brochüre, vermöge einer ausführlichen Analyse des „Pest. Lloyd" augenscheinlich aus dem Lager der Majorität des Abgeordnetenhauses herrührend, tritt für die Principien der 1848er Gesetze in die . mögeer seine Ergänzungen durch' Klammern rc. bezeichnen. :; *) Wir werden denselben im „Süd.VolkMatte» re- Me -AugsbNrger Allgemeine Zeitung veröffentlichte produciren. Redaktion.

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