Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-05-22 · Heft 21 (22.5.1866) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 21 (22.5.1866)
Date
1866-05-22
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
98% known words query
IRI
…/3224737-3226527-3226549--23970-3251302
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

1 entity mentions

unparteiisches Organ für alles Mische Interesse. 3U AahrgW Al l g eye ine Herausgegeben von Rabbiner vr. Ludwig Philippson in Bonn. Leipzig, den 22. Mai 1866. Inhalt. Leitende. Artikel: Aus Bonn. Zeitungsnachrichtenr Deutschland:Hannover. Preußen: Münster, Stettin. Oesterreichischer K aiser- . sta at: Przemysl, Brody, Wien, Wien, Neu-Verbaß. D'onaufürstenthürner: Botuschan. Notizen. Gort^fpondenz r Jubiläum. — Die Znnzstiftung in Berlin. Historische Notizen. Leitende Artikel. Bonn, 6. Mai. . Wir hatten und haben nicht vor, die Kritiken, welche 'welche unsere Broschüre: „Haben wirklich die Juden Jesum gekreuzigt?" .erfahren hat, zu beantworten. Es versteht sich von selbst, daß sich der Gegenstand derselben von Standpunkten aus besprechen läßt, die sich allzusehr entgegengesetzt sind, als daß es sich der Mühe verlohnt, Einwendungen von dem einen aus zu widerlegen, die für den andern gar nicht existiren. Für den schriftgläubigen Christen besteht die Frage gar nicht, ist sie rem unmöglich.. Unsere Untersuchung geschah daher nur für diejenigen Christen, welche auch das Neue Testament der Prüfung unterziehen, und für die Juden selbst. Diesen sollte.erwiesen werden, daß die Berichte in den vier Evangelien über den Tod Jesu nicht so beschaffen sind, daß sie 'irgend einen wirklichen, historischen Beweis für die' active Theilnahme der Juden bei diesem Vorgänge liefern. Ob wir in unserer Beweisführung glücklich gewesen, ob Manches, was wir gegen die Glaubwürdigkeit anführen, nicht zurückgewiesen werden kann, und dagegen noch gar Manches übergangen,, was sich für unsere Ansicht anführen ließe, das mußten wir der weiteren Kritik überlassen, und glauben daher, der Mühe über- ' hoben zu sein, jetzt schon wieder darauf einzugehen. Niemals kann man erwarten, daß Meinungen, welche, durch. viele Jahrhunderte hindurch geltend waren und als unumstößlich angesehen wurden, mit Einem Male aus der Welt zu schaffen seien. Genug, wenn der Anstoß ge- ' geben ist; das Weitere ist der Zukunft zu überlasten. Wir werden uns daher wohl hüten, auf die vielen Schimpfereien einzugehen, welche in katholischen Kirchen- und Literaturblättern und in einigen evangelischen gegen uns erhoben worden; und wenn wir heute eine Ausnahme v machen, und einer Entgegnung erwähnen, die in einem wohl wenig bekannten Blatte, das uns dessen Redaction . eigens zugesandt, zu lesen war: so geschieht es,, weil die- , selbe ruhig und anständig gehalten, und sich mit drei Fragen an uns persönlich wendet, Fragen, die nicht whne allgemeines Interesse sind. Unter der Aufschrift, welche unsere Broschüre selbst führt, bringt das zu Karlsruhe erscheinende „Reich Gottes. Christliches Volksblatt für das Rheinland" in No. 11 eine Besprechung, in welcher der Verf. an uns und „alle denkenden Israeliten folgende Fragen mit Bitte mn Nachdenken ohne alle Bitterkeit, nur. im Interesse der. .ewigen Wahrheit" richtet: 1) Wie konnte Gott Sein Volk seit - achtzehn Jahrhunderten verstoßen. und unter ..alle Völker zerstreuen, wenn es nicht gegen Seinen Rath

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.