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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-03-13 · Heft 11 (13.3.1866) · p. Seite 169

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 11 (13.3.1866)
Date
1866-03-13
Page
Seite 169 (sequence 11)
Language
German
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169 genslose Theil der isr. Bevölkerung in den Stand gesetzt Kurde, für die Tage der größten Gefahr auszuwandern. Freilich ist das muchvolle Verharren auf seinem Posten ehrenvoller; allein der unabhängige Bürger mag hierüber mit seinem eigenen Gewissen abkommen. t- Schließlich will ich Ihnen die erfreuliche Notiz mittheilen, daß der sehr junge und, bereits ruhmvolle Sohn des Rabbiners von Venedig, Dr. Elia Lattes, neben dem ausgezeichneten Professor Cav. G. I. Ascoli, an der königl. Akademie der Künste und, Wissenschaften zu Mailand zum Professor ernannt würde. Notizen. Das königl. Rescript auf die Adresse der beiden Häuser des ungarischen Landtages , im letzteren zu Pest am 3. März verlesen, enthält auch ausdrücklich, daß „der Kaiser es als Gerechtigkeitssache erkennt, die berechtigten Ansprüche der Nationalitäten und Confessionen zu befriedigen, und diesfällige Bemühungen bereitwilligst unterstützen werde."' So haben denn alle' drei gesetzgebenden Factoren Ungarns die bürgerliche Gleichstellung der Juden durch ihre Erklärungen verbürgt; dennoch wird es,von dem Ausgleich abhängen, ob sie sich auch verwirklicht, denn wenn jener scheitert, so wird der Landtag zur .wirklichen Gesetzgebung nicht kommen. — Im galizischen Landtage hat ein ruthenischer Abgeordneter Guszalewicz den Antrag auf „Aufrechthaltung und strenge Einschärfung der Gesetze wegen Ausschließung der Israeliten vom Erwerbe und der Pachtung von'Bauerngründen" gestellt; also ziemlich das Gegentheil von dem Goluchowski'schen Anträge. — In B er aun (Böhmen) ist ebenfalls ein Judenkrawall ausgebrochen. — - A n z ei g e n. Ein geprüfter jüdischer Lehrer, der im Hebräischen, Deutschen, Französischen und Englischen, womöglich auch in Musik, Unterricht ertheilt, kann sofort oder vom l, April er. von einigen Familien für ca.. 10 Kinder engagirt werden. Offerten nebst Zeugnisse nümnt entgegen Hermann Cohn in Neumark in West-Preußen. f.t/t/V\SV/WVlSV\/\/\/V/WWV\/iAAAÄ/<AAÄAÄAs\n/\AA/WVA/W\/'IAA/\/'l/UVt/\AA uuvwwww^ Annonce. | Ein, von jüdischen und christlichen Autoritäten t und Behörden als vorzüglich empfohlener Reli-r g io ns- und Elementar lehrer (in einem Königl. \ Preuß. Seminare geprüft) mit Approbationen als l Prediger und als solcher anerkannt, beliebter I l Cantor mit und ohne Chorbegleitung, von vier bel i rühmten Landes-Rabbinen als umizj bestätigt, sucht r I termino Ostern 1866 eine, seinen Fähigkeiten angel | messene Stellung, womöglich mit Ausschluß derJ | ri^'nw in einer noblen preußischen oder österreil? chischen Gemeinde, bei einem Gesammt-Einkommen von l 1 ca. 600 Thlrn. jährlich. Reflectirende Gemeinden \ s wollen sich bis spätestens ultimo März er. unter Chiffre $ K. E. M. L. an die Expedition d. Z. franco wenden. \?5'/V\KA'WWWVWW\^JwW^X^A/W\^WWAA/V/W\',‘^/V\A/\»\/VA/WWWVWV\ArtAAAA 5^ Lehrer-Gesuch. Zum Religionsunterricht für mehrere Kinder .wird 'in einer Residenzstadt ein junger Mann aus Bayern oder Thüringen gesucht, welcher gleichzeitig als Schochet, sowie an den hohen Feiertagen als Vorbeter fungiren kann. Die Stelle ist eine angenehme Und dauernde. Frankirte Offerten unter E. Z. befördert die Expedition dieses Blattes. In der Nähe einer Universitätsstadt wird ein tüchtiger-.Lehrer gesucht. Demselben ist Gelegenheit geboten, die 1/2 Stunde entfernte Universität mehrmals pr. Woche zu besuchen. Näheres in. der Expedition d. Bl. unter Chiffre J. Fr. H. Nr. 97._____ Die Stelle eines Lehrers und Vorbeters in hiesiger Gemeinde ist' zum 1. October d. I. vacant. Gehalt 250 Thlr. außer Nebeneinkünste, nebst freier Wohnung und Heizung. Auf gute Stimme und musikalische Befähigung wird hauptsächlich gesehen. Reflectanten wollen ihre Zeugnisse, uns baldigst einsenden. Bückeburg, im Febr. 1866. Der Vorstand der isr. Gemeinde. gez. Nathan Meyer. A. Herzberg. Ein Mann in den 30er Jahren, der nn-iin n-nnrr und rvibap von D-'bna besitzt, ein anständiger nbOn bss ist, religiöse Vorträge hält, und nötigenfalls den Religionsunterricht übernimmt, sucht eine Stelle. Hierauf reflectirende Gemeinden belieben sich an den Rabbiner Herrn L. Pollak in Jnowraclaw zu wenden, der ein Weiteres vermitteln wird. Ein Lehrer als Eultusbeamter - für hiesige Synag.- Gemeinde kann k. Mai Anstellung finden, welche bekanntlich in vieler Hinsicht eine angenehme Stellung darbietet. Gefällige Anmeldungen bei Noa Wolff, Vorsteher. Neheim, 27. Febr. 1866. 11*

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