Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 30 (1866)
- Issue
- Heft 9 (27.2.1866)
- Date
- 1866-02-27
- Page
- Seite 138 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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reisen, namentlich um für? die bedeutenden Fonds, die für Palästina in seinen Händen liegen, endlich Verwendung zu treffen. — Wie der HeLrew von San- Francisco meldet, befinden sich in der Mormonen- Stadt Sion auch einige Juden (Deutsche), welche einen Aufruf an ihre Glaubensgenossen der Gegend richteteten, eine provisorische Gemeinde bildeten und die hohen Feste des Tischri in einem ihnen vom Oberhaupte der Mormonen angewiesenen schönen Saale feierten. — Im L aag hat sich eine Gesellschaft unter dem Namen „Licht, Liebe und Leben" gebildet, welche ohne Unterschied der Religion die Schulen zu vermehren und die Civilisation zu verbreiten zum Zwecke hat. Der ultramontane Monde ist außer sich darüber und spricht das Verdammungsurtheil von vornherein über die Gesellschaft aus. — Der in Nancy erscheinende Uoniteur de la Meurthe hatte einen Artikel, der das Judenthum dem Ehristenthume gegenüber herabwürdigte, von seinem Redacteur gebracht. Herr Levy-Bing sandte eine meisterhafte Antwort an das Blatt, das sie auch aufnahm. Die Bemerkungen, die der Redacteur dieser Entgegnung Hinzufügte, geben deutlich den Sieg dieses wackeren Kempen für den Glauben Israels zu. — Wie das Journ. des Villes et Campagnes mittheilt, hat man in Syrien ein altjüdisches Haus ausgegraben, das seiner Bauart und Einrichtung nach aus dem zweiten Jahrhundert vor Christus Herkommen soll. Man hätte in demselben sieben Bücher gefunden, die fünf Bücher Moses, die Psalmen David's und einen Band bis jetzt unbekannter hebräischer Dichtungen. Der kostbare Fund soll an die asiatische Gesellschaft von London abgesendet worden sein. (Hoffen wir, daß diese Nachricht sich nicht als eine Ente erweise.) — Im galizischen Landtage haben in den Verhandlungen über das Statut der Stadt Krakau, sowie in dem österreichischen Landtage zu Wien in den Verhandlungen über die. Findelhäuser die liberalen .Ansichten vollkommen den Sieg erfochten und die Gleichberechtigung entschieden. Das Nähere in nächster Nummer. — Der ehema- , lige Staatssekretär der rebellischen Südstaaten, Benjamin, studirt jetzt in London englische Jurisprudenz, um sich als Advokat daselbst niederzulassen. — Anzeigen. Concurs-Ausschreibung. Die Gemeinde „Ahavatli Chesed“ in New- Jork wünscht demnächst die Stelle eines Predigers und Rabbiners zu besetzen. Gefordert wird: Umfassendes rabbinisch-theologisches Wissen, allgemeine, auf Universitätsstudien beruhende wissenschaftliche Bildung, und Nachweis eines bisherigen streng religiösen Wandels, der bisherigen Leistungen, sowie Angabe des Alters, Geburtsortes und Familienstandes. Der Gehalt ist auf 2500 Dollars festgesetzt. Der Ritus der Gemeinde ist nach dem Prager Tempel. Die gehörig documentirten Gesuche sind an den Unterzeichneten Präsidenten der Gemeinde einzusenden. Ignatz Stein. No. 24. Dey-Street, N-A. Die Gemeinde Beth Israel und Bitur-Cholim in New-Aork verlangt einen guten Chasan, dessen Gehalt sich auf l500 Dollars belaufen würde; die sich Bewerbenden müssen mit guten Papieren versehen sein und werden dann dem Erwählten die Reisekosten erstattet werden. Das Gebet wird nach polnischem Ritus verrichtet. Zu melden, bei R. Cowen, Präsident; 207 Canal-Street, New-Aork, oder Herrmann Rosenthal, Vice-Prästdent, 195 East-Broadway. . Inserat. In unserer Gemeinde ist zum bevorstehenden i?3t die Stelle eines Vorbeters, Schächters und Religionslehrers vacant. Dieselbe gewährt ein jährliches Einkommen von 300 Thlr. . Qualificirte Bewerber wollen ihre Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand portofrei einsenden. Besondere Berücksichtigung finden junge verheiratete Bewerber, womöglich mit kleiner Familie, welche mit guten Zeugnissen über moralisches Betragen und pünktliche Amtsführung sich ausweisen können, und den Gottesdienst nach altem Ritus mit angenehmen,^deutlichem Vortrag zu leiten im Stande sind. Wollin, in Pommern. Der Shnagogen-Borstand. A. B. Cohn. B. Crohn. I. Rose. Lehrer-Gesuch. Zum Religionsunterricht für mehrere Kinder wird in einer Residenzstadt ein junger Mann aus Bayern oder Thüringen gesucht, welcher gleichzeitig als Schochch sowie an den hohen Feiertagen als Vorbeter fungiren kann. Die Stelle ist eine angenehme und dauernde. Frankirte Offerten unter E. Z. befördert die Expedition dieses Blattes.