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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-02-06 · Heft 6 (6.2.1866) · p. Seite 90

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 6 (6.2.1866)
Date
1866-02-06
Page
Seite 90 (sequence 12)
Language
German
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- zu der Stufe, auf welcher sie in linguistischer Beziehung stehen, wird es ein Deutscher leicht bringen; sind Dtunk, W. Cohn und Derenbourg, die. doch die Perlen des französischen Judenthums sind, keine Deutsche?, sind es nicht diese, die in öffentlichen Sitzungen das Wort führen? ' Zudem sind ja die meisten Schüler des Seminars aus dem Elsaß und verstehen besser deutsch als französisch, warum also nicht einen Sen. Sachs oder B. Goldberg, die den Talmud mit der Muttermilch eingesogen haben, was nach den Worten des Herrn Alb. Cohn den Vorzug für talmudische Forschungen giebt, für diese Studien im Seminar verwenden? Aber elender Eigendünkel und verwegener Stolz läßt es nicht dahin kommen, und nun endlich bemerken Manche die Lücke, die im französischen Rabbinate unausfüllbar ist, indem sie kein fähiges Individuum für die vaeaute Stelle des Centralcousistorialrabbiners ausfindig machen können. , Wenn ich Ihnen die 3 Candidaten neune, die vorgeschlagen sind, werden Sie in Ohnmacht fallen; zmn Glücke haben Sie'Kölnisches Wasser in ihrer Nähe — Herr- Klein aus Colmar, der einigermaßen der gelehrteste unter den französischen Rabbinen ist, (nnc-' rrna rancra vrna) müßte etwas weniger orthodox, und auch um 10 Jahre früher geboren sein, bantit der Grvßrabbiner aus Paris, der eben so alt wie Herr Klein ist, ihn anerkenne; Großrabbiner Cahen aus Marseille, eine Null erster Größe, hat wohl das gehörige Alter, aber wieder keine Energie, und hätte Herr Cr eh an ge nicht seine Lithographie im nid von diesem Jahre, so würde der gute Mann ganz fremd sein; der dritte, Herr Isidor, hat oben schon ein Urtheil Über sich gefällt. — Und doch will man einen Gelehrten, der das französische Rabbinat repräsentire; will man das, so bleibt nichts anderes übrig, als aus Deutschland einen herüberzuholen. In Kopenhagen predigt ein Deutscher dänisch, in London ein anderer englisch, in Stockholm und Gothenburg ein dritter und vierter schwedisch, so kann ein fünfter es auch französisch thun; nur so kann einmal eine gelehrte Generation von Rabbinen auch in Frankreich werden, aber unter dem jetzigen Regime ist es eine Unmöglichkeit. A n z e k g e tt. Die Stelle des hiesigen Lehrers, Schächters und Vorbeters ist «durch den Tod des seitherigen Inhabers erledigt und soll so rasch wie möglich wieder besetzt werden. — Gehalt Thlr. 200. — Qualificirte Bewerber wollen sich in frankirten Briefen bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Schleusingen, Reg.-Bez.Erfurt, 15. Jan. 1866. Der Vorstand der Shnagogen-Gerneinde. Louis Mayer. Concurs-Ausschreibung. Die Gemeinde „Ahavath Chesecl“ in New - chork wünscht demnächst die Stelle eines Predigers und Rabbiners zu besetzen. Gefordert wird: Umfassendes rabbinisch-theologisches Wissen, allgemeine, auf Universitätsstudien beruhende wissenschaftliche Bildung, und Nachweis eines bisherigen streng religiösen Wandels, der bisherigen Leistungen, sowie Angabe des Alters, Geburtsortes und Familienstandes. Der Gehalt ist auf 2500 Dollars festgesetzt. Der Ritus der Gemeinde ist nach dem Prager Tempel. Die gehörig documentirten Gesuche sind an den Unterzeichneten Präsidenten der Gemeinde einzusenden. Ignatz Stein. No. 24. Dey-Slreet, N-N« Die Gemeinde Beth Israel und Bikur-Cholim in New-Pork verlangt einen guten Chasan, dessen Gehalt sich auf 1 500 Dollars belaufen würde; die sich Bewerbenden müssen mit guten Papieren versehen sein und werden dann dem Erwählten die Reisekosten erstattet werden. Das Gebet wird nach polnischem Ritus verrichtet. Zu melden bei R. Cowen, Präsident, 207 Canal-Street, New-Aork, oder Herrmann Rosenthal, Bice-Präsident, 195 East-Broachvay. ^Offene Lehrerstelle. Für die dritte Classe unserer Schule wird mit Ostern n. k. eine Lehrerstelle vacant, mit welcher eine Einnahme von jährlich 250 Thlr. verbunden. Reflectanten, jüdischer Confesfion, werden aufgefordert, sich, unter Beilegung ihrer Zeugnisse sowohl über ihre Befähigung, als über ihr Betragen baldigst an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden. Emd en, den 16. Januar 1866. Der israelitische Schulvorstand. I. Reumark.

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