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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1866-01-23 · Heft 4 (23.1.1866) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
30 (1866)
Issue
Heft 4 (23.1.1866)
Date
1866-01-23
Page
[Seite] (sequence 20)
Language
German
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slir sich hat ^7-' weiter^ belasten; 'aber ''der ^erwä^nteNachtheil ist' von solchem.Amfange und hat/eine /solche große Tragweite,' daß es /jeden hiegegen etwa' zu mäckienden Einspruch überwiegt. "Man könnte dabei'den talmN^schen Spruch anwenden: Joze Sechorau Behefsedau. t.) Endlich hat der Gottesdienst in allen seinen Details "alle Attribute' in sich zu' vereinigen, die zur Vercherrlichung Gottes und zur Anregung einer leider. bisher vermißten Andacht dienen. Es wäre zu wünschen, daß er bei allen Gemeinden gleichförmig sei, dasselbe Gepräge und dieselbe Norm/. wie jene Gemeinde, die ihnen als Musterbild vorangegangett ist, habe, Es kann wie natürlich nur der Unterschied obwalten, daß manche Gemeinde in pekuniärer Hinsicht schwach, nicht dieselbe Kraft zur Erhaltung eines starken Chorpersonals oder eines 'ausgezeichneten Vorbeters rc. entwickeln kann; eine Gemeinde, sei'sie noch so unbemittelt, hat schon hinlänglich ihre Pflicht erfüllt, wenn sie nach dem Stande ihrer Einkünfte' das Gute, das Schöne, das Zweckmäßige , in Schute und' Gotteshaus verfolgt, das Möglichste leistet und das Sittliche, Geistige und das Seelenheil ihrer Jugend nicht aus den Augen verliert. / Der Gottesdienst' — zu unserem Thema zurückkehrend' — muß eigentlich so constituirt sein, daß selbst die radikale Reformpartei, obschon er, wie man es hier ersieht, auf gemäßigten religiösen Grundsätzen beruht, sich daran erhauen könne. Daß' die Jugend sich an einem solchen, und zwar aus freiwilligem Antriebe, stärker wie bisher betheiligen, wird, ist zweifellos.. . . - ^"'Zmii' Schlüsse^ nst'r noch die eine'"Bemerkung: 'Dcks! geistige Leben hat, trotzdem es Mehrere läügnen wollen/ i m der' Äudenheit" so ' zugenommen, daß "zahlreiche Parteien in derselben sich bildeten- und. schon ein Eptrem/des^zst sehr blendenden Lichtes, dem der Finsterniß (Chassidim) gegenüberstehet. Es gewinnt sogar die Beftirchtung Raum, daß es den Dunkelmännern, welche im östlichen Europa in letzter Zeit es wagen konnten in'Predigten,, Brochuren, ihre Ignoranz, ihren . Unsinn und Aberglauben öffentlich an den Tag zu legen,.' etwa gelingen 'könnte alle bisher rigen schönen Errungenschaften im Judenthmne zu Nichte zu machen; unter solchen Auspicien ist es Pflicht, eines jeden Israeliten sein Schärflein, beizutragen, daß die rechte Mitte zur Geltung gelange. Wir' verstehen/unter/der „Mitt'e" den besonnenen zeitgemäßen Fortschritt, der die . wahre, vernünftige richtige Erkenntniß und Würdigung der in das Judenthum tteüeinzuführenden Verbesserungen involvirt, und dabei Alles ausscheidet, was unwahr, un-! vernünftig, und deyr Volke' mehr schadet als/frömmst Die'Hände in den Schooß zu legen mch'mit-Indifferenz dem, von einer Seite betrachtet, zwar lächerlichen, von der andern Seite unfern christlichen Mitbrüderngegenüber uns schändenden Kampfe dieser, berüchtigten Finsterlinge ruhig znzüsehen, das wäre Sünde! Möge unter Gottes Beistand das hier gesprochene Wort zur lebendigen That werden! Ein Wohlmeinender in Israel.

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