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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-10-03 · Heft 40 (3.10.1865) · p. Seite 620

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 40 (3.10.1865)
Date
1865-10-03
Page
Seite 620 (sequence 8)
Language
German
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pgß nach -den.-Religionsbekenntnissen. .unter der. aus 49,704 -Personen bestehenden Bevölkerung auch „9 Mo satten " vorhanden .wären.. .Die . reaktionäre Presse .wirft den Juden, öfters vor, diese Benennung picht, zu liebenund.sich.einen vornehmer klingenden Namen .beizulegen.. .Mer so weit haben wir es noch picht gebracht wie. die osficielle Presse, uns „Mosaiten" zu nennen. Um Ihnennur einen. Beleg für die auch^ von mir.ausgesprochene Klage über die unangemessenen, ja unanständigen und-in unwürdiger Weise angebotenen Localitäteu, in welchen Betsäle zu den Festtagen .hergestellt, werdenzu geben, lesen - Sie. die folgende, Annonce^ in den hjes» Zeitungen.. Vielleicht herben, wir ^dadurch, einem. zukünftigen Geschlechte ein Curiosum auf: - .... . _- 2"^ töti'S bv . „Zu den bevorstehenden heiligen jüdischen Festtagen wird Unterzeichneter einen nach jüdischem Ritus geregelten Gottesdienst mit deutscher Predigt, geleitet von einem anerkannten jüdischen Geistlichen, im «ssrdin de Berlin, Breitestraße 15, 'einrichten.. Für jede nur wünschenswerthe Bequemlichkeit ist hinlänglich gesorgt. Einlaßkarten a 1 Thlr., die Vorderreihe zu 2 Thlr., sind zu haben: - Am Büffet des Lokals bei.Herrn Schulz, Breitestraße 15,. ... , . G ertraudten- und Roßstraßen-Ecke, im ^TabMsge- . schüft.'des Herrn Pflaum, Neuen Markt Nr. 16, in der jüdischen Restauration des Herrn Cassel, ' Päpenstr. Nr. 18, im Frühstückslokal des.Herrn Die köpf, .und bei dem Unterzeichneten." © esterreich ijcher Kaiserstaat. iWrie«;; >21. Sept. "'Die heut. „N. fr. Pr." enthält folgende eigenthümliche Mittheilung: „Cantor Sn lzer Ist gestern von dem Vorstände der israelitischen Cultnsgemeinde für wrei' Monate seines/Amtes enthoben worden. Für den heuWn und morgigew Festtag (jüdischer' Neüjahrstags^ haben die beiden Canrtoren Fischer^ und^ Göldstein'; die Functionen Professor Sulzer's übernommen. Wie verlautet, circulirt unter den jüdischen GeMMm'iWchern -etne Petitivy M die Vertreter der Cultusgemeinde,- worin umdie baldigste Wiedereinsetzung^ desObercantorS infein Amt/ gebe?- fen. wird," —m :r--: (Da die Sache hierdurch^iü Hie Oeffentlichkeit gekommen, konnten wir'es'nicht zurückhalten. Umso mehr -wird den Lehrern sich die Frage aufdrängel!: warum ist dies geschehen? ■ r - Die Redaction.) : Der Redacteur des „Geschäftsberichts",! Hr. Wert-- heimer, welcher in letzter Instanz wegen des Vergehens der Ehrenbeleidigung zu einer. Geldstrafe von 80 Fl. verurtheilt und somit des Wahlrechts verlustig ist, wird der „Boh^" 'zufolge die Stelle eines Präsidenten der israelitischen. Cultusgemeinde und fünf andere Ehrenämter niederlegen. /. > Krakau, im September. (Privatmitth.) Ihr hies. Corresp. hat' den Verlauf 'der Gemeindeangelegenheiten nicht-zusammenhängend, dargestellt. Gestatten Sie. mir daher einen kurzen Bericht.; Bis 1864 wurden die Gemeindeangelegenheiten durch ein, aus fünf, vom Rabb. H. Schreiber gewählten Mitgliedern bestehendes Somit« geleitet. Die Majorität desselben war für die äußere Stabilität, nach welcher auch jede Ordnung •narr-mpn d. h. unjüdisch ist. Alles gerieth in Unordnung und viele Mitglieder verweigerten ihren Beitrag. Es entstand ein Sturm, welchem der Magistrat darin nachgab, daß er das Comits aufforderte, sich durch einen Beirath von 20.Mitgliedern, zu. verstärken. - Schon in derersten', Sitzung wurde!'der Entschluß gefaW-ein- Geme.indestatpt zu entwerfen und bei derStatthalteret zur.Genehmigung einzureichen. Zugleich wurde durch die Anstellung des Hrn. Joseph Werner zum.Sekretair Ordnung in die. Gemeindekanzelei gebrächt. / Die Werathung des Statuts findet bei verschlossenen'Thüren seit Monaten statt und kann noch wochenlang dauern; dann geht es an die Behörden, und wer weiß, wann wir es genehmigt wiedererhalten: Unterdeß sucht der Rabbiner und sein Anhänger/ derDirektor Winter, das Comite; -als aus lauter;Möhalen - Umstürzlern Hestehend, bei den Behörden^ zu verdächtigen, -mnd Niemand tritt dem entgegen!; -denn?:di'e sog. Fortschrittsmänner werden zumeist vom Jndifferentismus beherrscht und wälzen jede Last guf die Schultern Anderer. — IM Allgeweiüell herrHt hier gegenwärtig , ejnh Ma-, (utensucht.> Jeder Verein will ein genehmigtes Statut . haben: Es wird; ein Skribler engagirt, ein Statut.! zu machdn, Hnd dieses den Behörden erngereicht: Die Behörde geht von der Voraüsfchüng aus, daß das. Statut von einer GeneralversamHlluqg der Mitglieder! genchmigt sei; und bestättgt es. Dann, erst; erweist

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