Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 27 (4.7.1865)
- Date
- 1865-07-04
- Page
- Seite 417 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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- Tunis 1× ep/1048155
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ein Schiff: das Sepher näherte sich , wurde feierlich in die Synagoge gebracht, wo es eine Ehrenstelle einnimmt; man bedient sich seiner nur zur Verehrung und zu Schwüren; eine ziemliche Anzahl Lampen brennen vor ihm und, mitten im Gottesdienste, kommen maurische Frauen, die sich wegen der Krankheit eines ihrer Kinder oder bei der. Abwesenheit ihres Mannes ängstigen, steigen zur heiligen Lade hinauf, knieen vor dem Sepher nieder, murmeln einige Sätze, legen Geld, Oel oder irgend eine andere Gabe hin, und entfernen sich dann ohne die geringste Einmischung seitens der israelitischen Bevölkerung, welche ruhig mit ihren Gebeten fortfährt. Ich hatte die Ehre, mich mit dem Oberst, jetzigem Marschall Randon, Gouverneur der Stadt, zu unterhalten; er war soeben von einem Zuge nach Tebeffa zurückgekehrt, und er versprach mir seinen Beistand in Allem, was die Verbesserung der israelitischen Bevölkerung, die unter seinen Befehlen stand, betrifft. Während meines kurzen Aufenthaltes in Bona eröffnete ich eine kleine Schule, indem ich der dortigen Jugend mehrere Lectionen gab , welche nach meiner Abreise ein Unterlehrer weiter fortsetzte. Die Schule ist jetzt eine der besten Algiers, und die Bevölkerung erfreut' sich eines sehr blühenden Zustandes. Die Verbindung zwischen Tunis und Constantine geschieht durch diese Stadt, die ein ganz europäisches Aussehen hat. Anzeigen. In der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist die Stelle des ersten Kantors und Lehrers mit einem Gehalte von 400 Thlr. jährlich excl. Nebeneinkünfte zu besetzen. Das Königl. Gymnasium und die Provinzial-Gewerbe-Schule geben Gelegenheit, ein Pensionat für jüdische Schüler zu errichten. — Zeit des Antrittes der Stelle: möglichst 1. September r>. e. oder spätestens 1. April kommenden Jahres. — Bewerber, welche musikalisch gebildet und mit guten-Stimmmitteln versehen sind, wollen ihre Zeugnisse abschriftlich einsenden. Brieg, im Juni 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Vakante Lehrer-, Vorbeteru. Schächterstelle, die sofort zu besetzen, mit einem fixen Gehalte von s. 220, für Heizung f. 10, in, Aussicht stehende Emolumente f. 50. Bewerber wollen sich wenden an Emanuel Guthmänn H., in Hamm, Kreis Worms. Ein unverheirateter, musikalisch gebildeter.Vorbeter, Thoravorleser und Schächter kann, bei einem jährlichen Gehalte von 100 Thlr. und ca. 150 Thlr. Nebeneinkommen , in unsre Gemeinde am 15. Sept. a. c. ein treten. Reflectanten belieben sich unter Einreichung ihrer Qualifications-Atteste in portofreien Briefen beim Gefertigten baldigst zu melden.. » Es wird noch bemerkt, daß für gebildete Männer sich dahier die Gelegenheit darbietet, durch Privatunterricht die pecüniären Verhältnisse bedeutend zu verbessern. Meisenheim am Glan, den 28. Juni 1865. L. Latzar, Landgräfl. Rabbiner. Bei der israel. Gemeinde zu Schlawe soll die Stelle eines zweiten Cantors besetzt werden, der als Schächter, zweiter Lehrer und Schammes sungiren soll. Gehalt 50 Thlr. Nebeneinkommen 200 bis 250 Thlr. nebst freier Wohnung. ' DerVorstand. S. I. Groß. G . Verlangt! Bei der Gemeinde Schaar iHashomajim New-Aork, Vereinigte Staaten Nord-Amerika'^eM Rabbiner. Die Gemeinde besitzt eine Orgel, hat Familiensitze in ihrer. Synagoge eingerichtet und ist zu Reform geneigt. Salair 2500 Dollars Pr. Annum, für fünf Jahre. Näheres zu erfragen bei H. Eckstein, Präsident. 97 First Avenue. Da die Lehrerstelle an der jüdischen Gemeinde-Confessionsschule zu Hoppstädten, mit welcher ein festes Gehalt von 160 Thlr., nebst freier Dienstwohnung mit Garten und Feuerung oder einer Geldentschädigung für letztere Emolumente, sowie Anspruch auf demnächstige Alterszulage und Pension verbunden ist, bis zum 1. Oktober d. I. zur Erledigung kommen pnrd und aufs neue besetzt werden soll, so werden diejenigen jüdischen Lehrer und Schulamtscanditaten, welche sich um genannte Stelle bewerben wollen, aufgefordert, ihre desfallsigen Gesuche unter Beischluß von Zeugnissen über ihre Befähigung und sittliche Führung bis zum 1. August dieses Jahres^ .Hierselbst einzureichen. Bemerkt wird noch, daß die Synagogen-Gemeinde beabsichtigt, dem anzustellenden Lehrer, falls er die Befähigung zum Vorbeterdienst und zur Chorleitung in der zu Hoppstädten befindlichen Synagoge besitzt, diese Functionen zu übertragen und ihm dafür eine jährliche Vergütung von 90 Thalern und den Bezug einiger Casualgebühren zuzusichern. Birkenfeld, den 6^ Juni 1865. . Großherzoglich Oldenburgische Regierung ' des Fürstenthums Birkenfeld. Ä. v. FLnckh.