Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 27 (4.7.1865)
- Date
- 1865-07-04
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
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Ein UWM^NKMMWMWWKWVWWWW DALWMWMMMKMKLS: K-WLtzN JVf 27 29. Jahrgang. A l l g e m e l it c unparteiisches Organ snr alles Wische Interesse. Herau.Sgegeben von Rabbiner ür* Ludwig Philippfon im Bonn. Leipzig, den 4. Juli 1865. Diese Zeitung erscheint wochettkUch einmal, Dienstags, in l1/* bis 2 Bogen. Preis des Jahrgang« 8 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 22'/».Ngr. Inserate weiden mit 1 i/n Ngr. sär die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Für gedvucSc DeUagen> die uns zuvVerbreitung durch diese Zeitung geliefert werden^ berechnen wir Gebühren-:, für 1.Bogen 4 Thlr., für 1/t Bogen 3 Thlr., für ]/i Bogen 2 Thlr. Alle Buchhaud« lungen, Postämter und ZeitungS. Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupi-Txpedition für beide Letztere hat fich da« König!. Sachs Haupt« ZeitungS-Buream hier unterzogen. - . . Inh alU Leitende Artikel: Die deutschen Juden , in Nordamerika. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichtenr Deutsch!and: Von der kurheft -sischen Grenze. Preußen: Paderborn, Hechingen, Elbing. Oest errei chisch er K ai f er ftaat,:; Wien, Krakau. FrankreichParis. 'Schwe'iz:'Bern.' Groß'tzritannien: London. . Correspondenz: Jüdische Briefe von Albert Eohn. XV. — Leitende Artikel« Bonn, 25. Juni. Wie deutschen Juden in Nordamerika. ' Es ist eine natürliche Folge der jüngsten großen Ereignisse in Nordamerika, daß sich die aufmerksamen Blicke Aller auf dieses merkwürdige Land richten. Düs Rathsel, ob die Union den furchtbaren Bürgerkampf werde bestehen und siegreich beenden können, ist gelöst, und an dieses knüpft sich soso.rt die neue Frage, welche unmittelbaren und mittelbaren Folgen aus diesem Siege hervorgehen werden? Dem tiefer Blickenden wird das Schauspiel der mächtigen Entwickelung,' die jetzt alldort zu folgen scheint, noch viel interessanter sein, als der Anblick der furchtbaren Krämpfe und Zuckungen, welche die mit einander ringenden Glieder durchbebten. Doch dies ist nicht Gegenstand unserer Betrachtung. Aus dem großen Ganzen heben wir nur eine Fiber, besser einen Nerv hervor, um ihn genauer zu betrachten. ' Die industriellen, besonders die commerciellen Verbindungen zwischen der neuen: und alten . Welt^ so auch zwischen Nordamerika. und Deutschland werden sicherlich emen -großen, »och . nicht dagewesenen Aufschwung nehmen. Wird dies ebenso 7; in geistiger Beziehung sein? Und ganz speziell: werden * die deutschen Juden in Nordamerika, deren Zahl so über- ' aus groß ist und sich immerfort vergrößert, einen engern Zusammenhang mit dem deutschen Judenthume bewahren^ und einen innigeren Antheil an dessen Bestrebungen und v Anstrengungen nehmen als bisher? Es beruht diese Frage ' > auf einer eigenthümlichen Erscheinung, die, seit Jahrzehenden von uns beobachtet, jetzt zu berühren wir au der Zelt .. 7* halten; und darin, daß wir es erst jetzt thun, liegt wohl zugleich der Beweis, daß wir von keiner persönlichen . oder momentanen Beziehung sprechen. Doch bevor wir -7 weiter gehen, theilen wir den ersten Theil eines Briefes mit, der die nächste Veranlassung zu dieser Besprechung { gab, und uns mitten hineiuversetzt. Der Schreiber des- ' " 'I selben, Herr Moses Ehrlich in New-Aork, will sich nach; * dem augenblicklichen Stande ^ines Vereines in Deutschland bei uns erkundigen, und schreibt die folgenden Zeilen. als Einleitung. Wir bemerken dies ausdrücklich, da-_ "" f mit Niemand denke, daß ein persönliches Interesse den " Herrn Ehrlich dazu veranlaßt habe. Er schreibt: ^--7 New-Nork, 2. Juni t&65. ' /' Obzwar ich Ihnen persönlich unbekannt bin, .so sind - 7 Sie mir doch schon ein alter Bekannter, und zwar durch . , 7 Ähre verschiedenen Werke in der Literatur, Nämlich, * ' 7 obzwar ich schon 25 Jahre in diesem Lande' wohne, bin . "