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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-05-30 · Heft 22 (30.5.1865) · p. Seite 339

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 22 (30.5.1865)
Date
1865-05-30
Page
Seite 339 (sequence 11)
Language
German
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Frankreich. Paris, 8. Mai. Der ,,N. ft. Pr." schreibt man von hier: „Heute wurde der CentraL-Großrabbiyer von Fnankreich begraben. Die zehn Consistorien des Landes sind sehr in Verlegenheit wegen der Ersatzwahl. Die wenigen tüchtigen Männer scheuen das theure Leben in Paris, und der Großrabbiner bezieht nur 9000 Francs von der Regierung, nichts von der Gemeinde. Außerdem fehlt eS übrigens sehr an wissenschaftlichen und rednerischen Kräften, und wenn nicht das französische Staatsbürgerrecht. unerläßliche Bedingung wäre, würden von den Gemeinden nur Deutsche berufen." Nordamerika. New-Uork, im April.? Die Arch. isr. schreiben: Man besichtet unS aus New-Aork, daß alle Synagogen dieser Stadt dahin übereingekommen sind, am 25. April großartige Trauerseierlichkeiten wegen der Nationaltrauer in den Vereinigten Staaten um den Meuchelmord des gerühmten Präsidenten Abraham Lincoln'- zu begehen. Feierlicher Gottesdienst ist in aller^^ mit Schwarz decorirten Tempeln begangen, der Kadisch gesagt, und 'Predigten gehalten worden; die amerikanischen Juden haben um die Ehre angehalten, sich der allgemeinen Betrübniß ihrer Mitbürger anschließen zu dürfen , und zu zeigen, daß sie treuerge-, bene Söhne eines Landes sind, das sie als wahre Mutter behandelt. Es find jetzt im Congreß der Vereinigten Staaten von Nordamerika vier jüdische Abgeordnete, die HH. Strousse, Ancona und Meyers für Pensylvanien und H. Benjamin für Missouri. A « z e i g e «. Die hiesige erledigte Vorbeter und Schächterftelle mit einem jährlichen Einkommen von mindestens 4OO Thlr. soll sobald' als möglich wieder besetzt werden. Geeignete Bewerber, welche musikalisch gebildet und auchbsn sind, wollen sich unter Einreichung ihrer Führung-- und Befähigungszeugniffe portofrei an uns wenden. Etwaige Reisekosten werden nicht erstattet. Schwert a.,O., im Mai 1865. Dep Vorstand der Synagogen-Gemeinde. An non ee. Ein israel. Religiojrs- und Elementarlehrer, ünm und Vorbeter sucht zum 1. October e. eine neue Stelle mit, einem Einkommen von 3 50 —400 Thlr. Es stehen demselben die besten Zeugnisse zur Seite. Franco-Briefe unter 6. M. ü. nimmt der israel. Cultusbeamte Mooy Stendal i. d. Altmark entgegen. Bei der hiesigen Gemeinde ist. zum 1.-Oktober. d. Ä. die Stelle eines Religionslehrers, Vorsängers und Schächters vacant. Der Gehalt ist neben freier Wohnung, der Schechita und sonstiger etwaiger Sportel auf2l0 Thlr. festgesetzt. Unverheirathete mit guten Zeugnissen versehene Reflectanten wollen ihre Meldungen an den Unterzeichneten richten. Malchim i. Mecklenburg d. 25. April 1865. Der Vorstand der israel. Gemeinde Ein geprüfter jüdischer Lehrer, welcher 12 Knaben für Queriter eines Gymnasiums vorzubereiten hat, wird zum sofortigen Antritte verlangt, mit einem jährlichen Gehalt von 350 Thlr. Meldungen begleitet von Zeugnissen sind zu richten an Herrn A. Jsaesohn. Gollub, den 7. Mai 1865. Verlangt! Bei der Gemeinde Schaar Hashoraajim New-Iork, Vereinigte Staaten Nord-Amerika's ein Rabbiner. Die Gemeinde besitzt eine Orgel, hat Familiensitze in ihrer Synagoge eingerichtet und ist zu Reform geneigt. Salair 2500 Dollars pr. Annum, für fünf Jahre. Näheres zu erfragen bei H. Gckflein, Präsident. 97 First Avenue. Bei der israel. Gemeinde zu Schlawe soll die Stelle eines zweiten Cantors besetzt werden, der als Schächter, zweiter Lehrer und Schammes fungiren soll. Gehalt 50 Thlr. Nebeneinkommen 200 bis 250 Thlr. nebst freier Wohnung. Der Vor ft a n d. S. I. Groß. Die hiesige Gemeinde sucht zum 1. September oder auch zum 1. Nov. dieses Jahres die Lehrer-und Eantor- Stelle neu zu besetzen. Die Schule ist eine öffentliche, städtische. Gehalt 230 Thlr. pro Jahr; außerdem bietet die Stelle sichere Aussichten auf Neben-Accidenzien, sowie bei tüchtigen Leistungen ErtheiluNg Privatunterricht. Die Anstellung kann geeigneten Falls und unter Berater gesetzlichen Vorschriften eine definitive werden, ewerb er wollen fich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand baldigst wenden. Berleburg (Westphalen) im Juni 1865. Der Vorstand' der Synagogen- und Schul- Gemeinde. F. Neifus ju». 22 **

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