Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 21 (23.5.1865)
- Date
- 1865-05-23
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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89. Jahrgang. A l l g e Ul e i n e JW LI. . < ";;; ' ' i - ' " v Ein < .MMMches, Organ für alles Wische v"t ■' 1 '"M> Herausgegeben von Rabbiner Vr. Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, den 23. Mai 1865. ’ Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in i1/» bis 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs S Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 2 2 ^2 Ngr. Inserate werden mit ll/t Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Beilagegebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr., für 1/% Bogen 3 Thlr.. für i/i Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitung-- Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt- Expedition für beide Letztere hat sich das Königs. Sächs. Haupt-Zeitungs-Burean hier unterzogen. Mit dem ersten Mai e. sind die Diplom-Quittungen. für das eilfte Jahr (1. Mai 1865 bis 1. Mai 1866) an alle Herren Agenten des Institutes versendet. Wir ersuchen dringend Diejenigen, die etwa die Zusendung nicht erhalten haben , uns sofort dies anzuzeigen, da es nur durch Irrung auf den bez. Postämtern! geschehen: sem könnte. ... , . ... - Im Mai, 1865. Das Institut >. Ford. d. israet^ Literatur. . Inhalt. Leitende Artikel; Offenes Schreiben an Se. Ehrwürden Herrn Dr. Philippson in Bonn. — Haben wirklich die Juden Jesmn gekreuzigt. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: D eutschland: Bad Ems. Preußen: Berlin, Berlin, Cöln. Oest err.ei chi sch er Kai- serstaatKrakau. Frankreich: Paris, Paris. Holland: Im Haag.Marokko: Tetuan. Nordamerika: New-Jork. Correspondenz: Von der Bahn. — Leitende Artikel. Wien, 7. Mai. Offenes Schreiben an Se. Ehrwürden Herrn Dr. Philippfon. in Sonn. Hochgeehrter Herr und Freund! Zehn Jahre sind vorüber, seit der Gründung des „Institutes zur Förderung der israelitischen Literatur", und Sie können mit Befriedigung auf dieses Decennium Ihrer Thätigkeit für unsere Glaubensgenossen zurückblicken. Das von Ihnen in's Leben gerufene „Institut" hat eine große Anzahl von Literaturwerken verbreitet, welche das jüdische Bewußtsein kräftigten, die Einsicht in die Entwickelung des Judenthums popularisirten und manche gelehrte Forschungen einem' größeren Kreise zugänglich machten. Auch ich zähle meine Mitwirkung und Mitleitung während der ersten drei Jahre des „Institutes" zu den schönsten Erinnerungen meines Lebens. Mein Interesse für dasselbe ist hier in Wien ebenso lebhaft, wie es in Leipzig war, obwohl es mir nicht mehr gegönnt ist, an der Spitze desselben zu stehen, und es war blos eine Folge meiner wärmsten Theilnahme, wenn ich mir im vorigen Jahre erlaubt hatte,. Ihre Aufmerksamkeit auf eine bereits früher von mir angeregte Uebersetzuug der Werke von Philo und Josephus für die Abonnenten des „Institutes" von Neuem zu lenken. Gestatten Sie mir heute auf einen Antrag, den ich gleichfalls einmal bereits gemacht hatte, wieder zurückzukommen. Sie werden sich gewiß noch erinnern, daß ich in Leipzig, als Sie und der selige Dr. Jost bei mir zu einer Conferenz in Angelegenheiten des „Institutes" zusammentrasen, den Vorschlag machte , daß eine Summe der Abonnementsgelder für einen zu bildenden bleibenden