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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-05-16 · Heft 20 (16.5.1865) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 20 (16.5.1865)
Date
1865-05-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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29, Jahrgang. AllgeWeine JW 20. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. HerauSgegeben von Rabbiner Dr, Ludwig Philippfon in Bonn. Leipzig, de» 18. Mai 1865. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Dienstag», in 1*/» di» S Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Merteljährig 22 Ngr. Inserate werden mit l'/r Ngr. für die Petitzeile oder deren Raum berechnet. Beilagegebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr., für }/a Bogen 3 Thlr.. für '/i Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen. Postämter und Zeitung»-Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Haupt« Expedition für beide Letztere hat sich das König!. Sachs. Haupt-Zeitungs-Bureau hier unterzogen. Mit dem ersten Mai e. sind die Diplom-Quittungen für das eilste Jahr (1. Mai 1865 bis,1. Mai 1866) an alle Herren Agenten des Institutes versendet. Wir ersuchen dringend Diejenigen, die etwa die Zusendung nicht erhalten haben, uns sofort dies anzuzeigen, da es nur durch Irrung aus den bez. Postämtern geschehen sein könnte. :• - '! Im Mai, 1865. Das Institut jv Förd. d. ifraet. Literatur. Inhal t. Leitende AntLkel: Der Geist des Judenthnms in seinen Gebeten ^ach . den verschiedenen Zeitaltern. — Literarischer Wochenbericht. — Zeitungsnachrichten: Deutschland: Frankfurt, Gießen, Oldenburg. Aus dem Nassauischen, Hannover. Preußen: Berlin, Landeshut. Frankreich: Paris, Paris. Rußland: St. Petersburg. Odessa. Marokko: Tetuan. Correspondenz: Jüdische Briefe von Albert Cohn XIII u. XIV. Leitende Artikel. , Bonn, 7. Mai. Der Geist des Zudenthums in seinen Geboten nach den verschiedenen Jeitaltern. Die Redaktion einer Zeitung muß in der Leitung ihres Blattes als ihr besonderstes Prinzip festhalten: dem zu aller Zeit den räumlichen Vorzug zu geben, was, aus dem Tage entsprungen, für den Tag seine Wichtig» keit hat. Arbeiten, die auf einen dauernden Werth, auf eine bleibende Wirkung Hinzielen , müssen vor jenem in der Zeit zurückkehren, eben weil sie, ihre Bedeutung doch hehasten, während das dem Tage Angehorende durch den Aufschub jedes Interesse verlöre und wiederum, wenn es übergangen würde, wesentliche Züge aus dem Gemälde der Gegenwart fehlen würden. Aus diesem Gesichtspunkte werden unsre Leser nachsichtig sein, wenn wir dem ersten, einleitenden Artikel, unter der obigen Ueberschrift in Nr. 1 dieses Jahrgangs gegeben, erst heute den zweiten Artikel folgen lassen, und sie ersuchen, jenen ersten Artikel zuvor noch einmal zu durchlesen, oder wenigstens zu überblicken. Wir fahren nunmehr fort. — ■■■ ’ ' : Stellen wir uns im Geiste aus der Thorah Alles zusammen, was sich auf das Beten bezieht, so erhalten wir ein zwiefaches Resultat: Die eigentliche gottesdienstliche Institution i st der Opferkultus in seiner ganzen symbolischen Natur; und mit diesem wurde sehr, frühzeitig das Gebet verbu'nd'eÄ, das aber dem Individuum völlig freigegeben war, so daß es dieses lediglich aus seinemeigenen'Gerste zuschöpfen hatte. . Mie .heil. Schrift setzt den Ursprung des Gebetes in die tiefste ■ Urzeit des Menschenhinab. Denn wenn sie auch die symbolische Anbetung durch das Opfer voran-

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