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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-05-09 · Heft 19 (9.5.1865) · p. Seite 294

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 19 (9.5.1865)
Date
1865-05-09
Page
Seite 294 (sequence 12)
Language
German
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L94: abgeschreckt, sondern: nur gereizt mit List und Schlauheit allerlei Mittel zu finden , um den größtmöglichen Bortheil aus dem Lande zu ziehen, dem es keine Freundschaft schuldig ist." . - . u Amerika. San Francisco, 11. März. (Privatmitth.) Gestatten Sie einem Ihrer Abonnenten, Sie um die Aufnahme folgender Zeilen zu bitten, welche in einem hiesigen Blatte „Daily American Flag. “ gestanden: „Das Beispiel der höchsten religiösen Toleranz, welches vielleicht jemals stattfand, ereignete sich jüngst * in Neu-Iork. Ein Proceß, welcher mit bedeutenden Gerichtskosten verbunden war, ging seinem Ende zu, als ein jüdischer Zeuge eine der Sitzungen bei dem wichtigsten Theile seiner Beweisführung unterbrach, und dem Rathe in Erinnerung brachte, daß Freitag Abend beinah schon aus wäre, und daß, da fein Sabbath, welcher am Samstag ist, jetzt begänne,." 'er' nicht 'länger verweilen könne. Der außerordentliche Vorfall wurde diskütirt, und das Gericht vertagte die Sache in Rücksicht auf den religiösen Glauben des frommen Israeliten." Marokko. Tetuan, im April. (Iew. Ehr.) Ein Gibraltaer Correspondent, dessen Brief vom 5. April datirt ist, schreibt: „Gestern erhielten wir aus. Tangier . Nachrichten, welche meldeten, daß der maurische Kaiser Befehle nach Tetuan gesandt hatte, die Mitglieder des jüdischen Vorstandes von Tetuan nach Mequeneh. mit eisernen Ketten belastet zu bringen. Der Vorstand bestand aus zwölf Mitgliedern, aber achten von ihnen wagten sie nicht, Ketten anzulegen, weil vier unter spanischem, zwei unter italienischem und einer unter amerikanischem Schutze stehen. Ein anderer, Namens Samuel Hadida, kam auch church die Vermittlung eines Europäers davon frei. Die andern vier befanden sich in Ketten im Gefängniß, weil sie keine Pässe hatten, welche sie beschützten. Ihre Namen sind : Rabbi Isaak Benmergui- Joseph Curiat, S. Garson und Moses Bentata. Die Consulen verlangten, daß sie in Tetuan vier Tage noch zurückgehalten würden, in -der Absicht, den Grund eines solchen Befehls, zw erfahren. - Dies ist Alles, was von der - Sache bekannt ist/? Nach: anderen Berichten soll der Grund in der Weigerung des Vorstandes/ eine Wache am Eingang des Ghetto zu bezahlen , liegen. Jedenfalls liegt also hier ein Vorgehen-nicht Seitens eines Beamten, sondern des Herrschers selbst, vor, der Sir Moses Montefiore ein so feierliches Versprechen gegeben! - 2t tt zeigen. Die hiesige Cantor- und Lehrer-Stelle soll zum 1. September d. I. besetzt werden. Derselbe muß musikalisch sein und religiöse Vorträge halten können. Gehalt 400 Thlr., Nebeneinkommen 100 Thlr. nebst freie Wohnung. - Ferner wird zum 1. April d. I. ein zweiter Cantor gesucht, der als Schächter, zweiter Lehrer und Schammes fungiren soll. Gehalt 50 Thlr., Nebeneinkommen 2,60 bis 250 Thlr. nebst freie Wohnung. Qualificirte Bewerber, die mit guten Attesten versehen sind, wollen sich beim Unterzeichneten Vorstand melden. Schlawe, den 13. Februar 1865. Der Vorst and. S. I. Groß. Die hiesige jüdische Gemeinde sucht von gleich einen geprüften Elementarlehrer, von dem gewünscht wird« daß er neben den gewöhnlichen Elementarfächern auch und unterrichtet, und vfferirt ein fixes Gehalt von 300 Thlr., welches durch Ertheilen von Privatstunden und Pensionäre auf mindestens 400 Thlr. zu stehen kommen dürfte. Franco-Osferten beliebe man baldigst an den Unterzeichneten Schulvorstand unter Einreichung der Qualifications-Ätteste zu richten. Ortelsburg, im April 1865. H. Ritterband. I. Flaton. I. Lichtenstein. Die Stelle eines Rabbiners in hiesiger Gemeinde, mit welcher außer den üblichen Nebeneinkünften ein festes Gehalt von 500 Thaler jährlich verbunden ist, soll zum 1. September a. c. wieder besetzt werden. Quälificirte Bewerber, welche neben einem gründlichen talmudischen Wissen auch die akademischen Studien absolvirt haben, wollen ihre Meldungen unter-Beifügung ihrer Zeugnisse bis zum 1. Juni a.c. bei dem Unterzeichneten Vorstande einreichen. — Deutsch-Crone, April 1865. - - Der Vorstand der Synagogen- Gemeinde.

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