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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1865-03-21 · Heft 12 (21.3.1865) · p. Seite 186

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
29 (1865)
Issue
Heft 12 (21.3.1865)
Date
1865-03-21
Page
Seite 186 (sequence 12)
Language
German
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186 d. I. in der Abend-Sitzung der medicknischen Facultät zu Bern einstimmig als ordentlicher Professor an Stelle des nach Zürich berufenen klinischen Professors Birmer, gewählt worden. Amerika. New-Vork, 22. Februar. Die entscheidenden Siege, welche in der jüngsten Zeit die Unionisten davongetragen, lassen uns als den baldigen Erfolg die drei großen Resultate erwarten: den Frieden, die Erhaltung der Union und die völlige Abschaffung der Sklaverei. Als die nothwendige Consequenz geht aber auch die Negeremancipation in der inneren, socialen Beziehung immer mehr vor sich, und es wird hierüber berichtet: „In der socialen Stellung der Neger in den Nordstaaten der Union folgen sich erfreuliche Fortschritte. Nachdem vor kurzem ein Schwarzer als Mitglied des höchsten Gerichtshofes ein geführt worden, hat jetzt der Staat in Washington bei Gelegenheit einer erbetenen Amendirung in den Statuten der hauptstädtischen Eisenbahn-Gesellschaft eine Ctausel eingefügt, daß auf der Linie keine Wagen „für Farbige" laufen dürfen, und ein Gesetzvorschlag des Herrn Wilson aus Massachusetts liegt jetzt vor, durch dessen Annahme die an manchen Orten bisher giltige Praxis, daß für Nichtweiße besondere Plätze auf Schiffen oder in Eisenbahnzügen angewiesen werden, in dem ganzen Gebiete der Vereinigten Staaten untersagt werden würde." — Wir sind zusehr von dem Grundsätze unserer Religion: „Ein Recht und ein Gesetz für Alle!" durchdrungen und kennen die Solidarität aller Menschen zu sehr, um nicht unsere Befriedigung über diese wichtigen Fortschritte auszudrücken. Meriko. Paris, 5. März. Das mexikanische Episkopat hat einen Protest gegen die Anordnungen des Kaisers Maximilian erlassen. In welchem es auch heißt: „In Betreff der religiösen Toleranz sehen wir nichts, was eine solche, wir wollen nicht sagen dringend, sondern selbst entschuldbar erscheinen ließe. Mexiko ist ein ausschließlich katholisches Volk und sein Abscheu gegen die Herrschaft der Toleranz hat sich zu jeder Zeit aufs nachdrücklichste kund gethan." — Hinsichtlich früherer Zeiten mögen die Herren Bischöfe Recht haben. Aber auch der Geist der .Völker ändert sich, und daß die Bischöfe zu solchem Proteste ihre Zuflucht nehmen müssen, ist eben ein Beweis hierfür. A n z e r g e n. Gesucht. Die Gemeinde Belli Israel zu Portland, Oregon, Vereinigte Staaten Amerikas, möchte einen Rabbiner engagiren für den Zeitraum von 5 Jahren, mit einem Gehalte von 3000 Dollar in Goldmünze pro Jahr. Darauf Reflectirende müssen befähigt sein, eine Predigt in deutscher, womöglich auch in englischer Sprache zu überliefern, eine höhere Classe von Schülern hebräisch und deutsch zu unterrichten, auch die Oberaufsicht über die ganze Schule zu übernehmen. Gesuche, mit den besten Empfehlungen, müssen spätestens bis zum 1. Juli 1865 eingesandt werden. Es wäre zu wünschen, daß der Erwählte die Stelle am 20. September 1865 antreten möchte/ Adresse: Jakob Mayer in Portland, Oregon. Inserat. ~~ In der hiesigen jüdischen Gemeinde ist die Stelle als examinirter Religionslehrer, Cantor ünd Schächter, verbunden mit einem festen Jahresgehalt.von 250 Thlr. und den üblichen Nebeneinkünften, welche sich auf mindestens 150—200 Thlr. belaufen, von sofort zu besetzen. Qualificirende Bewerber mit guten Zeugnissen wollen sich unter Einsendung ihrer Atteste mit portofreien Briefen an uns wenden. Für Reisekosten kommen wir nicht auf. — Rosenberg in Westpreußen, im März 1865. Der Vorstand des Synagogen-Bezirks. I. Sandmann. S.N.Jaeoby. A.Wntow. Die israelitische Gemeinde hier sucht zum baldigen Eintritt einen unverheiratheten Lehrer, welcher den Religionsunterricht zu ertheilen und den Gottesdienst zu leisten hat. Offerten unter Beifügung der Zeugnisse nehmen wir franco entgegen und ertheilen auf Verlangen weitere Auskunft. Corbach (Fürstenthum Waldeck), im März 1865. Der V o r st an d. Die hiesige Rabbiner-Stelle, verbunden mit dem Schächteramt, soll zum 1. Juni d. I. besetzt werden. Das Einkommen, beträgt circa 25 Thlr. monatlich. Bewerber müssen persönlich erscheinen. Reisekosten werden nicht erstattet. — Ryczhwol bei Posen, den 28. Febr. 1865. Der Corporations-Vorstand. Israel. *

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