Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 29 (1865)
- Issue
- Heft 3 (17.1.1865)
- Date
- 1865-01-17
- Page
- Seite 43 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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verkommt, ist von diesem Reiche gar keine Rede). In diesem Lande, wo nur Juden wohnen, wird nun ein Telegraph eingeführt; unsere Orthodoxie sträubt sich dagegen, da wir erstens nicht wisien, ob die elektrische Strömung als Bewegung angesehen werden soll, ob diese, im bejahenden Falle, ein ttänbn a« oder sri'nbin ist und ob dann ein Jude Depeschen am Sabbath befördern darf, oder ob nur ein Nichtjude dazu verwendet werden muß. Wir besitzen weder den von Hirsch (welcher au^^erWger anrf heißen sollte) noch die ZukunftsdKgMatik von Herrn vr. Lehmann. Was würden Sie beschlosien haben? Denken Sie nach, denn unsere Entscheidung erhalten Sie erst im nächsten Briefe. Anzeigen. Zum 1. April d. I. wird in unserer Synagogen- Gemeinde die Stelle eines Cantors vacant, der musikalisch gebildet, die Qualificätiou zur nv'n« sowie auch zum Hilfslehrer in der Religionsschule haben muß. Das bestimmte jährliche Einkommen beträgt 50V bis 550 Thlr. Auch wird zum 1. April d. I. die Stelle eines am» vacant, der auch ein tüchtiger Religionslehrer und Hilfs- Cantor sein muß, für welchen das bestimmte Einkommen mindestens 400 Thlr. aufs Äahr beträgt, wobei bemerkt wird, daß der Unterricht in der Religionsschule täglich 1—2 Stunden in Anspruch nimmt. Geeignete Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse portofrei an uns wenden. Reisekosten werden nicht vergütigt. Graudenz, im Januar 1.8.65* Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde« Die Stelle eines y'wi in der hiesigen Gemeinde oder eines tüchtigen Cantors und Schächters, ist mit dem 1. Mai k. I. zu besetzen. Mit dieser Stelle ist ein Gehalt von 200 Thalern und Nebeneinkünften in beinahe gleicher Höhe verbunden. Qualificirte Personen können sich franco bei dem Unterzeichneten Vorstande melden. Exin, im December 1864. Der Synagogen-Vorstand. w Sal. Lewinfohn. Die Stelle des »»» und ^p57a in hiesiger Gemeinde soll von sogleich wieder besetzt werden. Unverheiratete Bewerber, welche msi3> nsrriiö verstehen, wollen sich an den Unterzeichneten Vorstand dieserhalb wenden. Elbing, im Januar 1865. Der Vorstand der Sunagogen-Gemeinde. Die Stelle eines Rabbiners und Predigershierorts ist bald oder zu nächste Ostern zu besetzen. Der Gehalt ist 600 Thlr. und die Nebenrevenüen sind c. 400 Thlr. und dürste diese Stelle in vielen Hinsichten eine recht vorteilhafte zu nennen sein. Qualificirte Bewerber, welche akademisch gebildet und talmudisch befähigt zur Genüge sind, wollen sich baldigst in frankirten Briefen an uns melden. Rawicz, im December 1864. Der Corporations-Vorstand. Offene Stelle in Quedlinburg. Am 1. April d. I. wird die Stelle des Cuttus-Beamten in hiesiger Gemeinde vacant. Dieselbe bringt bei steier Wohnung 150 Thlr. Gehalt jährlich. Nebeneinkünfte sind 70 bis 80 Thlr. Reflectanten, welche als Vorsänger, Schächter und Religionslehrer fungiren können, wollen sich wenden an . den Vorstand der Synagogen-Gemeinde in Quedlinburg a/H. Offene Lehrerstelle. Bei unserer Shnagogen-Gemeinde ist am 1. Juli d. I. die Stelle des Religionslehrers neu zu besetzen. Dieselbe ist mit einem fixen Jahresgehalte von 400 Thlr. dotirt, wofür wöchentlich 17 Unterrichtsstunden zu ertheilen sind. Besitzt der Anzustellende die Befähigung guten Privatunterricht in Elementargegenständen und Sprachen zu ertheilen, so kann ihm ein jährliches Nebeneinkommen von ungefähr 200 Thlr. mit einiger Sicherheit in Aussicht gestellt werden. Erwünscht wäre es, wenn derselbe gleichzeitig die Functionen eines Rabbiners und Predigers zu verrichten im Stande wäre, jedoch ist dies nicht unbedingt nöthig. Qualificirte Bewerber ersucht der Unterzeichnete, ihre Anmeldungen unter Beifügung der Zeugnisse bis zum 1. März d. I. portofrei an ihn gelangen zu lassen. — Reisekosten werden nicht zurückerstattet. Militsch, den 8. Januar 1865. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. B. Stoller. Eine Hilfslehrer-Stelle mit einem jährlichen Gehalte von 100 Thalern und freier Station ist sofort zu besetzen durch vr. S. Reiinemn, Rabbiner. Neuenburg (W.-P.), im December 1864. Zum sofortigen Eintritt wird für die hiesige Gemeinde ein Lehrer gesucht, der zugleich als Vorbeter und Schächter zu fungiren hat; unsere Ansprüche sind so bescheiden, daß sie leicht zu befriedigen sein dürften. Außer freier Kost, freier Wohnung und Heizung ist mit der Stelle ein Fixum von 60 Thlr. verbunden. Bewerber wollen sich gefälligst an den Unterzeichneten Vorsteher wenden. Nienburg a/S. im Hzgth. Anhalt, im Januar 1865. Moritz Mendershausen.