Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 41 (7.10.1862)
- Date
- 1862-10-07
- Page
- Seite 588 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Bestrebungen, sowohl als Vorstand des Schillerfestj ConMs> als auch neuerdings bei Begründung des: deutschen- Hülfsvereinsbei welchem Herr Lassen gleich- ■ falls als Vorstandsmitglied und als Cassirer fungirt. (Der Sohn des ' Herrn Lassen, ein ausgezeichneter Musiker und Cvmponist, ist Capellmeister am groß-, herzoglichen Hofe in Weimar.) Wie man sieht, sind die Juden iu Belgien, in; Betracht ihrer kleinen Zahl, nicht übel daran und; mancher „Jntelligen'zstäat" könnte hier in Belgien noch ein wenig Toleranz lernen! Wenn diese meine Mittheilungen Ihnen genehm sind, so werde ich in meinem nächsten Schreiben über^ die hiesigen Cultusverhältnisse Einiges mittheilen. Die israelitische Gemeinde Aulon (Belgisch-Luxembürg) hat eine Summe von. 11,000 Franken zum Bau einer neuen Synagoge votirt. DSU Frl. Bessie aus Antwerpen sagt man, daß die-' selbe sich gegenwärtig in Amsterdam aufhalte llnd alle ihr dort auferlegten Bußübungen willig vollziehe! Amerika. Chicago, im September. Der „Sirkai" berichtet: Ehre den Juden in Chicago! Unsere Glaubensgenossen in dieser Stadt sind den Israeliten des Landes mit einer. glänzenden patriotischen That vorange- - gangen. Am 13ten August wurde ein Meeting gehalten, wo beschlössen wurde, dass die Juden Chicagos 10,000 Dollars zufammenbringen sollten, um eine Compagnie von 110 Mann auszurüsten, die in das Regiment des Generals Friedrich Hecker eingereiht' 'werden sollte. '; Inzwischen sind bereits über 11,000 Doll, aufgebracht, sowie die Compagnie vollzählig geworden. Ueber die Festlichkeiten bei der Einreihung der Compagnie: in-das Hecker'sche Regiment berichtet die Illinois-Staats- \ zeitung vom 20. August auszüglich. Die israelitischen Damen" übergaben zwei/herrliche Fahnen , wobei denn \ von allen Seiten patriotische Reden gehalten wurden.! Donaufürstenthümer. Aus den Donaufürstenthümern, im September.! (Privatmitth.) . Die jüngst ausgesprochene Autonomie! der Gemeinden hat vorerst eine sehr traurige Wir-! kung; denn mit einem Schlage ist dadurch die Existenz aller auf Bildung berechneten Institute unter den Juden in Frage gestellt. In Galacz wie an den anderen Orten, wo ordentliche Schulen bestehen, ist deren Fortbestehen sehr gefährdet. Die Chassidim und fanatischen Orthodoxen erheben sich gegen sie, und ihre Zahl ist die bei Weitem überwiegende. Ä n $ e i g e t». Bei der hiesigen jüdischen Gemeinde ist die Religionslehrer- und Eantorstelle sofort zu besetzen. Fixirter Gehalt 300 bis 350 Thlr. jährlich. Qualificirte Bewerber, welche beiden Posten genügend vorstehen können, wollen ihre Zeugnisse portofrei an den Gemeindevorstand einsenden. Neustadt O/Schl., im September 1862. Die hiesige Lehrer- und Eantorstelle soll anderweitig besetzt werden und wollen sich Resiectanten in portofreien Briefen an den Unterzeichneten wenden. Hovestadt, im September 1562. Der Synagogen-Vorstands Ein jüdischer geprüfter Lehrer, der Schüler für die mittleren Elasten des Gymnasiums oder Realschule Isten Ranges vorzubereiten im Stande ist, kann sofort hier eine dauernde Stellung bei 15 Schülern mit einem jährl. Gehalte von 360 Thlrn. übernehmen. Reflectirende wollen ihre Zeugnisse franco einsenden, oder persönlich sich vorstellen. Fordon, den 30. September 1862. Heymann Meyersohn. Wir beabsichtigen einen geprüften Religionslehrer und Cantor, welcher möglichst bald eintreten kann, mit einem Gehalt von Thlr. 250. zu engagiren und wollen sich Reflectanten in Franco-Briefen an uns wenden. Geldern (Rheinpreußen). Der Vorstand der SMagogen-Gememde. Ein unverheiratheter Lehrer, 21 Jahre alt, sucht sogleich eine güte Lehrerstelle, am liebsten in einer Stadt, lieber seine Leistungen Folgendes: Derselbe ist ein guter, musikalisch gebildeter Vorsänger, hat eine sehr angenehme, starke Stimme, und kann den.Elementar- und Religionsunterricht, auf Verlangen auch in der französischen Sprache ertheilen, ist im Stande, gute Zeugnisse aufzuweisen; auf Verlangen kann derselbe auch das Schächteramt versehen. -— Resiectanten belieben 'ihre Offerten franco einzüsenden unter der Chiffre N. W. Mainz, im Naffauischen Hof. 1 Schüler des Gymnasiums, der Realschule oder der Maler-Akademie findet Aufnahme bei dem Lehrer Frnnk in Düsseldorf. Näheres auf ftänkirte Anfragen.