Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 40 (30.9.1862)
- Date
- 1862-09-30
- Page
- Seite 574 (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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574 das leider Lei dem größten Theil der Hiesigen Juden der Fall ist. -Die Einigkeit, die stark macht, wäre hier, wenn schon nicht aus dem Gefühl innerer Zusammengehörigkeit entsprossen, was schon schlimm genug ist, der Judenverachtung- und dem Hasse der Nichtjuden gegenüber eine aus Klugheit gebotene Nothwendigkeit. ' Möchten diese wenigen Worte, die aber als charakteristisch in das volle Gewicht fallen, nicht ungewürdigt vorübergehen'. A » j e i gen. In der hiesigen Gemeinde ist die Lehrer- und Cantorstelle vacant und kann sofort besetzt werden. . Gehalt bei freier Wohnung und Heizung 220 Thlr. Reflectanten wollen sich gef. melden bei dem Vorsteher Uedem, den 1. Septbr. 1862. M Devries. Zum 1. November b. I. ist die hiesige Cantor-, Schächter- und Lehrerstelle mit einem Einkommen von 300 Thlrn. vacant, wozu sich Reflectirende baldigst bei dem Unterzeichneten Vorstande durch Einsendung der Zeugnisse^melden wollen. Tempelburg, den 5. September 1862. M. Borchardt. Die seit Mehreren Jahren hier erledigte' Stelle eines Rabbiners und Predigers, mit welcher täglich einige Stunden Unterricht an der hiesigen israelitischen Stadtschule und ein Einkommen von 500 Thalern verbunden ist, soll baldmöglichst wieder besetzt werden. Qualificirte Bewerber werden ersucht, sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse über rabbinische und akademische Ausbildung beim Unterzeichneten Vorstande zu melden. Märkisch Friedland, den 4. Semptember 1862. Der Vorstand der Synagogen- Gemeinde. Inserat. Durch Umgestaltung der hiesigen einclassigen öffentlichen jüdischen Elementarschule zu einer zweiclassigen soll die erste Lehrerstelle mit 230 Thlrn. sir. Gehalt nebst freier Wohnung und 150 Thlrn. für Ertheilung des hebräischen Unterrichts sofort, spätestens aber bis zum Isten Januar 1863 besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Beifügung ihrer Zeugnisse schleunigst bei uns melden. Es wäre wünschenswerth, wenn die Bewerber gleichzeitig Talmudisten wären. Dt. Crone, den 22. August 1862. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Bei der Hiesigen jüdischen Gemeinde ist die Religionslehrer- und Cantorstelle sofort zu besetzen. Fixirter Gehalt 30.0 bis 350 Thlr. jährlich. Qualificirte Bewerber, welche beiden Posten genügend verstehen können, wollen ihre Zeugnisse portofrei an den Gemeindevorstand einsenden. v Neustadt O/Schl., im September 1862;;;: Än meinem seit Jahren bestehenden Pertstvyate finden zu Michaelis noch einige junge Mädchen Aufnahme. Gütigst empfohlen durch den Pred. Herrn vr. Sachs und durch den Sanitäts-Rath Herrn vr. Berend. Berwittw. Vr. Cohn, geb. Levin, Berlin. Oranienburgerstr. 5. Sgjgg5* Pensions - Anzeige. °ZLL Ein oder zwei Knaben, welche die hiesigen Lehranstalten (Gymnasium-, Gewerbe-, Real-Schule) besuchen wollen, finden bei dem Unterzeichneten unter sorgsamer Pflege und Aufsicht eine gute Pension, Halberstadt, den 10. September 1862. Sregwund Glkan. Pension in Berlin. In meinem Pensionat finden einige Knaben oder junge Leute neben angenehmer Häuslichkeit vortreffliche Gelegenheit zur praktischen Ausbildung in der englischen und französischen Sprache. I. Morris, Sprachlehrer, Molkenmarkt 7. Israelitische Lehr - und Erziehungsanstalt von Albertine Friedlein geb. Selberg in München. Da Erziehungsanstalten für Töchter gebildeter israelitischer Stände immer mehr zum Bedürfniß werden, so habe ich mich, durch wiederholte Aufforderungen ermuthigt, dazu entschlossen, eine derartige Anstalt zu gründen, welche am 20. Oktober dieses Jahres ins Leben tritt. Der Religionsunterricht wird von dem Prediger der israelitischen Gemeinde dahier ertheilt; was die anderen Unterrichtsfächer betrifft, so kann ich durch umfassendes Eingehen auf die Anforderungen unserer Zeit und anerkannt tüchtige Lehrkräfte mein Unternehmen den besten in anderen Confesstonen bestehenden zur Seite stellen. Mein Hauptaugenmerk wird darauf gerichtet sein, dem Pensionate ganz den Charakter des Familienlebens zu verleihen, und auch außer der Unterrichtszeit durch erprobte weibliche Leitung auf die mir anvertrauten Zöglinge' zu wirken. Auch in physischer Beziehung kann ich-meinen Zöglingen alle Vortheile bieten, die eine schöne geräumige Wohnung, reichliche und gute Kost bei aufmerksamer Pflege in sich vereinen. Programme, welche alle Details enthalten, werden auf Verlangen den verehrten Eltern zugestellt.