Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 37 (9.9.1862)
- Date
- 1862-09-09
- Page
- Seite 527 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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großen ^Zarenreiche, Mit seinen eigenen Gesetzen, mit seinen verjährten Rechten, und will nichts von den zeitgemäßen progressiven Bewegungen im'ganzen Reiche wissen, nichts von dem durch Regierung und Regierten überall mehr und mehr erweiterten und zur Geltung gelangenden Menschenrechte, am allerwenigsten aber ein Haar breit von seinen ererbten Monopolien zu Gunsten einzelner oder gar ganzer Volksstämme ablassen. — Wir erwarten nicht, daß diese unsere Worte auf die bestehenden Verhältnisse irgend welchen Einfluß zu Gunsten der bedrückten Unschuld ausüben möchten, trösten uns jedoch mit der Hoffnung, daß der Wille des allmächtigen Beschützers der Unschuld, der sich in den humanen Gesinnungen und zeitgemäßen Unternehmungen seines Gesalbten auf so unverkennbare Meise kundgiebt, ferner der gewaltsam fortreißende Strom des Zeitgeistes auch diese morsche Scheidewand, .welche der weniger religiöse als vielmehr egoistische Fanatismus zwischen Mensch und Mensch und Bruder und Bruder, aufgeführt, Mer lang öder kurz über den Haufen werfen und Menschenrecht und Nächstenliebe — die .einzigen Grundlagen aller offenbarten Religionen und der einzige Zweck aller menschlichen Institutionen sich auch hier Bahn brechen und zur wahren Geltung gelängen werden, indem Hoch und Niedrig, Reich und Arm zur wahren Erkenntniß Gottes und seines Millens gelangen- und mit dem Propheten ausrusen werden : „Haben wir nicht Alle Einen Gott, Vater? hat nicht Ein Gott uns geschaffen? warum sollten wir treulos handeln Einer gegen den Andern, und ent weihen den Bund unserer Väter?!" A «; e » gen. Inserat. '; . Durch Umgestaltung der hiesigen einclassigen öffentlichen jüdischen Elementarschule zu einer zweiclasstgen soll die erste Lehrerstelle mit 230 Thlrn. fir. Gehalt und 150 Thlrn. für Ertheilung des hebräischen Unterrichts sofort, spätestens aber bis zum 1. Januar 1863 besetzt werden. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Beifügung ihrer .Aeugm'U'schleunigst "bel' unS melden. , Es wäre wünschenswerth, wenn die Bewerber gleichzeitig Talmudisten wären. Dt. Crone, den 22. August 1862. . Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. Die Lehrerstelle äst 'der' hiesigen jüdischen Elementarschule, mit welcher ein jährlicher Gehalt von'250 Thlrn. und freier Dienstwohnung verbunden, ist vacant. Bewerber haben sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse schleunigst bei uns postfrei zu melden. Schönlanke, den 18. August 1862. Der jüdische Schulvorstand. I. S. Cohn. Michelfohn E. Bapt. Bacanz. Die Stelle eines Religionslehrers, Cantors u. Schächters bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde ist vom Isten April 1863 zu besetzen bei einem'festen Gehalt von Dreihundert Thalern und Nebenäceidenzien.' Qualificirte Bewerber wollen unter Einreichung ihrer Zeugniffe sich portofrei an uns wenden. - Insterburg, 21> August 1862. Der Vorstand berr'S$ha909enVWmeinbe. Jfgv Zu ■{■nun rn soll die Stelle eines Religionslchrers, Vorbeters und Schächters bei hiesiger Gemeinde besetzt werden, und wollen sich Reflectantem baldigst beim Unterzeichneten melden. Malchow, den 22, August 1862. . Der Vorst and. Marcus M.Löwenthal. Zum bevorstehenden Rosch-Haschanah suchen wir einen Vorbeter, der an beiden Festtagen die Mussaph-Gebete (Minhag Aschkenesis) übernehmen soll. Resiectanten wollen sich schleunigst melden dem Vorstande der hies. israel. Gemeinde Gustav Epstein. . Gernrode a/>H., 3. September 1862. Bei der hiesigen Gemeinde findet zum Isten Januar oder zu Ostern ein Religionslehrer, Vorbeter und Schächter Engagement. Salair 100 Thlr., Schächtgebühren, freien Mittags- und Abendrisch nebst eleganter Wohnung. Bewerber können ihr Einkommen durch Privatunterricht vergrößern-: und belieben u durch EiirftudUng ihrer Zeugniffe oder persönliche Meldungen sich an den Unterzeichneten Vorstand zu wenden. * " Goldberg in Mecklenburg. S. Bernhard V a e a n z. .Die Stelle eines Cantors, Religionslehrers u. Schächters, welche mit einem jährlichen Gehalte von 3—400 Thlr. dotirt ist, soll zum Isten Januar 1863 oder nach Uebereinkommen sogleich in hiesiger Gemeinde vergeben werden. Resiectanten, ersuchen wir, . unter Einreichung ihrer Qualifications-Atteste sich portofrei oder persönlich bei uns zu melden. 'Reisekosten werden nicht vergütigt. Münsterberg in Schlesien, den 26. August 1862. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde.