Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 26 (24.6.1862)
- Date
- 1862-06-24
- Page
- [Seite] (sequence 1)
- Language
- German
- Belongs to
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26. Jahrgang. Allg e Hl eine Zeitung -es Zudenthums. '//■; '7 7 7 7 Ei» - unparteiisches Organ für alles Wische Interesse« Herausgegeben von - Rabbiner L-r. LudwiK Philippson in Bonn. Leipzig, den 24. Juni 4862. Dürfe Aeitnus erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, in 1 */a bis 2 Bogen. Preis deS Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig l Thlr. 15 Ngr. Birrteljährig 22 '/a Ngr. Inserate werden mit l'/ri Ngr. für die Pctitzeile oder deren Raum berecknet. Beilagegebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr., für '/t Bogen 3 Thlr., für V< Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitnngs. Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptexpe« ditivn für beide Letztere hat sich das König!. Sachs. Haupt «Zeitungs« Bureau hier unterzogen. I n - alt. Leitende Artikel: Der Verein zur Bekämpfung der Blutbeschuldigung.— Die Emancipation in der Schweiz. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: Deutschland: Karlsruhe, Altona, Mainz. Preußen: Aus der Mark, Essen, Kurnik. Oester r ei chischer Kaiserstaat: Kronstadt, Raab. Frankreich: Paris, Metz. Correfpondenz: Ueber Zweck und Behandlung der Bibel in den Schulen. Von Moses Mannheimer. Leitende Artikel. Bonn, 15. Juni. Der Verein M Bekämpfung der Blulbeschuldignng. Wir haben vertrauensvoll unsere An- und Absichten den Lesern dieses Blattes hinsichtlich des wichtigen Gegenstandes, den unsere Überschrift nennt, dar und ans Herz gelegt. Wir wollen erst in deren Kreise einen genügenden und festen Mittel- und Kernpunkt finden, bevor wir weiter nach außen gehen. Wir erwarten zustimmende Zuschriften und Beitrittserklärungen. Wir erwarten sie, weil wir im und zum Beginne eines Werkes zuvor die freie Aeußerung des Anklangs, den es findet, lieben, nicht aber erst eine gewisse Nöthigung durch persönliche, unmittelbare Aufforderung. Auf diese Weise ergiebt es sich am besten, ob. eine Idee lebensfähig ist, und auf eine dauernde Wirksamkeit rechnen könne. Wir wissen, daß wir uns; nicht getäuscht finden werden. Wer hätte je vergebens an das - jüdische Her; appellirt, sobald es gilt. Unschuldig -Verfolgten zuHülfe zu eilen und den Schmähern unserer Religion und unseres Stammes energisch.entgegenzutreten? Man hat unsere Religion der-Molochsopfer beschuldigt, man hat unfern Stamm unter die Kannibalen geworfen; Männer, aller Scham entblödet, Männer mit der ehernen Stirn, der Frechheit, sprechen -reist und ungestraft diese Blasphemie aus, und der^ plünderungssüchtige Pöbel glaubt sie, um sich zu Todtschlag und; Raub berechtigt zu wähnen. Nein! nicht zu reinigen brauchen wir uns von dieser Beschuldigung,, nicht ihr zu widersprechen und sie zu widerlegen — dazu ist -sie zu widersinnig und 7 unverschämt wohl aber uns vor ihr zu schützen und die falschen Ankläger und^Zeugen zu bestrafen! Dazu wollen wir Kräfte und Mittel vereinigen! Und wie gesagt, glaube nur Niemand sich vor diesem und ähnlichem Ungethüm sicher -^-Vorgänge an.den verschiedensten Orten zeigen, daß. es überall wühlende Maulwürfe giebt/ und sich nichts schneller verbreitet, /als ein übles: Gerücht UKb: schwarze >. Verdächtigung. ^77^-7 - Es ist eine allgemeine Ehrensache/ daß dieses'-Gespenst ans immer, verschwinde -- es - ist das Interesse und die . Pflicht jedes Einzelnen, dazu Leizutragen!