Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 22 (27.5.1862)
- Date
- 1862-05-27
- Page
- Seite 293 (sequence 13)
- Language
- German
- Belongs to
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HM -yicht, ob M;pdch ohne Befehl der Pforte, aber?r»r gezeichnete Rabbine wurde arretirt. In Folge dttsei ErerWe fänb'eine Kabbineuversammlung zu Has-Äeüh statk^p zahlreiche Bannstrählen wurden gegen eine Menge vv^ Personen geschleudert. Befehl wurde an alle Israeliten schellt, sich, unter Androhung des Bannes, am folgendem Freitag nicht an ihre Geschäfte zu begeben, sondern dähin zu kommen , wohin ihre Häuptlinge' sie berufen würden, um ihnen Instructionen mitzutheilen. Geldsummen wurden sogar an einige Unglückliche vertheilt, damit NieMqnd einen Vorwand habe, den Aufforderungen der Rabbineu nicht zu gehorchen. Am Freitag würde der Sultan,' als er sich in die Moschee Eyoub begab, von einem furchtbaren Geschrei von Männern, Frauen und Kindern empfangen, welche-Gerechtigkeit gegen das willkürliche Verfahren des Consistorialpräsidenten verlangten^ Der Sultan, nachdem er lich Rechenschaft über die Ursache dieser Bewegung hatte "geben lassen, befahl, daß,der ärretirte Rabbine vorläufig bis nach der definitiven ^Entscheidung der Angelegenheit freigelassen werde. Der Rabbine; wurde im Triumph nach der Shnag oge geführt, wö seine Freilassung der Gegenstand von Danksagungen und aller Arten Manifestationen wurde. Am darauf folgenden Sonntag richtete der Großrabbine ein langes Memoire an die Pforte, in welchem alle Streitpunkte mit großer Genauigkeit aufgestellt waren, und verlangt Würde, daß die Regierung intervenire, um die Unsinnigen, welche in solchem Grade alle ihre Pflichten verkannten, und die Unordnung und den Scandal hervorriefen, wieder unter die rechtmäßige Behörde znrückzubringen^ Am selben Tage stellten sich eine gewisse Anzahl Individuen bei dem Großrabbiner ein, ihn auffordernd, in Has-Keuh vor der Versammlung der Rabbinen zu erscheinen, wenn er sich nicht von seinem Amte entsetzt sehen wolle. Der Großrabbine gab diesen Drohungen ckeine Bedeutung und verabschiedete in schroffer Weise seine verwegenen Besucher. Äuf diesem Punkte befindet sich jetzt diese Angelegenheit, und man erwartet die Entscheidung des großen Justizrathes, der durch den Großvezier und durch Aali-Pascha Kenntniß. von der Streitfrage erhalten hat, eine Entscheidung, die zweifellos der Gerechtigkeit und den liberalen Grundsätzen entsprechen, wird, welche die Räche des Sultans erfüllen. ■ A « z e t g e «; Vom erste« Mai v. an nehme ich meinen Wohnsitz in Bonn am Rhein (Maarflach lit. 6. No. 131b.), und bitte ich von dieser Zeit ab alle Briefe an mich' dorthin zn adressirc». vr. Ludwig Philipps»«. ' ' Die hiesige Lehrer-, Cantor- und Schächterstelle, verbunden mit einem festen Gehalte von 250 Thlrn. und dem Einkommen der Schechita von circa 100 bis i&O Thlrn., ist sofort zu besetzen. Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einreichung ihrer Zeugnisse bis zum Isten Juni s. e. bei dem Unterzeichneten Vorstande persönlich oder schriftlich melden. Greifenberg in Pommern, den 8. Mai 1862. Der Vorstand Der SsnaFoSM^GemeinLe: Die hiesige israelitische Gemeinde wünscht einen uNverheiratheten Lehrer und Cantor zu eugagiren, Firer Gehalt 250 Thlr. jährlich nebst freier Wohnung und Heizung. Der Antritt nmß spätestens am Isten Octöber dieses Jahres erfolgen, kann aber auch früher stattfinden. Hierauf Reflectirendehaben sich franco an Unterzeichneten zu melden und ihre Zeugnisse beizufügen. Duisburg, 13. Mai 1862. Der V o r st a n d s - C o m m i s s ä r G. David. Eonmrrenz-Eröffnung. Seit dem 1. April d. J^ ist die Stelle eines Religionslehrers und Vorbeters bei der hiesigen Rcligionsgemeinde vacant. Verbunden mit einem fixen Jahrgehalt von Fl. 300., 3 Stecken. Vuchenscheitholz zur Heizung des Schullocals, freier Wohnung und einem Bett, bietet diese Stelle noch außerdem Gelegenheit zu einem Nebenverdienst von Fl.' 60. bis 80. pro Jahr. Concu'rrcnzfähige Bewerber wollen sich ' innerhalb 6 Wochen unter Anschluß ihrer Zeugnisse portofrei an den Unterzeichneten meldem Gladenbach (im Großherzögthüm Hessen), den 4ten Mai 1862. Der Vorstand der israelitischen Religionsgemeinde daselbst. Mit dem Isten September, dieses Jahres wird die hiesige Lehrer- und Cantorstelle vacant, mid soll gleich wieder besetzt werden, Bewerber wollen sich gütigst au den Unterzeichneten wenden. Uedem am Niederrhesn, fin Mai 1862. -. M. Devries, Vorsteher.