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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-04-08 · Heft 15 (8.4.1862) · p. Seite 189

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 15 (8.4.1862)
Date
1862-04-08
Page
Seite 189 (sequence 17)
Language
German
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189 Beim Unterzeichneten ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zu beziehen: ,. . v . < :&>'in-f Praktische Aufgaben zum Gebrauche beim Unterrichte in der Wraische» . Sprache vo« I. M. Japhet. Mit der Approbation des Herrn Rabbinen S. R. Hirsch. Erste Abtheilung. Preis: 2t.Tr.--- 6 Sgr. Dieses Schulbuch, welches der. jüdischen Lehrerwelt von dem mit.den didaktischen Schwierigkeiten eines der wichtigsten Unterrichisgegenstände wohlvertrauten Verfasser hierdurch gereicht wird, vereinigt mit prägnanter K ürze den Vorzug einer ausführlichen und erschöpfenden Behandlung.des Gegenständes.' Was den Werth' und die Brauchbarkeit des Werkes noch erhöht, ist das demselben beigesügte v o l l st a n d i g e V o c a b u l a r i u m über das i ste Buch Moses, welches nach Haupt-, Zeit-, Eigenschaftswörtern und Partikeln abgetheilt ist. Ich habe gleichwohl, um die Anschaffung und Einführung in Schulen zu erleichtern, den Preis sehr mäßig gestellt und die Bestimmung getroffen, daß die (demnächst erscheinende) zweite Äbtheilung für Oberclassen ebenfalls einzeln abgegeben wird. Frankfurt a/M. I. Kauffmann. > Stralsund, 24. März 1862. An die löbl. Re-aetion. Im Jüdischen Anzeigeblatte No. 11. veröffentlichten Sie meine Anfrage : ob eS nicht zweckmäßig wäre, eine Shnodal-Versammlung zu veranlassen. Sie sprechen sich dagegen aus und . meinen, jedes Individuum muß sich nach dem Resultate der wissenschaftlichen Forschung und jede- Gemeinde nach der; mehr fortgeschrittenen richten. Hiermit kann ich mich durchaus nicht einverstanden: erklären und bin.der. Ansicht, wenn die Resultate der früheren Rabbiner-Versammlungen auch nicht so sehr ins Auge fallend, gewesen, diese doch die Gemeinden aus ihrer Lethargie aufgerüttelt und die Veranlassung gegeben zu manchen Verbesserungen in den Gemeinden.; Würde jetzt -eine Synodal - Versammlung stattfinden/ so würden die Resultate gewiß, größer sein, da der Sinn für Reform und Verbesserung im Cultüs allenthalben sichtbarer hervorttitt/ und das Bedürfnis einer andern : .Gebetorduung. ,worE die Erwähnungen.^ über VUerperhältnisse^ die -allzu große -Sehnsucht nach Zion und: die M vielen Wiederholungen fortfallen. I Würde inan; jedem Änhividuum . oder jede Gemeinde öhne weitere Anregung ihren Gang Hetzen lassen, so würde der Indifferentismus immer -weiter i umsich > greifen', und die .grössere AnzahlÄer Bekenner'der. mosaischen Religion wären nur Israelilew dem Namen naw Maw muß/ nur- Mchtden Muth sinken lassen und suchen entschieden , vorzugehen; werden denn auch vorerst keine großen praktischen Eroberungen gemacht, so doch wirkliche moralische Eroberungen: Hiernach richte ich nochmals die dringende Bitte an die Herren Rabbinen, die entschiedene Reform im JUdenthume zur Klärung und 'Läutttüttg^öw HM Schlacke'nt die, Hand nehmend zu wollen. ^''r ' Wie wäre es, wenn sowohl Gelehrte wie Laien einen: Verein begründeten a) zur Reform im Judenthume durch Wort und That, b) zur Bekämpfung des Rischüs allenthalben, wo es sich sindet. Es sollte mich sehr freuen, hierzu Anregung gegeben zu haben, und wäre wohl eine nähere Besprechung in der Zeitung des Iüdenthums erwünscht. " ' .. .tj" Moses L.' Jspael in S t r a l s u n d. Zur Avwehr. So tief auch die von Herrn Fried mann, Ober- Cantor der Pesther israelitischen Gemeinde, mir im dortigen Gotteshause zugefügte Beschimpfung mich ergriffen, und bis in die innerste Seele erschüttert hat, so glaubte ich dennoch einerseits die Ehre des Judenthums vor öffentlicher Verhöhnung zu bewahren, und anderseits meiner dem ehrsamen Pesther, israelitischen Vorstande gege-, benen Zusicherung, den Cantor Friedmann nicht gerichtlich belangen zu wollen, es. schuldig zu sein, meine Erbitterung niederzukämpfen und vor jeder öffentlichen Darstellung des Vorfalles mich zu enthalten. Ich hätte daher auch geschwiegen, wenn erwähnter Herr, um sich.von dem Vorwurfe einer unter allen Umständen strafwürdigen. Entweihung des Gotteshauses zu reinigen, in den öffentlichen Blättern den Sachverhalt anders dargestellt hätte, als er wirklich war. Da aber Herr Friedmann, wahrscheinlich gestützt auf meine gegebene Zusicherung, noch die. Frechheit hat, in seiner in den- „Neuesten Nachrichten" No. 61, und in der „Allgem. Zeitung des Judenthums" No. 12 abgegebenen Erklärung mich als einen Menschen hinzustellen, der wegen religiöser und moralischer Unverläßlichkeit nach unfern religiösen Vorschriften zum Amte eines' 2ten Cantors unwürdig sei, so bin ich es sowohl meiner eigenen Ehre, als ' auch der meiner Gemeinde, in welcher ich ein ähnliches Amt, wie Herr Friedmann in Pesth bekleide, schuldigalle obwaltenden Rücksichten fahren zu lassen.- Ich halte mich daher von ' «einer dem Pesther Vorstände gegebenen Zusicherung entbunden, Und indem ich mir Vorbehalte, Herrn Friedmann wegen des zwiefachen und wieder erneuerten Schimpfes gerichtlich: verfolgen zu lasse erkläre ich hiermit, daß Herr 'Friedmann den Sachverhalt entstellt und lügneri-- scher Weise dargestellt habe; denn ' l) ist es eine grobe Lüge, daß Herr Fr. mich nur wegen meiner Kühnheit, auf das Amt zu candidiren, ei n f ach zur Rede ge st etlt habe; vielmehr war sein erstes Wort an mich eine arge B e s ch'i in p f u n g . meines Charakters, die um so ungerechtfertigter war, als S er ja, wie er selbst sagt, durch seine Änschwärzung bei Sr. Ehrwürden, dem Herrn Oberrabbi und einem der Herren Vorsteher die Sistirung meines Probevortrages : schon, bewirkt hatte. Herr Fr. hat also schon durch seine - ohne allen nöthigen 'Grund ausgestoßene Beschimpfung j meiner Person die heilige Stätte verletzt und war er die ■ Veranlassung, dass i ch S chimpf mit Gegenfchimpf bezahlte. " ' 2) ist es ferner eine Lüge^ daß der skandalöse. Auftritt in einer zur Garderobe führenden Loge stattfand.

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