Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 14 (1.4.1862)
- Date
- 1862-04-01
- Page
- Seite 170 (sequence 14)
- Language
- German
- Belongs to
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170 Ein musikalisch gebildeter Cantor, der .einen Chor zu leiten im Stande ist und zugleich die Functionen eines Baal Kore unb Schächters übernehmen kann, findet zum Isten Juli a. c. auf drei Jahre eine Anstellung bei der hiesigen Synagogen-Gemeinde. Der Gehalt beträgt 24V Thlr, pro anno, und die. betreffenden Emolumente belaufen sich auf ca. 180 bis 240 Thlr. pro anno. Qualificirte Bewerber haben ihre Gesuche portofrei an den Unterzeichneten Vorstand einzureichen. Reiseenrschädigungen zur Abhaltung einer Probe-Lection werden nicht gewährt. Lublinitz, den 20. März 1862. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. IZr. Ikosenthal. Durch den Tod unseres Lehrers und Cantors Bonn ist die hiesige Stelle erledigt und sobald als möglich, spätestens aber bis zum Isten October a. c. wieder zu besetzen. — Qualificirte Bewerber (unberheirathete erhalten den Vorzug) wollen sich unter portofreier Einsendung ihrer Zeugnisse baldigst melden. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde zu Ahlen. A. Alsberg. Da die Lehrerstelle an der jüdischen Gemeinde-Confessions-Schule zu H o p p st ä d t e n, mit welcher ein fester Gehalt von 150 Thlrn. nebst freier Dienstwohnung und Feuerung oder einer desfallsigen Geldentschädigung, sowie Anspruch auf demnächstige Alters-Zulagen und Pension verbunden ist, erledigt ist, so werden diejenigen jüdischen Schulamts-(Kandidaten und Lehrer, welche sich um diese Stelle bewerben wollen, hierdurch aufgefordert, ihre Gesuche mit den Zeugnissen über ihre Befähigung und über ihr sittliches Betragen bis zum 10. April d. I. hierselbst einzureichen. Zugleich wird bemerkt, daß dem anzustellcnden Lehrer für den von ihm mit zu übernehmenden Dienst des Vorsängers und Chorleiters in der zu Hoppstädten befindlichen Synagoge eine jährliche Vergütung von 90 Thlrn. und der Bezug einiger Casualgebühren von der Synagogen- Gemeinde zugesichert, auch wenn derselbe zum Spielen des Harmoniums in der Synagoge befähigt ist, eine weitere Vergütung von 25 Thlrn. aus der Syuagogen-Kasse in Aussicht gestellt ist. Birkenseld, 18. März 1862. Großherzoglich Oldenburgische Regierung des Fürstenthums Birkenseld. A v. Finckh. Bartel. Die israelitische Gemeinde hierselbst sucht noch zum bevorstehenden Ostern oder Johannis einen Religionslehrer, Vorbeter und Schächter, und wollen reflectirende Herren sich recht bald an Unterzeichneten wenden. Cröplln (Mecklenburg). Z. Levetzotv. Zu Mai d. I. ist die hiesige Stelle eines Cultusbeamten neu zu besetzen. Gehalt 150 Thlr. Firum, Nebeueinkommen mindestens ebenso hoch. Bewerber, die auf einem preuß. Seminar geprüft, und gleichzeitig die Schechita versehen, können ihre Zeugnisse portofrei eiusenden. Tiegenhof bei Danzig. Der Vorstand der jüdischen Gemeinde. S. Biow. I. Goldberg. Frankfurt am Main. Pensions-Anstalt von vr. M. Hirsch. Allen Eltern, welche ihren Söhnen eine gründliche, real-wissenschaftliche und religiöse Bildung gewähren wollen, hält sich diese Anstalt bestens empfohlen. — Vorwaltende Rücksicht auf die Ertüchtigung für den kaufmännischen Beruf. Sämmtliche Lehrgegenstände. eines Handels-Instituts. Deutscher Styl und Literatur. Französ. und engl. Korrespondenz und Conversation (durch steten Verkehr mit Zöglingen aus Frankreich rc. gefördert). Arithmetik, kaufmännisches Rechnen, Geometrie, Geschichte, Geographie, Handelsgeographie, Naturgeschichte, Physik, Technologie, Kalligraphie, Zeichnen, Buchhaltung. Gleichzeitig gründlicher jüdisch-religiöser Unterricht, Bibel mit Commentar, Mischnah, dazu Befähigte Talmud. — Auf Verlangen Unterricht in den klassischen Sprachen zur Vorbereitung für die Prima des Gymnasiums. — Liebevolle Behandlung, gewissenhafte Sorgfalt für körperliche Pflege. Preise mäßig. Referenzen: In Frankfurt a. M. die HH. Freiherr W. C. v. Rothschild, Gebr. Baß, I. I. Weiller Söhne, B. M. Kann, Läon Dyer; in Berlin: Herr A. H. Heymann; in Amsterdam: HH. Holländer u. Lehren, Jnspect. gen. Br. Mulder; in Wien: Herr Anton Bing; in Paris: Herr Josef Blumenthal; in London: Oteü. ,Dr. Kalisch, Pimlico 1., Emanucl Deutsch, Brit. Museum, Rev. vr. Benisch; in New-Uork: Rev. vr. Raphael; in Philadelphia : Rev. Jsaac Leeser. Auch wird Herr Rabbiner Hirsch die Güte haben, nähere Auskunft zu ertheilen. Prospekte und jede nähere Auskunft ertheilt bereitwilligst I*r. M. Hirsch. In dem von der Großherzoglichen Oberstudiendirection concessionirten Israelitischen Lehr- und Erziehungs - Institute zu Pfungstadt bei Darmstadt beginnt das Sommersemester am 27. April. — Anmeldungen von Zöglingen wolle man gefälligst baldigst an den Unterzeichneten richten, der auch gern bereit ish jede gewünschte Auskunft zu ertheilen. Dr. G Jo«l, Direktor.