Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 26 (1862)
- Issue
- Heft 3 (14.1.1862)
- Date
- 1862-01-14
- Page
- Seite 36 (sequence 12)
- Language
- German
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Juden-befchräMMöttUlOttühÄS-eKMuAM Ldschließen möchte. Der Regierungsrath geht hierbei im Wesentlichen vom ffolgeNdew-Bettachtiktigen Hüs-/ ,-Die rechtliche! Sonderstellung, l -rv - JUdenNstiür Widerspruch nicht nurmitwer Glaubensfreiheit, « sondern s. auch mit dev«Rechtsgleichheit,! -i also« mit >' Gründsätzen; t welche in jcivilisirten Ländern-: als ■ Grundpfeiler der ' staatlichen Ordnung : geltettHnd Welche zumal inrepublikanischen Freistaaten zur> vollen Und' > unbedingt ten Anerkennung gebracht werdensollten. - AusriahnM hiervon! lassen sich immerhinÄurldalrechtfertigenwö höchst dringende politische Gründe,: Namentlich Rücksichten . für das! geistigesittliche und materielle Wohl des Volkes solche.erheischen. ■ . - ‘ .'ü --Diejenigen Gründe, welche früher die Ausnahmsstellung der' Juden -hervorriefen, haben im Laufe der «Zeit größtentheils ihre Bedeutung' verlorene > Am wenigsten kann die - Religion dieses Volkes- 'ivelche/im: Mittelalter das Hauptmotivl ihreriVevfolgung! und Zürücksetzung-w'ar, gegenwärtig Mehr, .einen Mund hierfür bilden.^ —- Der Bericht endet: .nirvZ .tourrn »rrvi Mit! der den i Juden günstigerem Entwickelung! 'der Gesetzgebung ging einedenselbengeneigtere- Volksftim--' mung Hand in Hanch- oder vielmehr-« es war jene eint Ausfluß dieser, gemäß demim conftitutionellen Staatsrechte geltenden Grundsätze, daß zwischen der Gesetzgebung und dem Voltswillen möglichste Übereinstimmung herrschen solle. Das. aklmählige Verschwinden der Abneigung gegen die.Juden und' die sich immer mehr verbreitende Ansicht, daß- .die Zurücksetzung derselben des modernen Staates -unwürdig und nicht mehr haltbar sei, ist zunächst der. zunehmenden Volksbildung und dem stärker gewordenem Merechtigkeits - und Humanitätsgefühle zuzuschreiben.- -Allein es darfhierbei! auch nicht verschwiegen '!werden, daß die Juden - selbst zu der ihnen günstigergewordenen Volksstimmung> das Ihrige beige--' tragen haben.! - Es' hat nämlich -die Erfahrung gezeigt, daß! die Befürchtungen vor den -Nachtheilen der Ver-- bessernng der. Lage der Juden, welche Viele hätten- : nichtbegründet wären^ - In' dieser Beziehung ist ganz; besonders. hervorzuheben das durchweg, gute 'Verhalten der-' jenigech Judenfamilien, .welchei iimi iCgntön.'Zürich/ Me-! derlassung gesunden. -haben/Sodann sind^waDderü Mm.' Ptzri JttLew llM DÄMHGnM WM üäch^mänchM-BevichteNl'von Wischest lHänMW nicht mit 'der WüstschhärM Ehrlichkeit betrieben;^Mern Wall gießt zu,udaß in - dtLsed -MziehMg" zwischen- Juden And Ehristen kein-exheblichedUnterschiedbeinerkbärsei.' Jm- -WettMtlPttdidie KlSM« über düs Mcherhäfte-Dreiben der Juden- und den« - gefährlichen Wechselverkehr derselben bei - Weiteni! nicht «mehr '-so ^häuM' und" starke wie früher/ ,--Dagegdü'!ist es'-richllg-i däßmdch immerdine Clässe von Juden, die? sogestäüntM SchacherMen,- in den nördlichen Grenzbezirken -des -Cantons einest - der Bevölkerung nachtheiligen und lärgerlichest« Verkehr'- treibt.«- Es-ckann nicht'Gestritten werden^ daßWieleJuden-HättteineM ordentlichen Erwerbe nüchzug'ehenvaslSchächer-rmnd Geldgeschäft in tadelnsujertherWeise betreiben, indem sie sich' bemühen-- -mit dem« ärmerwAnd-im« Nothstande befindlichen Theile der! ländwirthschastlichest Bevölkerung inj Verkehr zull treten.Und dieselben in « ihrewseigenen «Nsttzenauszubtzuten:> - AlleindiesesAstehrliche-Gewirbe - einer An-- zahl von!Juden kann keindn Gruttd/niehr dafür abgeben-7 dÄs!lganze,Wölkwerselbenaußer das: allgemeine Ge-' sch - zu«Hellen! jundäMe!/-'die^Ehrllchen^wie!'die- Unchrlichen^M Verkehre. M beschränken/--Diese Maßregel ist nicht - nur eine Angerechte -i sostberst auch eine! verkehrte und «nutzlose/ uDre Schacherjuven werden durch die he-- stehenden, die Juden betreffenden Rechtsbeschränkungen im Mindesten nichtz -gehindertihr Gewerbe im Canton zu betteiben und daraus schönen Nutzen zu ziehen. Im Uebrigem wurvestngerade!' deswegM/MitlManwMJuden Wie Wetreibung ordentlicheriBerufsartett-^p B» ber? Landwirthschaft>und des Handwerkes, stnniögllich - machtet dazu getrieben,! sich-auf-den HmldÄl^undiwasNGeldge--! schäft zu Wersen und auf diesem Wege ihr Auskommen zu suchen. Die schlimmen«Eigenschaften, / welche noch an einem Theil der Juden kleben, -sinv-wohlaüch hauptsächlich-.der Ausnahmsstellung zuzufchreiben - - in welche dieselben- «durchdielfrühere Ges etzgebung: gebracht wurden. Es ist daher nicht die Beibehaltungdieses Aus-' nahmszustandes, . sondern vielmehr - die Beseitigung desselben das geeigneteste Mittel/das Nebel zu-Hebern - Dadurch, daß man ihnen den Weg öffnet;« sich den ordentlichen/mnd erlaubten ErwerbszweigM hinzuMen/ wer- Markt - - und Haustthandel betrifft,! unseres, Wissenschisher. auch steine Klagen über-Mißbrauch,dieser Rechteiab/ den ste sich arrgetrreben sehen, diesen Weg zü betteten, j Die)WiLkung..Ottds-'M'ördings uicht' söfortz sonderst erst allmählig einttetenr,-^" 1 nt, ''Vertag'i-on'Baumgartners'HiiPhändlung ür Leipzig. — Druck.von,A. B. :'Pl;;i - lMranMrtli^ed Reiracieür:> A : ii?!«' - - '"l"