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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-01-07 · Heft 2 (7.1.1862) · p. Seite 24

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 2 (7.1.1862)
Date
1862-01-07
Page
Seite 24 (sequence 12)
Language
German
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H Feldofficiere und Compagnie Commandanten angestellt wird, „ein regelmäßig^ ordinirter Geistlicher irgend einer christlichen Confession" sein-muß) Die V Sdction des Congreßgesetzes vom 3. August 1861 entHätt M Mch^VerMustg.' Stände in Folge der direkten Bestiinmustgell dieser^zwer Hefttze -kein Hinderniß. im -Mge, so. würde das Departement -Ihr Gesuch gern in günstige Erwägung gezogen haben. Achtungsvoll": j';f: / "Simon' C am e r on, Kriegsminister.^ -"'iDürch' 'diesen 'Sirchverhalt''erscheint' die"'desfallsige confessionelle Ausschließung.noch viel schlimmer und trauriger, weil, mit gesetzlicher Sanction .beneidet. Die/'genannte treffliche Zeitung, hofft^ hast,,der Eongrest gleich nach seinem.Zusammentritt, sein, unvernünftiges und durch, und durch verfassungswidriges'Feldpredigergesrtz widerrufen" werde.' Öb aber diese Hoffnung in, Erfüllung gehen wird? Sicherlich nicht, wenn die Freunde der Verfassung, resp. der Union, gleichviel von welchem Glaubenshekenntnisse, die Hände in den, Schoß legen, , während die im Trüben fischenden Jesuiten -gewiß nicht unterlassen werden; Alles für die Aufrechthaltung dieser, durch ihren Einfluß zu Stande, gebrachten verwerflichen Maßregel aufzubieten. Am wenigsten aber dürfen zu - dieser Ungesetzlichkeit die- Juden schweigen, die unmittelbar davon betroffen werden. Es wäre nach unserer Meinung am gerathensten, wenn die Juden in, solchen Städten , wo sie . am zahlreichsten vorhanden sind und die Staaten von anerkannter Loyalität angehören, bei dem jetzt zusammentretenden Congresse in schriftlichen Eingaben gegen die anti-constitutionelle Ausschließung Beschwerde führen. Ein centrales Zusammenwirken in dieser Angelegenheit wäre zeitraubend und dürfte unter den obwaltenden Umständen auch noch aus anderen Gründen eher schaden als nützem" (In. Philadelphia ist übrigens bereits eine solche Petition in Umlauf gesetzt. — Wir müssen uns aber überaus wundern, daß die nordamerikanischen Juden solche Gesetze ruhig im Congresse, wo sie doch das Unterhaus und den^Senat passiven müssen, verhandeln lassen, ohne sich zu regen, ja vielmehr ohne Kenntnjß davon zu nehmen, so daß sie späterhin, wenn die Sache schon realisstt.ist, ganz und gar davon, überrascht werden. . Es zeugt, dies von sehr geringer Aufmerksamkeit der Führer der jüdischen Sache; Äehnliches fand betreffs des Schweizer Traktates mit Nordamerika statt. Es ist. viel schwies .Sache. ichtzwM P» machen^ .alsBeschWlxaufjchalten.. Di- RedacU d« Allg^Atg.,dMd,)„r. M,„; i-s '.üi.-a.-: ■. - < PMadeWitt/;im December. (Privatmitthi) '. Ihr Blast, spricht stch. cynsequent gegen die Südstaaten aus, Estya^DMMn Nicht..vielen. europäischen. Zeitschriften gesagt /wstdem kann, da namentlich seit..den jüngsten Ereignissen ein Umschwung der Meinungen in Europa nicht zu verkennen M> ,^jst HievMcht der)Ort, Politik zu treiben, und daher schweigen wir, obschon die Bürger der Uniyn^in ihrem^ WchteM /fein glaüben. Vielmehrlegen, wir darauf .ein Gewicht -- - daß man in Europa die feindseligen Gesinnungengegen; die Union jetzt mit der Behauptung decken , will/ es-handele sich bez uns gar nicht Mm.pst:-Sclavenemancip.ationssrage, und die.-Ignstes wären wN..LetzteW -welche - fist- Humamtätszwecke.Hut,;Undeinsttzteu<^ Das - heißt gber den, geschichtlichen-Merlauf der, Djnge. schlecht kennen) In reiner -Gestalt^ treten «idiegroß^Zwecke der MenW heit niemchs aus der politischen B-ühne auf- und dennoch dienen wst ihnen, astesämmt.! .Der Kern der Dinge ist. eigentlich-derr.-biKerdeherrschte durchj seine-Energie der Süden,.^ Hschon -Minorität/ -den Morden -vollständig, dnd. erhielt.- dadurch das Sclaventhumin-strengster Gestalt aufrecht. Davon wollte sich endlich der Norden frei machen, und die Wahl Lincolns deutete dies an, und da der Süden scharfsinnig genug war, dies zu . merken, jund . auch wußte-, daß die größere-Selbstständigkeit des Nordens! nach und nach auf das Sclaventhum., des Südenswirken l würbe, so kam er dem Norden mit dem. eklatanten Bruche zuvor, wobei ihm die vielen höheren, aus dem Süden stammenden Beamten Hülsteiche Hand boten.. Also nicht dietzeradezuige Sclavenbefreiung ist die Parole des Nordens/ wohl aber - ist sie darin involvirt, und dem Süden -zu Hülfe kommen, heißt doch nichts Anderes, als das abscheulichste Sclaventhum beschützen. Damit wollen wir denn noch nicht-aufalle die Männer des Südens, die, von ihrer bisherigen politischen Laufbahn fortgeriffen, der Sache des Südens ihre Kräfte widmen, den Stein der Verdammung werfen, also auch nicht auf' den ehemaligen Senator Benjamin, unfern Standesgenoffen, der jetzt dort Kriegsminister ist, obgleich, wir es tief beklagen." ]\ ' . .. Verlag von Baumgartners Buchhandlung in Leipzig. —^ Druck von F. B. Hrrschfeld. - -^ - Verantwortlicher Redakteur: K. Nä-e?' (Hierzu eine Beilage.)

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