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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1862-01-07 · Heft 2 (7.1.1862) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
26 (1862)
Issue
Heft 2 (7.1.1862)
Date
1862-01-07
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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26. Jahrgang. Allgemeine E Zeitung des Zudenthums. Ein unparteiisches Organ für alles jüdische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Dr. Ludwig Philippson in Magdeburg. Leipzig, den 7. Januar 1862. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in llfz Bogen. Preis des Jahrgangs 2 Thlr. 20 Ngr. Halbjährig 1 Thlr. ö Ngr. Vierteljährig' 17 ljz Ngr. Beilagcgebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr-, für l/z Boaen 3 Thlr., für Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Post, ämter und ZritungS . Expeditionen nehmen Bestellungen an; der Hauptexpeditivn für beide Letztere hat sich das König!. Sachs. Haupt «Zeitungs. Bureau hier unterzogen. In ha l t. Leitende Artikel: Wochenschau: Schweiz — Württemberg — Frankreich — Rußland. — Zerstreute Bemerkungen. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten: D cu t sch l a n d: Aus Württemberg, aus dem Hannöoerschen. Preuß e n: Magdeburg. Oesterreichischer Kaiserstaat: Wien, Wien, Pesth, aus Mähren, Krakau. Die Schweiz: Cndingen. Frankreich: N Paris. Rußland: Petersburg, Warschau, Warschau. . Donausürstenthümer: Aus der Moldau. Italien: Mailand, Rom. Holland: Haag. Nordamerika: - New-Orleans, Philadelphia, Philadelphia. Leitende Artikel. Magdeburg, 29. December. Wochenschau. Schweiz. — Württemberg. — Frankreich. — Rußland. Die letzte Woche des abgeschiedenen Jahres brachte noch mehrfach sehr Ersreuliches, das wir deshalb hier hervorheben wollen. Im Canton Aargau, bekanntlich dem von Juden seit alter Zeit und am zahlreichsten bewohnten der Schweiz, wurde der Entwurf zur bürgerlichen Gleichstellung der Juden, welchen auf Motion der Regierungsrath dem Großen Rache vorzulegen hatte, von diesem pure angenommen, und hiermit in dem. für uns wichtigsten Cantone die Emancipation ausgesprochen. — Der vom württembergischeu Abgeordnetenhause angenommene Gesetzesentwurf der Königs. Regierung zur völligen Gleichstellung der Juden wurde auch von der Kammer der Standesherren mit zwei Drittel Majorität angenommen, so daß auch in diesem schönen deutschen Staate bis aus ein Geringes die Ausnahmegesetze geschwunden und die Gewissensfreiheit den Sieg errungen hat. — Eine telegraphische Depesche aus Paris vom 27sten December meldet: Ein an die Präfecten gerichtetes Rundschreiben des Cultusministers Rouland befiehlt denselben an, die geistlichen Genossenschaften davon in Kenntniß zu setzen, daß sie keine Minderjährigen ohne die förmliche Einwilligung der Eltern oder Vormünder in ihren Verein aufnehmen dürfen, widrigenfalls sie sich gerichtlicher Verfolgung oder sofortiger Auslösung aus setzten. — Hiermit werden nun wohl die Skandale der Proselytenmacherei an jüdischen Kindern, welche in der jüngsten Zeit so, viele abscheuliche Sceneu vor den öffentlichen Gerichten veranlaßten, ein Ende haben, und es ist nur zu bedauern und zu verwundern, daß dies Unwe- , sen gerade in Frankreich so lange hat dauern und so oft hat Vorkommen können. Jedenfalls hat der Ultramontanismus damit auch den blödesten Augen seinen verdammungswürdigen Charakter offenbart und sich einen Schandpsahl als Denkmal gesetzt? — Kaiser Alexander II. hat den jüdischen Soldaten den , Unterofficiersrang zu erlangen gestattet und damit die zahlreiche Masse derselben von ihrer unverdienten Brand mar-

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