Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 50 (10.12.1861)
- Date
- 1861-12-10
- Page
- [Seite] (sequence 17)
- Language
- German
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V; , Z-stL K’t\ M « s i k a l i s che s. -.--U : . (Entgegnung.) :! /I i■■■'i-.ü ^p/MÄeilrchePr M. 34 dieser Zeitung 'bdingtünsWn Jg.ertft M,Weinttaub' in MäUkfurt dl! Mi dine' ErwideiuNZ' aicf:;bjcti von' M''in Nr. '5 :' ersHttnenen'Aufsatz'-UW-MÄ/SWagogm- Mug./Diese' Erwiderung' .bezweckt "eiNerftits' die / Ansichien des Hettm -H7W'eiüträub an 'Königsberg/zu'/äpPÄbirdii ' usid /ander-i Ms'?bie''so''chÄri'!ängeWMen ülien WMMenmelodiett.'M' vdrthiidigen'üübMuf's Neue/sur den jüdischen Gottesdienst bWns züdeconimäNdirW'- \;!3- , I,;,/.;':' _ . *//'’"■ >/■ Dem"Herrn" 38! sirti> in'dieser Erwiderung einige JrtthüMir Megntt7 -deren Berichtigung'' ich'mir' vorzugsweise gestätttn wstl und die erüm'so ündefangener .hinnehmen wird, äls'siezum/ Theil - die Sache'selbst/ den Werth der, alten;Melodien, gar nicht berühren. ' 'WeNn' ichdabei gelegentlich 'meine eigenen Ansichten, M/Sache selbst betreffendwiederhole' Und.'deW'.'zu'-chtgründrU suche', so thue dch''di^W der/Ueberzeugüng -' daß ds dainit nicht MM ÄS^ mit-io-mancker w ' MM M' rnit''so-mancher''andern, Wahrheit geheUwitd, die ibHl-'EaUM-Mer-'nicht' unerkaWwähl verstandest aber nicht MMen'Un^'WilÜgtidsM? Miu.er'/fMhtt/WHHest''hilst-. Hst Eblbffk'WiKerchoMA"zuiy'/Sidge.'^ ' {; 7 '■;; Meiüe Behauptung; daß' die Annahme eines Döyyelsystemö ded' Phrygifchen ^TönaiL äußer' in' nUse/rn Melodien/ UirgMs j 't8err'"M. rUi meint aber '.des- MstdM bekenM dieses DoppelWen'r sei ausschließliches Eiäen- Mm'-der Synagoge: M die Tonärt an der musikalischen Welt Uich^gebräuchlich mnd' war sie' es nicht, so wert unsere'Nächrichten/UWen -sto - möge er sie' eine asiatische oder eine jüdische' nenntÜ '* und' die betreffenden Melodien als/ solche,. nicht aber als Phrh'gische dezeichnen. Herr W. t.adelt zwar Unsere heutige/müfikänsche/ Theorie p aus•' welcher ich meine' Belege ' herh ole,' 'wirst M' sophistische /Grübeleien und' Pedanterien vor /und' /meint, man muffe'sich davon gleich wie Unaltcr Zeit vonden griechischen ScholästnerU in der Müsik befreien /sind ' lieber das eigene Gehör MMLWPeh'en/^/Jn-H.'w'oÜttr/wist.estuöH'/ÄNe Weile mit/der musikalischen 'Theorie' des Ueunzehnten/Jahrhunderts' halten und wollen uns - mitdem Schicksal der Gründer der Kirchentonärten trösiew, die sich ütcichfalts^ däsMißfallen des Herrn W. zuge! zvßdw/i'häbtzA,uweir sie-, Wie er/vervruthet, die übermäßige,/2 in t>tti MelodieN . ..Wohl' vorgesündeU, Uber' entfernt häbeU' Mögen'. Ich' -Urä/che UUr^wiedecholttd/abaUf aufmerksam, daß die/ frägllche TsMrtdüch/dem/Herrn M/ eine speMsch'jüdische' ist. //Herr/M MNt fernerdaß die -Phrygischen Möröld schon durch /ihre KärnMis did -übermäßige trri^alikn.'X^ik 'übersieht er/Ws/dre Kleinigkeit^ Von einem Jährtaüsend / die Mischen deÄ Entstehen d'erKirchentbnärten' und dem' ihrer härmonischen BegleituUg/liegt. Nachdem er - veMnthet//baß ''die Gründer der Kirchenionärtech Mse"debten:''bekanntlich dnr '5/ und /6, JährhrÜrdeUt). Uie//überckMge-2!'befeitiM7 behaupteter -Mch'däiäuf/W W'/'Gs riu Schlußaccorde von der Melodie'cherrühre. '(Die' Eonträpünktisten Wteu'"Mr Mehr-As ein' JährtäUstUd später!) /Wstigens/ soW Herr. W. wHI Mber-wissendH'UbMiäsiW''WMaW7'w,ek<he aus^de^HarmvE' resultiren, noch laUge''niHk'iU d'e!: Meisdiesthrung gestattet waren. Und sind etwa die Juden des AlterthumS und des Mittelalters gleichfalls durch die Harmonie zu >. :.r__i-O (Vl;__ 0.-1._ beharrlich von Harmonie spricht, während, ich, siber unsere.. Melodien - geschrieben / /häbe / / die/ /uns . doch ,eMimrnig überliefert wUrden/. /utid die,' wenn sie in der That so' viele ' Jahrhunderte zurUckreichen'..söllteU, ihre.TonverhältWe^ hoch nicht de'r Harmonie v erdanken / können, / von//der noch kein Mensch' /eine.' Ahnung hätte./ In/ der zweiten plagälischeU Tonart des Päpsies/Gregor undder dritten'' authentischen des Änibrosius will Herr/ W. verminde.rie Und übermäßige. Jrrtervälle/ gefunden/ habend,und Lerust sich auf ^ffiesewetters'' ElNleituM zu. seiner Geschichte .der Europäisch -Wendländischen Musik Meite 4)/ / Abgesehen davon, daß et die Anm/erküng' daselbst übersehen' hat,/ bleibt'sr' Uris/ deU Beweis schuldig 7 daß der Tritonus" wirklich "gesungen, /würds. Bielmehr /erscheint das, lr im /vs 'I'eum von ÄNtbrosius /inimtzr diatbuisch,' nie aber als '4 /odpr ÜUn /derMelodie. / Nächdein nuU Herr,,'W. ohne jede Begründung,, als die seines eignen. Gehörs und ohne jeden Anhaltspünkt, /als den ihm jüdische/ Melodien gewähren, beharrlich an der /großen U in der Melodie festhält, fahrt er.' - mit/ MgGhwächter' / BebMeugsiUg/' Mi,'. auch, noch für dri 'erhöhte 2. Stufe zU kämiifeU-' Und'führt, einen Moral an, wo diese/ /2. 'Stufe/(wiederüsir nicht' iU der DDeM' sionWn)//in der'Härinonie erhöht Mrd UUd/'Uach dem 'Hypo-äolischen / odier nach dem Myrolydischen' Uiodusi'rt/./Hät'Heir.W//sich 'vielleicht bemühen müssen, einen solchen Choral äüfzufinden? ' Die MeiMU derDhrygischen Choräle''hätten//iM' ja denselben Dienst erweisen können) . Hser/liegt aber.ebett/.die/kapit/älr' itzWiphrng!/. In der - tzanzeU Erwideruttg/'/wirst'Herr 'W. Melodisten' / Und' Har- Monisien durcheinander,' und scheint gar keine Ahsiung/davon zu haben,/daß die. Melodien' oft ern/Jährtäusend/ älter. sind als ihre Harmonien. Der. 'Ungeführte Moral beweiset. wie. wiele ähnliche nichts weiter, als ' daß/ die HärMonisten' Phrygische MelodieU'Nach dem modernen System' behandelt/ haben,. was allerdingsLrJ*1 ’Ä* auf Kosten /der ursprünglichen Kräft/ der Melodie geschehen'ist. Herr W. /müßte das kis in der Melodie nächweisen, .diesen .Nachweis wird er uns aber auch' in her Zukunft schuldig' bleiben. Beiläufig sei hier /nöch bemerkt,' daß die erhöhte ^zweite/ Stufe ein Modnlatkonstön Ust Nach demi/Hypo-äolischen'; oder nach./dem Hyvo-ionischen,' nicht aber,.wie HerrW: glaubt,.näch/dim MyrolydrscheU. /' Für diese '.Tonart ist. dasfMg.. charakteristisch!/ Kann aber der' fremde / Ton/ /gar' einen /zweifachen modulatotischen, Charakter 'annehmen/ uM so sonderbarer 'ist bie Jdee/tines DoppelsysteMs! '' ' ■ - ' /. . '. 7 Herr/W. findet ferner meine, Behauptung,' /daß ünsere'/alten SynarjögenMelodieU 'auß.Malb...äll.eU/HWMifchen,', -. härmMfch'en und modllläiorisch'enZ GestKe "steW! /sMerbär/ sind. fügt /unsicher lind bi>Meidt»ö7k,inr» ' 'M'äL-' inÄnÜ' Mernunä' kann eiUs iede und befHeiddN. hinzu : 'Mach miin/er'Meinung kUnn . eiUe jede noch ' so äbojeschmackte Welodie/ dütch. HärmoNie. und rhythtnische ÄnordNUnU/vÄärbMt/'werden/' wie//fstoffim eiNmak mit /tiner trivialen Melodie.siethäE Wo chatte ''ich'/denn aber je in..Abrede, gesiellt', daß /auch Unsers Melodiin usiigDaltet werden/ /köUnen? Vielmehr sagte ' ich am 'Schluffe /meines Aufsatzes: Gläübt man abe'r'sie (die Melodien) durch Vereinfachung,' Harmonisirung Und 'RhythMisirungUiitden /alten Kirchelitonarten und mit.ünsern heUtrcjeU ÄMrdsrusigesi' wiWr nUszusöhnen /'/so' Ust M/U.äbermals'iNAneNr'Jtr'chUms ddUU'MäU hät'Mter'Mchis 'erzlelt,'äts den Gewinn neuer Melodien in alten Kirchentonarten, die nicht einmal die Pietät, welche wir den traditionellen Melodien bewahren, für sich in Anspruch nehmen können, da sie/alles Eigenthümlichen und Ursprünglichen entkleidet, uns entftemdet, dem Laien aber ganz und gar unkenntlich gewordenWnd, daß sie .uns aher gesetz-, und regellos überliefert wurden, wird wohl Herr