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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-10 · Heft 50 (10.12.1861) · p. Seite 718

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 50 (10.12.1861)
Date
1861-12-10
Page
Seite 718 (sequence 6)
Language
German
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? hergestellt-lr daß cfeeri - willen sstürke- Mensch /der. .feindlichen Natur, ja wem Fatum /selbst überlegen, feivr? Das Argu- [ -ment war freilich lang,,und es bedurfte achtzehnhundert E Jahre voller. Kamps, .Widerstand-, Leiden und Geduld, - -bis die bösartige Gewalt den ganzen. Vorrath ihrer Kraft erschöpft, und dm letzten Pfeil verschossen hatte.. - Das war 'gewiß .der: längste/ Kriegvon welchem die Geschichte zu; erzählen weiß. Jetzt ist: der Streit zu-Ende) und. wenigstens eine.Ungerechtigkeit weniger in der Welt. Israel hat das: .Spiel gewonnen, und beginnt nun die Ernte säculärer Arbeit. und Roth einzuthun. Von den Sueven ' sagen die alten Deutschen: sie seien so. stark, daß ihnen ne. dii quidem immortales pares esse possint. Auf die .Frage : ob nach der. langen Gefahr das Gefühl der Sicheri ' heit und des.unbestrittenen Genusses am Ende, etwa nicht. das - diamantene Gefüge. , des Mösaismus lockern müsse?! kann - nur -- die Zukunft- Antwort geben: Gewiß ist nur,' daß die Künste der Ueberredung und des LMogismus - tbeologieus heute noch ebenso, machtlos sind, als res früher derrohe Zwang gewesen ist, und daß vorerst noch auf lange Zeit hinaus Mark 6, / 3 — 6. volle- Geltung haben wird., Die Thatsachen rsprechen so laut und eindringlich,- daß man sie/ hoffentlich -ohne Verletzung -des europäischen, Christengefühls ''aussprechen und anerkennen darf. Ist übrigens die . Angabe des Verfassers richtig, und; hat die römische Propagandaobgleich sie nur vorn Jahre 1.821 an gerechnet/ nahe an neunundsechszig Millionen Franken - für Missionszwecke eingenommen, -in sieben undachtzig Jahren trotz aller Mühe und Opfer wirklich/nicht mehrals' siebzehn Juden zum Katholicismus herübergebracht, so hätteman auf das Unternehmen- Israel zu: christianisiren, schon längst als desperat verzichten sollen. Vielleicht wäre Schweigen und Gehenlassewwirksamer , als-Reden und Thun. Eben so wenig stehen der Machtbesitz des Katholicismus und der Credit, den . er:-bei Andersgläubigen in Palästina genießt,- in richtigem Verhältniß zu derenormen Summe von- 240 Millionen: -Realen---welche/ ohne die Privatopfet zu zählen, die römisch-katholischen Nationen/Europas von Anno 1650 bis -Anno 1850 zur- Auftechthaltung und Verschönerung ihres Cultus publies dem .heiligen Lande gespendet haben. Zeitungsnachrichten. Deutschland. Aus-Bayern, im November. (Privatmitth.) Der Landtagsabschied bestimmt im 111. Abschn. §.15 wörtlich : r-,->DeW an /uns / gebrachtenuGesammtbeschluffe. vom 8. Maid. I. entsprechend verordnen wir mit.Gesetzeskraft Die gemäß der)§§.: 12, 13 u. 18/ Abs. I: des Edicts vom 10^ Juni 1813, die Verhältnisse der israel. Glaubensgenossen betreffend, rücksichtlich der Ansäffigmachung und. des Gewerbebetriebs der Israeliten in den Provinzen diesseits des Rheins bestehenden -Beschränkungen sind aufgehoben." . Damit ist das vielgenannte Edict in seiner ominösen Bedeutungglücklich , zu. Grabe getragen. .Großes, und. Vieles hat - der nunmehrgeschloffene.Landtag zu Stande gebracht. -Die Hinwegräumung dieses Stück Mittelalters, -zählt wohl nicht zu den geringsten Verdiensten, die er .sich, dadurch erworben. Als nächste- Folge, dürfte sich eine noch größere Abnahme der Landgemeinden ergeben. Alles will jetzt in die Stadt. Unsere jüngste jüdische Gemeinde in Nürnberg, wird -bald die zahlreichste in Bayern sein.? Bereits wohnen 115 israel. - .Familien dort und - täglich sehen.;wir in erfreulichster Weise neue Firmen, entstehem - Dieser -Stadt gebührt der Ruhm, sich trotz der entgegenstehenden Gesetzeauf die Höhe der Zeit gestellt.und unfern. Glaubensgenossen ihre Thore bereitwilligst geöffnet zu haben. Toleranz und Eintracht sindwohl nirgends - in solch' hohem- Maße wie hier vorhanden.. Mögen sich die dortigen- Israeliten hieran ein belehrendes Beispiel nehmen und schon im a 11 g emein en Interesse,. bei ihren cultuellen Angelegenheiten Zwietracht. und kleinliche. Oppösition fern halten. ■. . . - ,,, ID ['Vj 5 . . i Ueber die Acquisttion! eines digenrn; Gotteshauses konnte man sich immer; nvrhi Nicht einigendagegen hat sich in jüngster . Zeit ein Wohlchätigkeits - Verein für Männer gebildet, wie einer für Frauen schon länger besteht. Unsere, hohe Staatsregierung scheintder Stadt nicht; nachstehen zu wollen, indem sie Herrn Frankenburger, einen ebenso ausgezeichneten Juristen als renommirten Vertheidiger zum k. Advokaten in Nürnberg ernannte. . . - In Fürth geht man, gutem Vernehmen nachmit dem Plane um, eine eigne Schule Seitens der- Orthodoxie zu-gründen, ähnlich der Hirsch'schen Schule zu - Frankfurt, deren Rabbiner auch de facto das'geistliche Oberhaupt der - Schismatiker werden soll. -- Mit Hmn vr. Loewi glaubt man inällev-Güte fertig K werdem Wir wollen dies vorläufig nicht gruben/ müssen aber dringend - auffordern, solchem Gebühren mit / aller- Energie entgegen -zu- -arbeitend Die letztes

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