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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-12-03 · Heft 49 (3.12.1861) · p. Seite 708

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 49 (3.12.1861)
Date
1861-12-03
Page
Seite 708 (sequence 10)
Language
German
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m die Ausschließungen betreffen Cridatare rc., außerdem sind Gemeindediener gänzlich ausgeschlossen. Da über-, dies unmittelbare Wahlen stattfinden und die Abstimmung bei der ersten Wahl geheim ist, so kann die öffentliche Meinung um so mehr, zum Durchbruche kommen; . dochdiese ist, gegen,diese Fraktion. ^Allerdings, wird der Wahlact sehr lau bettieben, - worüber schon in dieser Zeitung Klage geführt wurde, dieses/, gilt jedoch in gleicher Weise von den Orthodoxen und' Indifferenten^ .... ' ' Der Vorstand der Gemeinde wäre wohl in der Lage gewesen, die ausgesprochenen Wünsche gänzlich zurückzuWisen, doch er ging i'-nn ri-iivv und wie ich höre,, ist derselbe gesonnen,- wirkliche Bedürfnisse zu befriedigen. Doch darüber nächstens. , : i Wiest / 22. November. (Privatmitth.) DieZeituffgsnüchricht, als gisige man hier damit um, eine Gebäranstalt für' 'gefallene jüdische Mädchen zu 1 errichten, war gänzlich aus der Lust gegriffen. So weit ist es Gottlob noch'nicht gekommen, daß die Creirung einer derartigen Anstalt sich als nothwendig gezeigt hätte. ' Die „Kölnische Zeitung" hebt in einer Correspondenz aus Men hervor, daß die galizischen Juden dem Herrn Di*.' Smolka für sein Votum in der konfessionellen Frage, die bekanntlich dadurch noch nicht endgültig entschieden ist, Dankadreffen überreichen, während' man an den Staatsminister Schmerling/ der in sein Programm' dir' volle Religionsfreiheit ausgenommen hat, nicht denkt. Wir bekennen aufrichtigdie Kölnische Zeitung Macht damit den galizischen Juden einen Vörwurf,' der vollkommen gerecht ist." Nachdem sie den Grafen Goluchowsky ' als' Statthalter zur Ge-, nüge durch gekostet haben, sollten sie'den Werth'Schmerlings'desto besser zu'würdigen im Stande sein. Aus Ungarn, 7. November. (Privatmitth.) Bevor . noch' dieses Schreiben in Ihre- Handgeehrter Herr Redakteur, gelangen, wird, werden-Sie schon durch den Telegraphen von der bedeutenden Katastrophe, der wir, wie uns).die. Zeitungen berichten, .entgegengehenin. Kenntniß-.gesetzt Mn. Es herrscht jetzt-eine außerordentliche Ruhe, -und Stille, die .ganz im Charakter des Magyaren liegt, der, sobald er ausgetobt, schnell wie-, der in eine apathische Ruhe zurückfällt. - , Die Presse beginnt immer schweigsamer zu werden, und nur die Witzblätter, die seit, dem %% Octo.her. aufgetaucht, finden: Lesern Auch die jüdische Magyaromanie beginnt jetzt eine recht lächerliche.Rolle zu spielen. Sie hat das. Unglück, es Niemandem recht machen -zu können — und der Eifer der Juden für den Magyaris-. mus wird, ihnen von allen Seiten als -ein - Verbrechen angerechnet. - An Beschuldigungen fehlt es nicht und es ist! oft curios, welche. Fehler „Hirnök^ und Consorten den Juden zur Last-legen.. Bald ziehen die Juden die Dampfschiffe der k. k. Donau-Dampfschifffahsts-Gesel^. schast dem unbequemen, nationalen Luczenbacher'schen vor, bald werden von ihnen mehr deutsche als ungarische Blätter gelesen. In der Pesther Synagoge werden noch immer die ungarischen Lieder rc. gesungen, aber dafür ist daselbst der Magyar izraelita eingegangen. Auch von dem Izraelita Magyar Egylet, einem Vereine zur Beförderung des Magyarismus unter.den Israeliten, -berichteten die Zeitungen, daß er bereits-den Weg .alles-Fleisches gegangen — und wenn der Prä-/ sident des Vereins dagegen öffentlich proteftirt hat, so sind doch dessen Tage gezählt. Um Ihnen aber am besten die Situation zu schildern,. lasse ich Ihnen, hier zum Schlüsse die witzige Notiz folgen, die vor einigen Tagen im Pesther Lloyd zu lesen war. Von B o z existirt '.ein Roman unter dem Titel H rc l e b y, in diesem Roman kommt ein Waisenhaus vor, und in demselben ein armer Junge Namens Smike; und was seine Kameraden immer anstellen mögen, immer wird Smike dafür gepufft. An diesen armen Sundenbock erinnert sich „Sürgöny" beim Lesen 'des' ,H.Yön Közlöny",' wilcher' 'klagt, daß düs' Publikum das ungarische Theater schwach besucht, 'und 'mit einer Philippikck gegen die Jud en" schließt, in welcher folgende starke Wendung vorkommt: „Wie es scheint, haltet ihr (nämlich' die Juden) auch jetzt die deutsche Sprache für eure Muttersprache, und stoßt deshalb die ungarische Sprüche wie ein Stiefkind von eurem Herzen. Dasiftnichtrecht. Oder habt ihr vielleicht -vergessen,. was ihr.vor? einem halben' Jahre mit solcher Gluth gelobt habtnämlich ungarische Israeliten zu werden, und wollt ihr die Wahrheit; des lateinischen Sprichwortes, erweisen: Mturam expelias fur ca, tameo usque recurrit. — „Sürgöny." knüpft die witzige Bemerkung daran, man .möge..es doch einmal-anstatt mit der lunira (Heugabel) mit sanfteren Mitteln versuchen, die Israeliten zu mägyaristrem - ''/ Lemberg, ll. November. (Aufhebung eines, alten V er bot es;) Von der -Statthalterei -ist/fol-

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