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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-11-26 · Heft 48 (26.11.1861) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 48 (26.11.1861)
Date
1861-11-26
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
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25. Jahrgang. l l g e m eine 48. / ■' Ein «Upartenfches Organ für alles Mische Jnsepeffe. HerauSgegeben von " Rabbiner Dr. girttptg spiriltppfon in SWagbebutg* Leipzig, den 26. November 1861. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal. Dienstags, in 1 Vs bis 2 Bogen. Preis des ^Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig Thlr:' 15 Ägr. Vierteljährig 22'/r Ngr. Inserate , werben mit 1 Vr Ngr. für die Petit-'Zeile oder deren Raum berechnet. Beilagegehührcii betragen für 1 Bogen 4 Thlr., für Vr Bogen 3 Thlr., für V» Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs.-Expeditionen nehmen Bestellungen, an; der Hauptexpedition für beide Letztere hat sich das Königl. Sachs, chaupt»ZeitungS«Bureau hier unterzogen. > ' ' Inhalte Leitende Artikel:. Gutachten über die Zulässigkeit der Orgel in E die Synagoge. — Abermals ein Jude — ein rettender; Minister. — Zerstreute Bemerkungen. — Die israelitische < Bibel-Anstalt.- — Literarischer Wochenbericht.. - Zeitungsnachrichten: Deuts chland: Karlsruhe, Mannheim, Württemberg, aus Oberhessen, München, Mecklenburg. Preußen: Aus Preußen. O eft e rr ei chisch er Kai ferst a a t:. Wien, Wien, Krakau. Rußland: Warschau. Nordamerika: Washington. Leitende Artikel. Magdeburg, 17. November. Gutachten über -ie Knläjslgkert -er Orgel in die Synagoge. Vor Kurzem erhielt -er Redacteur d. Bl. von dem Vorstände einer großen Gemeinde die Aufforderung, ein motivirtes .Gutachten über die. Zulässigkeit.der Orgel zum gottesdienstlichen Gebrauche in die' Synagoge abzugeben, da die Erfahrung gelehrt,: daß ein Chor nicht befähigt sei, eine große : gottesdienstliche Versammlung, wenn diese sich an den Gebeten betheiligt, .zu leiten und zu beherrschen.. Wir: standen nicht an, in. Bälde das folgende Gutachten .abgehen zu lassen, :das:'wir, da: die Frage: in vielen: Gemeinden immer noch ventrlirtwird, hier.abdruckemlassem - Die Beantwortung der.Frage: Ob die Aufstestung und das Spielen der Orgel: in einem israelitischen Gotteshause zulässig sei? beantwortet sich - durch folgende Einzelfragen: ' 1) Ist die Instrumentalmusik bei de'm Göttesdi e n ste ü b er h au'pt dem Geiste des Judenthums zu w ider? ] : i; Die Musik, sowohl Vöcalals -Instrumentalmusik, gehörte zu den frühesten Culturmomenten des israelitischen Volkes, und zwar in einer Ausdehnung, von der wir uns jetzt kaum eine Vorstellung machenkönnen. Der Charakter der israelitischen Musik war aber vorzugsweise ein religiöser - gottesdienstlicher. In dieser Richtung wurde sie beim G ottesdienste^und äußerhalb desselben, bei öffentlichen Veranlassungen und im Hause geübt. Frühzeitig erscheint namentlich das weibliche Geschlecht musikverständig. Schon am rochen Meere wiederholen - Mirjam und die Frauen das große Siegeslied mit Instrumenten (2 Mos. 15,- 20.). Als der Richter Jiphtach siegreich aus dem Kriege zürückkehrte, zog ihm feine - Tochter mit Gesang und Pauken entgegenum seinen Sieg zu feiern’ (Richter 11, 34.). Nachdem Daviden Philister Goliath getödtet, zogen ihm und dem Könige Sauf aus fallen Städten"- die Frauen'entgegen mit. Pauken , Äriangeln und anderen Instrumenten,' und sangen ,-spielend". Siegeslieder (1 Sam.l18) 6. 7.).- Um den Zustand der Begeisterung, in prophetisch begabten Männern , hervorzurufen, wurden religiöse''Lieder Mit Begleitung von ,-Laute -und Pauke und Flöte und Harfe" gesungen! fii-Sam. 10, 5.). Wenn 'bei anderen Völkern »

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