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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-11-19 · Heft 47 (19.11.1861) · p. Seite 677

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 47 (19.11.1861)
Date
1861-11-19
Page
Seite 677 (sequence 9)
Language
German
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m sein,-Haß bei mehr als 700 Wählern: imprittenWahlkörper das jüngst- - gewählte Repräftntanzmitgliedmit 80, Stimmen die Majorität, für: -sich Hatte.) Wahrscheinlich ist dieserelative. Majorität der Grund-;-warum einige Gewählte die Wahl abgelehnt; sie dürften es mit ihrem Ehrgefühl > nicht -haben-in Einklang bringen können, auf. Grund einer blos relativen Mehrheit sich als RepräsentanzHer Gemeinde zw betrachten^ Wir können ^isi solches Ehrgefühl .nur loben, und es wäre zu Väschen gewesen, daß auch alle jene Repräsentanz- Mitglieder, welche in gleicher Läge sich befinden, '/ein Gleiches gethan hätten, dann /, wären die Wähler, zu größerer Einigkeit veranlaßt worden und. die Repräsentanz wäre dann der wirkliche Ausdruck der Majorität. Daß eine solche Thätsache ihr Selbstbewußtsein' wie ihre Energie nur stärken müßte, ist gewiß, indeß die Wahl der jetzigen Repräsentanz-Mitglieder' ist ein wir accompli und bevor es zu einer neuen Wähl kommen wird, dürfte auch ein neuer Wählmodus zu diesem Behufe stattfinden, der biss jetzt in Anwendung gekommene trägt einen so langen Zopf, daß ihn selbst ein ^Chinese für ein Monstrum halten würde. Für die Mitglieder der Gemeinde, denen es' Ernst mit hem Wohle der Gemeinde, die in einer wohlgeordneten Gemeinde den Stolz und die Ehre'derselben erblicken, ist der einzige Trost, daß unter den achtzehn Mitgliedern der Repräsentanz sich doch einige befinden',' die eben von einem solchen Geiste durchdrungen sind und deren ernstes Streben dahin geht, die so nothwendigen Verbesserungen km Gemeindewesen rasch und vollkommen zur Ausführung zu-bringen.' Daß die neue Repräsentanz, gesägt, daß die wenig en ernergischen MitglredÄ'Derselben ihr-erstes Augemnttk der Spitalfrage zuwenden werden, unterliegt keinem Zweifel. Dre Prager Gemeinde, die;sich. mit Stolz mpter die ersten jüdischen Gemeinden des europäischen' Festlandes, ja Europas , zählt/) hat ein Spital, das einer;jeden Dorfg emelnde!7^- wenn überhaupt--irgend - eine, Dorfgemeinde ein selbstständiges Spital hat — zur Schande gereichen würde.6 Weder dieRäumlichkeiten < noch - die Einrichtungen entsprechen -den Anforderungen,, welche man jetzt an ,eine solche humanitäre Anstalt stellen kann,>. zudem kommt, noch, daß selbst., der Ordinarius sich in einem gewissen? Provisorium- .befindet. - Möge demnach die Spitalsfrage bald ., erledigtwerden durch - zweckmäßige; Einrichtungen und durch einen stabilen.Ordinarius,, sei rs nun Her jetzt provisorisch fungirende, < oder - ein an-. derer) erfahrener-? ebenfalls? -der^Gemesnde angehörender, Mit--per vorschriftsmäßigen Qualifikation versehener Arztt^? Wir legen auf das Wort ,Hrr Gemeinde i.angehörender": etwas'Gewicht, weil:'wir solche einheimische Aerzte in genügender Anzahl, haben und nicht - genöthigt sind,-zu ftemden, hier domicilirendenAerzteNlUnsereZufluch.t? zu nehmen. -Zuerst: -mögen:-diese Spitalangelegenheitm-wurch Wne/.ejgene!SpitalcommiMon,nwelche außer dergestehenden - - mit einigen neuen,Mitgliedern vermehrt werden, soll,jgeo.rdne.tj? werden-- mittlerer -Weile dürfte sich eine -neue Lokalität finden.: Oder:sollen vjelleicht 'dte aMen Kranken sich :so lange mitall den Uebelständen - begnügen, bis ein neues > Spital gebaut sein wird? Außer dieser wichtigen Angelegenheit^beanspruchen .redlich denkende Mitglieder Veröffentlichung per Jahresrechnungen .bezüglich der Einnahmen und, Ausgaben,: wobe.iesjedem Mirgliede der Gemeinde frei stehew soll, Einsicht in, die Quittungen über die st.attgehabten Ausgaben - zu nehmen;: endlich beanspruchen dies-fteisinnigen Gemeindemitglieder . Oeffentlichkeit der Perhandlungkn. ,Wsrsind: G ott Lab über dje -Zeit hinaus, in der man: fürHa^BeisanMensein mehrer Israeliten - -eine gewisse. Scheu an-den Tag legte. - Wir haben Männer gewählt,, welche - keinen Anstand nehmen '.dür? fen, ihre Ansichten und Meinungen offen zur. Schau zu tragen, undwenn auch nicht jedem die Gabe der Rede gegeben ist, so kanner. sich, bei Abgabeweß.Votums als das qualificirenjwofür man ihngehalten haben will, als ein-das Beste der Gemeinde-anstxebender Mann des Fortschritts;>will. er aber dieses weder durch, Oeffentlichkeit'- der Verhandlungen,- noch - durch die, Kraft der Rede, oder durch die Abstimmung im Geiste des Fo.rtschrits bekunden, dann — dann lege er sein Mandat nieder, will er nichts eines 1 Mißtrauensvotums gewärtig; seimi-/! Kt " ) .: V Die Schweiz.'; : EMngerr, im October.. - (Privatmitth.) Mit der bürgerlichen Gleichstellung-;der Israeliten-scheint es der Regierung-Aargau Mustzu sein. In - den jüngsten Tagen war Me -Abordnung, dieserhohen Behörde, die; Herren Käthe Schmid und Blatmer zu Lengnau und - Endiflgen,--um , Hie-beiden Ortschaften -in - Augenschein; zu nehmen zudem Zwecke, einejcdederselbeninzwei : getrennte Gemeindchezirkei-zu^ theilen. Durch eine-solche - Theilung solfte-Mmlich das-einzige der- Emanzipation i entgWnsteheflde Hinderniß- Heseitigt werden, indem-den 47

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