Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 43 (22.10.1861)
- Date
- 1861-10-22
- Page
- Seite 618 (sequence 6)
- Language
- German
- Belongs to
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618 gab er 100.0 Ahlr.! und die jährlichen,Zinsen - von -zwei dazu geschenkten Synagogenständem "einem -gewählten Vertrauensmann, -und Verwalter/< dem. Herrn-Kaufm. ffli S. Magnus - Nach rnehBren--nicht-zum Ziele geführten Versuchen- -ist - es - ihmin Gemein schäst;mit dem Kausm. Herrn> H/.-M Wienex ' gelungen--eine Sammlung wön-- etwa - 4000'Thlrnr. alsfesten : Eäpitälsönds, außer^ niehrereür -jährlichen! Beitragszeichnungen: zusammenzubringen, -die sie. schon in den. 'Stand gesetzt-, - 4 Waisenknaben vorläufig in ein ordentliches Pensionat unterzubringen- - mit der -nach , der eigentlich ausdrücklichen Bestimmung des ersten Urhebers kundgegebenen Absicht, baldthunlichst ein eigenes- Waisenhaus ganz nach dem. Muster und den vornehmlich religiösen Grundsätzen des- B. Auerbach'schen Waisenhauses im Berlin anzulegen. Es ist nun vorauszusehen, daß bei ernstwilliger Beharrlichkeit, wie diese von den gegenwärtigen ehrenhaften einstweiligen'Leitern wohl zu erwarten ist, die Angelegenheit weiter zum Gedeihen gelangen, und daß das Institut, ' so es erst eine-festere Gestaltung erlangt,:sich gewiß vielseitiger Betheiligung und Unterstützung, wenngleich nicht so reicher und rasch anwachsender wie-in Berlin, an Zuwendungen- Spenden m s. w. erfreuen werde.- Möge Gott, der Vater der Waisen, - das rechte Gedeihen geben! — Dr. F. Berlin, 27. September., Wie man hört, wird in Königsberg auch eine neue Ernennung von Mitgliedern des Herrenhauses, etwa 30 an der Zahl, erfolgen; unter den dazu designirten Personen sollen sich auch einige jüdische Notabilitäten befinden. (Wir glauben es nicht!) ' Berlin, im Oktober. Die Dementis, welche der Schuhmacher Panse und Genoffen nebst ihrer ganzen Verbrüderung mit den Junkern erhalten, - mehren sich von Tag zu Tag, und zwar aus dem Schoße der Innungen und ihrer Vorstände selbst. Es fand am 26. September unter dem Vorsitz des Altmeisters der Bäcker-Innung, August Krebs, eine Versammlung von Altmeistern und Innungs-Vorständen statt, in welcher das Treiben der Herren Panse und Genossen eine entschiedene Verurteilung fand. Die an jenem Abende beschlossene Erklärung ist den hiesigen. Zeitungen mit den -Unterschriften - von 38 Altmeistern- und Repräsentanten der hiesigen Innungen zugegangen; sie lautet:;r;-^Itmeiper und Jnnuttgs-Vorstände erklären hiermit, daß von ihnen Niemand -beauftragt ' worden! ist-/: eine Ansicht in Betreff der-Gewerbe-:Freiheit und Gewerbe-Ordnung, eben'- so wenig einen Anschluß an eine- oder die andere politische- Partei zu äußern und . zu beschließen. Deshalb müssen sie insbesondere gegen die. am 15. September d. I. erlassene „Nothgedrungene Erklärung." der Herren Wohlgemuth, Itinck, Panse und Genossen protestiren, und verwerfen dieselbe nicht blos dem Inhalte, sondern auch der ganz unpassenden und sich überhebenden Form nach. Es sei noch erwähnt, daß unter den Unterzeichneten sich 7 Altmeister und Repräsentanten der Schuhmacher-Innung befinden. — Gestern Abend fanden hier zwei sehr zahlreich besuchte Versammlungen von Handwerksmeistern statt, in welchen der Anschluß an obige Erklärung einstimmig ausgesprochen wurde. :; (Diese 'Kundgebungen werden einen wesentlichen Eindruck auf die Handwerker der Provinzen machen, und den Wühlereien des Schuhmachers Panse und Genossen die Spitze abbrechen. Dennoch darf hierauf nicht zu sehr vertraut werden- und in vielen Provinzialstädten werden die Junker ihren eigentlichen Zweck, daß eine Zahl Handwerker für. die Junker-Eandidaten stimmen, erreichen. Man -möge daher auf der Hut sein, und insonders haben alle israelitischen Wähler die Pflicht, in Masse, den Junkern entgegenzutreten..' Die Red actio n der Allg. Ztg. d. Jud.) - Aus dem Posenschen, 6. October. (Privatmitth.) In Posen verstarb vor mehreren Wochen der Lehrer Moritz Rosenberg, welcher der dastgen städtischjüdischen Schule durch eine lange Reihe von Jahren als Dirigent vorgestanden hatte. Er war ein wissenschaftlich sehr gebildeter-Mann, namentlich ein recht tüchtiger Pädagog, und hat auch das Feld der-Schulliteratur nicht unbebaut gelassen. So hat er unter Anderm auch eine kleine „Biblische Geschichte" geschrieben, die besonders durch die jeder- Erzählung angehängten Lehren, Sprüche re. sich empfiehlt. Zu der im Posenschen sehr verbreiteten Wypisy polskiehat er ein vollständiges Wörterbuch herausgegeben. Die von ihm-eingenommene Stelle an der genannten Schule; iff durch Herrn Lehrer Merzbach bereits wieder besetzt. — Das Rabbinat zu Jnowraclaw ist noch immer vacant, das zu Kurnik aber Herrn vr. Jaffe anvertraut.: — Herr Eduard Ollendorf in Rawicz hat den: großen Platz um die dasige Synagoge auf eigene Kosten - in - einen schönen Gärten umwandeln lassem — Zu Rackwitz ver-