Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 41 (8.10.1861)
- Date
- 1861-10-08
- Page
- Seite 595 (sequence 11)
- Language
- German
- Belongs to
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595 Menge israelitischer Familien zu Grunde richtet, verbessert, die öffentliche Meinung und, wenn es nöthig ist, die Vertreter der garantirenden Mächte sie dazu zu zwingen wissen werden."" „Die „Kölner Ztg." bespricht die durch die „lemps" veröffentlichten Aetenstücke, ohne zu bemerken, daß der BukaHker Korrespondent der Panser Zeitung lange genug gezögert hat, eine so wichtige Nachricht mitzutheilen, indem er das Ende des Septembers abgewartet hat, um von Thatsachen zu sprechen, die sich im Juli zugettagcn hatten. Mit ein wenig gutem Willen oder ein' wenig.mehr Aufmerksamkeit hätte das große deutsche Blatt schon lange in der „Allgern. Ztg. d. Jud." viel vollständigere Belehrungen über diesen Gegenstand finden können, wie in dem Blatte des Herrn Nefftzer." ,So weit der Levant. Es freut uns, nunmehr dennoch zum Ziele gelangt zu sein, und die europäische Presse gegen den inhumanen wallachischen Minister in Angriff zu. sehen. Die allgemeine Anerkennung und Brandmarkung eines Unrechts ist jederzeit von der größten Bedeutung^ Daß übrigens die jüdische Bevölkerung der Donaufürstenthümer i n d i r ec t nicht ohne Schuld ist, gestehen wir in unserer Unparteilichkeit ein und leuchtet auch aus folgendem Briefe herv or: Bottuschan (Moldau), 18. September. (Privatmitth.) Durch die erfolgte Demission des edlen Ministers Kogulnizyn ist leider die beabsichtigte Gründung der israelitischen Schule am hiesigen Platze nicht zu Stande gekommen. Mit dem Ministerwechsel begann auch sogleich die Intoleranz wieder sichtbar zu werden, wie eS sich schon durch den bekannten Erlaß zur Genüge kundgiebt. Eine günstige, kostbare Zeit haben unsere Glaubensbrüder allhier in Unthätigkeit vorübergehen lassen und gaben weder dem humanen Aufrufe des vorigen Ministers, noch Ihren Mahnworten Gehör. Was Wunder, daß die Intoleranz immer mehr um sich greift. Mögen auch, hier recht bald die Augen unserer Brüder geöffnet werden, damit sie nicht ferner eine Beute der Wunder-Rebbes bleiben, die sie nur zu verdummen trachten, um sie desto mehr aussaugen zu können, und eine bessere Zeit wird auch hier nicht lange ausbleiben. Rußland. Warschau, 19. September. Am 1. Oktober werden die Sitzungen der allgemeinen Versammlung des Staatsrathes für das laufende Jahr beginnen. Die hauptsächlichsten Berathungs- Gegenstände werden folgende Gesetzentwürfe sein: über die Organisation des öffentlichen Erziehungswesens; über die bäuerlichen Verhältnisse; über die bürgerlichen Rechte der Juden und ein neues Bergstatut. Anzeigen. Die hiesige Schächterstelle, verbunden mit der Function als Vorbeter und Kassirer, mit einem Einkommen von 300 Thlrn. jährlich und freier Wohnung, ist vacant. O-ualificirende Bewerber, die mit den hierzu erforderlichen Attesten versehen sind, wollen sich baldmöglichst beim Synagogen-Vorsteher hier melden. Reisekosten werden nicht vergütet. Der Synagogen-Vorstand zu Schmiegel im Großherzogthum Posen. Für hiesige Gemeinde wird baldmöglichst ein geprüfter Lehrer gesucht, der sich zugleich als Schächter qualificirt. Gehalt bei vollständig freier Station Einhundert Thaler. Die Schächtgebühren betragen mindestens Sechszig Thaler jährlich. Meldungen und Zeugnisse sind baldigst unserem Rabbiner, Herrn L-r. W. Feilchenfeld, franco einzusenden. Ra ringen, den 24. September 186l. Jacob Levy jun., Vorstands - C ommissar. Die hiesige Lehrer- und Cantorstelle ist mit dem 1. April 1862 anderweitig zu besetzen; als Gehalt werden 250 Thaler pr. Crt. pro Anno zugesichert, und kann sich das Einkommen durch Privatunterricht in fremden Sprachen rc. erheblich vergrößern. Ferner suchen wir für unsere Filial-Gemeinde Niederntudorfs einen Lehrer und Cantor, welcher sofort eintreten kann; als Gehalt werden 100 Thaler pro Anno bei völlig freier Station zugesichert. Etwaige Reflectanten wollen sich gefälligst unter portofreier Eingabe cm uns wenden. Salzkotten, im October 1861. Der Synagogen - Gemeinde - Vorsteher S. Meyerhoff. Zum sofortigen Eintritt sucht die hiesige jüdische Gemeinde einen tüchtigen Cantor und Elementarlehrer, der gleichzeitig befähigt ist, den hier bestehenden Synagogen- Chor zu leiten. Firer Gehalt 250 Thlr. pr. Crt., welcher durch ziemlich bedeutenden Nebenverdienst durch Privatunterricht sich erhöht. Nur ganz Befähigte wollen sich melden, und nimmt Franco-Offerten unter Beifügung von Attesten entgegen Geldern (Niederrhein), im September 1861. Der Synagogen-Gemeinde-Vorstand. 41 **