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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-08-27 · Heft 35 (27.8.1861) · p. Seite 507

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 35 (27.8.1861)
Date
1861-08-27
Page
Seite 507 (sequence 11)
Language
German
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SV7 nannte israelitische Schul-Comte stemmt sich mit aller Kraft dagegen, und so geht diese Schule ihrem nähen Ende ganz sicher entgegen. 3) In neuester Zeit erst hat das wohllöbl. k. k. Kreis-Präsidium zu Krakau unterm 23. Januar 1861 No. 199 pr. im Grunde eines Erlasses des hohen k. k. Statthalterei-Präsidiums zu Lemberg 6. d. 16. Januar 1861 No. 8341 auf höhere Anordnung des hohen k. k. Ministeriums d. d. 12. December 1860 No. 18,366 über folgende Anträge ein Gutachten von mir abverkangt, und zwar s) über Heranbildung tauglicher israelitischer ReligionSlehrer; d) Abfassung geeigneter israelitischer ReligionS-, Lehr- und' Sittenbücher; c) Verzeichnung efnes bestimmten Lehrplanes, nach welchem-der Wüaionsunterricht für die israelitische Jugend Pwdhl an Hauptschulen, als auch an Gymnasien zu ertheilen wäre; welches Gutachten'ich bereits unterm 28. Februar 1861 No. 61, der hohen Regierung unterbreitet habe. 4) Ferner wurde ich vor nicht gar langer Zeit von Seite derhohen Regierung aufgefordert, über die vom Religionslehrer Winter in Krakau abgefaßten zwei ReligiönSbücher nw-ii» rin und niana m mein Gutachten abzugeben, was' auch bereits und nicht ohne Erfolg geschehen ist, und werde ich, so Gott will, diese mehrere Bogen starke Arbeit, wenn es mir gestattet sein, wird, seiner Zeit veröffentlichen. - Die hohe Regierung hat also gewiß den besten Willen, daS Unterrichts-^ und Erziehungswesen, so wie die EultuS - und Gerneindeangelegenheiten der galizischen Israeliten überhaupt zu heben und zu fördern; nUr kann dieselbe bei dem passiven Widerstande und Hindernissen, welche ihr im Innern entgegentreten, nMMurchdrin- .gem ' Die Ausübung eines Zwanges üvWim großen Ganzen würde - hier gewiß nicht am Platze'sein,' da auf geistigem'Gebiete die Lehre der heiligen Schrift b-'nn t*b. N22. »bi sich noch stets bewährt hat. ~ ÄZüö nun Andrychau und Herrn vr. Kobak daselbst. betrifft, so ist Andrychau keineswegs eine selbstständige CultuSgemeinde, sondern eine kleine, unbedeutende, zumeist auch schon germanisirte israelitische ReligiöNSgenoffenschast, die zur Oswieczimer Cultusgemeinde und unmittelbar zu meinem Rabbinate gehört. vr. Kranz, Kreisrabbiner. „ Rußland. Thorn, 15. August. (Privatmitth.) Der Pendant zu der bekannten - Mortara-Geschichte, welche in Sluzew Ende Juni d. I. spielte, scheint doch einen ändern Ausgang nehmen zu sollen, als die in Rom. Seitens der betreffenden höchsten Behörden in Warschau ist eine'strenge Untersuchung besagter Angelegenheit in Polen angeordnet und nach dem „Thörner/ Wochenblatte" bereits eingeleitet. Die in hiesiger Stadt in Dienst stehende Mutter' des jüdischen Kindes,' welches die christliche Amme heimlich' hatte taufen lassen und der Mutter nicht 'Ändgegeben würde, hat bereits einen Termin gehabt und ist init der Mütter conftontirt worden. —. In W a r sch a u' 'ist 'ein' slawisches Manuskript auf Pergament aus dem 14'. Jahrhundert' aufgefunden worden. Es ist eine Uebersetzung' der Psalmen Davids ^vom Bischof von Kiew,' Mchel GrUchina, welcher 1620 starb. Es scheint dies.4as aliesteDenkmalber f£dtt>ifc§ien' Frankreich. Paris, im Juli. Ueber den Proceß zu' R i o m schreiben die Arod.- i8r. Folgendes : Kaum ist ein Pröceß vollendet, in den der Ülttamontünisniüs! verwickelt war, als -schon ein zweiterbeginnt; die ' besagte' Angelegenheit aus Riom wird - am 13ten <Aügust vöt düs Schwurgericht des Departements Puy - de - Dome' ckö'tümen. Eine große Anzahl vonPersonen sind compromittirt und fünf bis sechs arretirt wegen Verführung einer Minderjährigen, verbunden mit Zwangsprofelytisnms. Wenn wir gut unterrichtet sind, so werden einige' bekannte Persönlichkeiten gegen ihren Willen in dieser Angelegenheit figuriren, die merkwürdige, unglaubliche Thatsachen aufdecken wird. Man wird dort die Anstrengungen auf frischer That ertappen, die eine gewissenlose Frömmelei ausgesonnen hat, um Nicht nur ein Kind seinen Eltern, sondern auch ein israelitisches seinen israelitischen Eltern zu entziehen. Düs Schlachtopfer hat von' einem Kloster in das andere reisen müssen, und man ging so weit, es in die Verkleidung eines Maurers zu stecken, um es den Nachforschungen zu entziehen. Aber was sich in der Angelegenheit B luth nicht ereignete,> Wird, sich diesmal ereignen: die-Familie wird dieses Mal unzweifelhaft selbstals Civilpartei' äüf- 35**

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