Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 31 (30.7.1861)
- Date
- 1861-07-30
- Page
- Seite 453 (sequence 15)
- Language
- German
- Belongs to
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Für ßefetU! — Besvn-erS wichtig — für angehende Rabbiner und Prediger. 'Im Berliigr -des llntn^lichiiÄeii ist ersWne»-'Md durch alle Buchhandlungen zu beziehen: - 7n« nac „Der Aharons-Stab". ■»'■■■ H aus Postille für jüdische Familienenthält homiletische Betrachtungen für alle Hüstoras zu ' ' - den fünf Büchern Mvsis Vr. Adolf Ghrentheil, Rabbiner in Horie (Böhmen). Der Name des als Kanzelredner so vortheilhast bekannten Verfassers bürgt für die Gediegenheit des Werkes. Preis broschirt 1 Fl. 50 Kr. öst. W. Gottlieb Schmelkes. Prag, Geistgasse No. 904 1. Im Verlage von Louis Gerschel in Berlin, Oranienburger-Str. 27, ist erschienen: Die Festgebete -er Israeliten. Text und lleberfttzung mit erläuternden Anmer- . . kungen. Bon »r Michael Gachs. Vierte Auflage. U Bde. Preis: Druckpapier 4-/z Thlr. Velinpapier 5^-'« Thlr. Das geehrte Publikum wird hierdurch auf eine neue Ausgabe des obigen Werkes aufmerksam gemacht, durch welche das einmal geweckte und nur immer stärker hervortretende Bedürfniß nach einer .angemessenen Übertragung her-jüdischen Festgebete zweckmäßig beftiedigt poetden Wl. 7. " / In dem Maße, in- Welchem die Bildung der deutschen Judenheit gewachsen ist, haben sich auch ihreAnforderungen an die Mittel gesteigert, welche man ihr zum Verstandnist der alten überlieferten 'Gebete darbietet. Es genügen ihr nicht mehr jene sowohl der Sprache, als auch noch öfter dem Sprachgeiste nach undeutschen und wegen ihrer häufigen Unverständlichkeit fast ungenießbaren Uebertragungen, welche besonders-bei den-Festgebeten bisher üblich waren. Der gebildete Jsraelrk'Mfdes ganzen ihm hargebotenen Gebetstoffes Meister werdest; it will nicht bei einem gewissen Halbdunkel des Verständnisses stehen bleiben-, sondern was er seinem Gott vorträgt, soll vorher mit den Empfindungen seines Herzens, mit der Klarheit des verständigen Bewußtseins,und mit seinem geläuterten Geschmacke in volle Uebereinstimmung gebracht sein. Und vollends an den Festtagen möchte er sich nichts verloren gehen lassen von dem. reichen,poetischen Gehalte, der ihm da geboten wird, von den eiaenthümlichen Anschauungen, vonden vielfachen, oft nur schwach angedeuteten Hinweisungen auf biblische und rabbinische ^Stellen^von der Menge geschrchüichrr Bezüge, die in den Festgebeten überall -ihm begegnen. Er möchte sich durch dies Alles im Strome seiner Andacht nicht gehemmt; sondern durch ein tieferes Berstandniß mächtig emporgehoben und gefördert sehen. Solches Verlangen nun befriedigt nach allen Seiten das „Machsor des Herrn vr. Michael Sachs'?. Es sind darin alle Schwierigkeiten, glücklich überwunden» welch^-dem ^lnternehmen einer Uebersetzung desselben in so großer- Zähl ertttzegesttreten. Mit bewährter Meisterschaft ist sowohl der Ausdruck und die poetische Form, als auch m derinnerfte Geist des Originals vollkommen wrddVrgeKben, und doch ist auch, wieder der deutsche Genius derart-zu seinem Rechte gekommen, daß man kaum glauben möchte, eine Uebersetzung vor sich zu haben. Daher bietet dieses Buch zugleich die schönste Sammlung religiöser Lieder des jüdischen Mittelalters, aus welcher man auch außerhalb des Gotteshauses und abgesehen von den Zwecken kirchlicher Erbauung, die reichste Belehrung und Anregung, sowie eine allgemeinere Kenntniß dieser poetischen Gattung schöpfen kann. 'Die erläuternden Anmerkungen sind kurz, aber inhaltreich und entsprechen dem Zwecke, den Leser über alte enischlagendrn. Anspielungen und Andeutungen zu orientiren. Endlich find der correcte Tert, die große Bequemlichkeit der Anordnungdie jedes Nachschlagen und Hin- und Herblättern überflüssig macht, die Wohlfeilheit trotz der schönen'Ausstattung und des Volumens Vorzüge, die dem Machsor in den weitesten Kreisen Aufnahme zu bereiten verdienen. Ich ersuche daher Vorstände, .Rabbiner, Prediger und Lehrer der resp. Gemeinden, durch Verwendung ihres Einflusses für die Anschaffung des Machsor in ihrem Bereiche gütigst wirken zu wollen. Das ganze, aus 208 Bogen in gr. 8. bestehende Werk umfaßt in seinen 9 Theilcn: I. und II. Band Rosch ha-Schanah, IN. und IV. Band Jom Kippur, V. und VI. Band Sukkoth, VII. und VIII. Band Peßüch, IX Band Schabuöth, und beträgt deren Ladenpreis 42/3. Thlr., auf Velinpapier 5V« Thlr. Die Ausgaben für. den polnischen und deutschen Ritus sind vollständig gesondert. Die erste Abtheilung, die Festgebete für Rosch ha-Schanah und Jom Kippur enthaltend, wird einzeln zum Preise von 2 Thalern abgegeben. " Das Machsor ist stets in den verschiedensten Prächtbänden, welche von der Verlagshandlung nur zum Herstellungspreise berechnet werden > vvrrathig^ 7 -■ / . - - Alle Buchhandlungen nehmen. Bestellungen entgegen. Subscnbentensammler erhalten auf zehn Exemplare ein Freiexemplar, und wird demselben bei größeren Aufträgen nach Uebereinkunst ein angemessener Rabatt bewilligt. .In demselben Verlage ist erschienen und durch alle Buchhandlungen zw beziehen: Das Gebetbuch der Jftaeliten mit vollständigem, sorgfältig durchgesehenem Tert. Neu übersetzt und erläutert - von . , Dr. Michael Sachs. 3. Auflage. Druckpapier 24 Sgr., Velinpapier 1 */s Thlr. In den elegantesten Einbanden.mit und ohne. Goldschnitt in Leinen, Leder und Sammet stets vvrräthig. Statt jeder Anpreisung dürfte die Bemerkung genügen, daß der Siddur in Beziehung feinet äußeren Ausstattung sowohl als in Rücksicht auf seine herrliche, gemüth - und geistvolle deutsche Uebersetzung und Erläuterung ganz, .der Äo.llkommenheit des Sachö'schen Machsor entspricht. Der Uebersetzer hat wortgetreu mit feinet klang - und' poesteteichru Sprache die altehrwürdigeN Gtbete Israels in Gemüth' 'erwärmendem Tone wiederqegeben und sie der Andacht bedürftigen Seele vorgeführt, wie sie dem glühenden Herzen und der wohlgeübten Feder jener frommen Sänger der Vorzeit entströmten. Von vielen ändern Vorzügen des Buches sott nur die wissenschaftlich werthvolle Uebertragutta der Pirke Aboth hervörgehoben werden, die über viele schwierige Stellen ein neues Licht verbreitet, so.i wie . die .meisterhaft gelungene, Nachbildung, der schönsten Semiroth. Die technische Einrichtung dieses Srddür ist in Rücksicht auf das weibliche Geschlecht so getroffen, daß nicht nur ein Jnhaltsverzeichniß Vas Aufstndtn.der Gebetstücke sehr erleichtertsondern es sind auch die sich-wiederholenden- Stücke-miwdev Aebersetzung abermals ätt Hh betreffenden Stellen abgcdtuckt und somit jede Nothwendigkeit des Nachschlagens vermieden worden.