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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-23 · Heft 30 (23.7.1861) · p. Seite 435

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 30 (23.7.1861)
Date
1861-07-23
Page
Seite 435 (sequence 13)
Language
German
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Denn ob den jüdischen Gelehrten unseres Landes auch Methode und Kritik meistentheils fehlen, so kann man ihnen Wissen und Scharfsinn doch nicht absprechen. Einstweilen ist bereits der Reigen der wissenschaftlichen Artikel würdig eröffnet worden durch unfern Slonirnski, der, immer bereit, jedes literarische Strebenmit seines Wissens Schatz zu unterstützen, einen interessanten Aufsatz: „über das Criminalrecht des Talmud" eingesandt hat. Bemerkenswerth ist noch in der ersten Nummer der „Morgenröthe" „ein Br u d er w o r t" von Herrn Przybylawski, einem christlichen Literaten, und ein Gedicht: „Handel, Handel", welches das Elend unseres städtischen Hausners poetisch schildert. So möge denn Ihr Blatt, Herr Redacteur, mit diesen schwachen Worten die Morgenröthe der Juden Polens begrüßen, wie es selbst als erstes jüdisches Organ die Morgenröthe der Juden Deutschlands einst bezeichnet hat. Italien. ' Casale, 2. Juli. (Privatmitth.) Heute berichte ich Ihnen, daß der wackere Herr Grazindio I. Askoli aus Görz von der hiesigen Regierung zum Professor der vergleichenden Grammatik und der Sanskrit- Sprache an der K. Akademie der Wissenschaften zu Mailand angestellt worden ist, und derselbe sich im Oktober l. I. sich an seinen ehrenvollen Posten begeben wird. A n z e i g e n. In Offenbach am Glan, preuß. Rheinpr. Kr. St. Wendel, wird binnen Monatsfrist ein Elemcntarlehrer für eine öffentl. israel. Schule, welcher auch als Vorbeter und Chorleiter fungiren und wo möglich auch den Schächterdienst versehen soll, gesucht. Der jährl. fire Gehalt betragt Thlr. 220. preuß.; außerdem werden die Casualien circa Thlr. 55. eintragen. Schlägt man die schöne Wohnung mit Garten zu Thlr. 25. an, so beläuft sich das jährl. Einkommen auf Thlr. 300. — Hierauf Restectirende belieben sich portofrei unter Beibringung ihrer Moralitäts¬ und Qualifikations-Zeugnisse direct zu wenden an den ist. Schulvorstand unter der Adresse & Rothschild und M. Triefufl zu Offenbach a/G. Lehrer- und Cantorstelle. Für unsere Filial-Gemeinde Bissen bei Aachen suchen wir zum 1. October e. einen unverheiratheten Lehrer und Cantor mit einem festen Gehalte von 250 Thlrn. Aspiranten wollen uns schleunigst ihre Zeugnisse franco einsenden. Aachen, den 4. Juli 1861. Der Vorstand der Synagogen - Gemeinde. Die Stelle eines Rabbiners, resp. Predigers und Religionslehrers an unserer Gemeinde ist noch nicht besetzt. Der firirte Gehalt beträgt außer Nebeneinkünften und dem Einkommen bei Abnahme der Eide 700 Thlr. Meldungen werden noch entgegengenommen und baldigst erbeten. Thorn, im Juli 186t. Der Vorstand der Synagogen-Gemeinde. V a c a it z. Die Cantorstelle im Tempel des HumanitätsVereins soll vom Isten September d. I. mit einem festen Gehalt von 350 bis 400 Thlrn. und einem Nebeneinkommen von 150 bis 206 Thlrn. anderweitig besetzt werden. Cantoren, die musikalisch gebildet und einen Chor zu leiten verstehen, wollen sich gefälligst unter Franco-Einsendung ihrer Atteste bei dem Herrn Herrmann Salz hier. Neue Str., melden. Reisekosten für Probevorträge werden nicht vergütigt. Posen, im Juli. 1861. Der Vorstand. Die Lehrer- und Cantorstelle an der Synagogen-Gemeinde zu Bünde, verbunden mit einem jährlichen festen Gehalt von 210 Thlrn., soll zu Michaelis 1861 anderweit besetzt werden.-Qualificirte Bewerber wollen sich unter Einsendung ihrer Atteste an den dortigen Gemeinde- Vorstand wenden. Einen Hauslehrer suche ich zum ersten März 1862 für Hundert Thaler jährlichen Gehalt bei freier Wohnung, Kost und Heizung. Der Lehrer hat drei Kinder zu unterrichten. — Anerbietungen erbitte ich mir franco. B. Löwenflein in Levern bei Preuß. Minden. Annonce. Äm ■ ersten October d. I. legt Herr M. Walter, welcher sieben Jahre als geprüfter Religionslehrer, Cantor und Schächter segensreich und ehrenvoll in unserer Filial-Gemeinde gewirkt hat, sein Amt nieder, um sich einem andern Lebensberufe zu widmen. Zur baldigen Wiederbesetzung dieser Stelle, welche mit einem jährlichen Gehalte von 250—300 Thlrn. und nicht unbedeutenden Emolumenten verbunden ist, werden

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