Mannheim
Compact Memory

Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-07-16 · Heft 29 (16.7.1861) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 29 (16.7.1861)
Date
1861-07-16
Page
[Seite] (sequence 1)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
96% known words query
IRI
…/3224737-3226256-3226286--19584-3248608
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

Mentioned entities

OCR text

2 entity mentions

25, Jahrgang. U l l g / M eine 29. Zeitung des Zudcnthums. Ein ««parteiisches Organ für alles Mische Interesse. Herausgegeben von Rabbiner Vr. Ludwig PhiliPPfon in Magdeburg. Leipzig, den 16. Juli 1861. Diese Zeitung erscheint wöchentlich einmal, Dienstags, in 1V2 bis 2 Bogen. Preis des Jahrgangs 3 Thlr. Halbjährig 1 Thlr. 15 Ngr. Vierteljährig 22'/r Ngr. Inserate werden mit l'/a Ngr. für die Petit-Zeile oder deren Raum berechnet. Beilagegebühren betragen für 1 Bogen 4 Thlr.« für V2 Bogen 3 Thlr., für 1/t Bogen 2 Thlr. Alle Buchhandlungen, Postämter und Zeitungs - Expeditionen nehmen Bestellungen au; der Hauptexpedition für beide Letztere hat sich das König!. Sächs. Haupt > Zeitungs. Bureau hier unterzogen. In - a l t. Leitende Artikel: Das jüngste Ministeriälrescript, die Juden in Galizien betreffend. — Dr. B. Beer. — Literarischer Wochenbericht. Zeitungsnachrichten r D e u t s ch l a n d: Frankfurt am Main. Aus Bayern, Ludwigshafen. Preußen: Berlin. Rußland: Mitau. Italien: Padua, Ferrara. Aegypten. Türkei: Konstantinopel. Korfu: Korfu. Leitende Aetikel. Aus Galizien, Ende Juni. Das Mngste MinisteriairLscript, die Juden in Galizien betreffend. Daß alles Schöne muß vergehen, Und auch das Herrlichste verwehen. Die Klage stets auf Erden klingt; Doch Todtes noch lebendig wahnen, Verwirrt das Weltgeschick und bringt Das tiefste Leid, die herbsten Thränen. Lenau. Die Albigenser. Dieser Tage überraschten uns die Wiener Journale mit der Mittheilung eines für die galizischen Juden sehr wichtigen Ministerial-Erlasses, dessen wörtlicher Inhalt in der Quelle, der Lemberger officiellen Zeitung, folgendermaßen lautet: „Laut Erlasses des hohen Staatsministeriums vom 21. Febr. 1861 Z. 9917/186 haben Se. k. k. Majestät allergnädigst z« genehmigen geruhet: „1. Daß in Galizien eine mit den Rechten einer öffentlichen Anstalt ausgestattete Rabbinatschule errichtet, und der Kostenaufwand, in so weit solcher nicht aus einheimischen Quellen gedeckt werden könnte, aus dem dermal mit dem katholischen vereinigten israelitischen Schul-, fonde bestritten werde. Ferner „2. Daß der israelitische Schulfondsantheil aus dem katholischen Fonds - mit dem zur- Zeit seiner Einverleibung bestandenen Kapitals- Betrage in 5°/o Obligationen im Rominalwerthe ausgeschieden, sofort der Verwendung für israelitische Schul- und Unterrichtszwecke zurückgegeben werde; dann , „3. Daß von der bisherigen Forderung der gymnasial- und philosophischen Studien für die Rabbinatscandidaten in Galizien abgestanden und sich mit dem Beweis der Bildung, welche das Untergymnasium bietet, begnügt werde. „Dies wird zur allgemeinen Kenntniß mit dem Beisatze gebracht, daß' die Verhandlung wegen Errichtung der Rabbinatschule in Lemberg mit dem Bestreben, daß solche mit dem nächsten Studienjahre in das Leben trete, in Angriff genommen wird; ferner, daß die Ausscheidung des israelitischen Schulfonds mit Beginn des Verwaltungsjahres 1862, d. i. mit 1. Novbr. 1861, erfolgen wird." Zur Aufklärung über den 1. und 2. Passus möge zuvörderst die Notiz dienen, daß im Jahre 1806 die in Galizien seit 1789 bestandenen Mischen Normalschulen

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.