Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 24 (11.6.1861)
- Date
- 1861-06-11
- Page
- Seite 343 (sequence 9)
- Language
- German
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343 sie an - Niemandem-vorübergegang em ^In' decklprö^ visorischen Anstaltsgebäude Würde ein stöhliches Mittagsmahl dem Waisenkindern bereitet, wobei sich die -Anwesendem zugleich von den herrlichen ^Leistungen und Einrichtungen! des, Hauses überzeugten:- Eine hohe Ueberraschungi 'verlieh - auch die Depesche an die Gründerin des Vereins-, worin Ihre Majestäten aus Berlinwelchen aus telegraphischem Wege der. Festgrußi überschickt wurde,. in huldvollster.Weise. Allerhöchst Ihren Dank auszudrücken geruhten. - v Oesterreichischer Kaiserstaat. Aus Ungarn, 31. Mai. (Privatmitth.) In den Verhandlungen beim Landtage zu-Pesth wird von vielen Rednern d i ev o l l e G l e i ch b e r e ch t i g u n g a l l e r Religionen zur Sprache -gebrächt, und- Einige darunter erwähnen geradezu die Emancipation der Juden. Hervorzuheben ist unter diesen Gras Bela Szechenyi, welcher eine ganze Rede über; die letztere hielt. Wären die allgemeinen politischen Verhältnisse ruhigerer Art und -böten eineerfreuliche Aussicht, so könnten auch wir Juden mitdiesen Aeußerungen zufrieden sein. Auch für die- Magyaren ist die Judenfrage ein Prüf- und Markstein-! und! es war daher ein schlimmes Omen für jene, als! man durch Wort und That anfing, das Princip: der Gleichberechtigung und Gewissensfreiheit zu verläugnen:> - Möchte es jetzt nun nicht bereits zu' spät sein! Die Schweiz. v Berlin- 28. Mai. (Privatmitth.) Der durch historische Forschungen- -besonders durch seine treffliche,-,Oesterreichische Geschichte^ in weiteren Kreisen bekannte vr. Mar Büdin g er, Sohn des ehemaligen Seminarlehrers MoseS- Büdinger in Kassel, hat einen Rufäks ordentlicher . Professor! der - Geschichte an der Universität Zürich erhalten und angenommen. Gelegenheitlich hier die Bemerkung, daß an der Zürich benachbarten Universität Bern vier Juden als Professoren wirken,:- Valentin, und Schiff lehren'-Physiologie und-Anatomie, Läzvru s Philosophie und Hugo- Schiff leitet das-chemische Lüborätoriüm. - ^-i. So benutzt - die Schweiz - das noch immer in Preußen herrschende- System- Gelehrten jüdischen Glaubens keinem -Anstellung zu gewährendie - Lehrtalente solcher Mnner für Hre Hochschulen zu verwerchen^ -Bekanü^ lich haben ' die-'jüngsten VerhÄndlungen über-'M Züstand dev preußischen Universitäten intpreußischen Abgeördntztenhause offen dargelegt, daß jene durchaus' nicht in dem Zustande' sind,'- einen Ueberflüß an Eapacickten' zu', besitzen- 'und daß -es daher, für' M telligenz" durchaus-nicht gleichgültig'ist, l tüchtige MüN-' ner zur Auswanderung zu uöthigen. Holland:; Amsterdam, im Mai. (Privatmitth.) - Anbei erfolgt! ein aus dem Berichte des Magistrats zu A msterdam über das Jahr 1860 entnommener, unsere Glaubensgenossen beweisender Auszug.!-! V. ' 1. r . ' N '1 Die Bevölkerung der Stadt Amsterdam betrüg 269,532 Einwohner, womnter 26,879 niederländische und 3208 portugiesische JsraMem f.6. -; . : ,;. Medicinal-Angelegenheiten. •' 1 Laut Angabe > der nieder!, israel. AnnenverwaltUng wurden bei derselben 1,48 Kinder vaccinirt." — Der Präsident der medicinischen Commission hatin Gesellschaft des -Staatsanwaltes die niederl. israel. Irrenanstalt alle drei! Monate besucht- und-Alles-stets in der besten Ordnung gefunden. - i Kirchliche Sachem-- ' Die niederl. israel. Gemeinde hat 8 Kirchen UttV 2 Geistliche, die portugiesisch israelitische 4 KirchenUnd 3 Geistliche. — Die vorgenommenen Reparaturen und Verbesserungen.! der Synagogen und -Bad'öhMschM-niederl. istaell Gemeinde sind im Laufe-des verflossenen Jahres beendigt. —7- An Geschenken und'Legaten^ vkrliehen? zu religiösen Zwecken, sind anzuführen : 200 Gülden - an die niederl. portug. Gemeinde von I. v. I.-Spinoffar Eattela;, eimLeM von 105 G.naü die Niederll israellr-GemeindewowiJ:M. Keyser zur Ausführung der in i seinem? Ltzstämente? antzegebeüen - religiöstw! CertzMonieü, Io wie-1060 Gr?von-demftlbeü'M unter-gleichen-Bedingungen/:je 200nG. uns Kränkenhäüs, uns Seminarium, ans WaisMhuÜs für Knaben-an das für Mädchen, an? die Beerdigüngstzäsellschast, an die nvvn - ri-'wrri: und un rfyin.t welche sämmtlich Einrichtungen der niederlcknd. israel. Gemeinde stndg ein Legat von 500 Gk-anS israelÄische - Waisenhaus? für Kttäben - von Ester Härtog' La- 24