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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-06-04 · Heft 23 (4.6.1861) · p. Seite 331

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 23 (4.6.1861)
Date
1861-06-04
Page
Seite 331 (sequence 11)
Language
German
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331 besuchen, sie ch-zu>Uhre Kinderchuchühzeitig aus dieser Schule zu > nehmen, , umi sie-ein Gewerbe erlernenzu lassen, - sä daß.sie nur "wenig- Nutzen aus dem Aufenthalt Ln ihr- -ziehen.' Diese Schüfe wird auch aus Mängel einer 'änderü von den Kindern der; bemittelten Eltern gegen Zahlung von Schulgeldbesucht. , ,,/ . Die Regierung bewilligt dieser Anstalt eine jährliche BeisteÜer'' Äon 4000 Frcs!ungefähr; Sie werden, sich vielleicht wundern, den israelitischen Unterricht in einem Lande, wo die Sitten so intolerant sind, unterstützt zu sehen; wir verdanken diese Wohlthat dem ehrenwerthen Sir Moses Montefiore, der bei seiner Durchreise nach dem heiligen Lande uns aufs Wärmste dem damaligen Gouverneur SirHloung empfahl; und Dank sei es dem löblichen Andringen dieses Letzteren hat uns das ionische Parlament die besagte Subvention bewilligt, welche beinahe zwei Dritttheile. der Kosten ausmacht. Was den Cultüs hier betrifft, so giebt es wenig Gutes Ihnen.davomzu berichten; diese Gemeinde, die numerischibedeutend ist (sie .zählt 4000 Seelen), macht wenig Fortschritte; die Vorurtheile haben eine große Gewalt bei der ärmeren Classe, die Reichen sind indifferenterer Mitjelstund ist hier, wie.überall, zugleich religiös und freisinnig. M; ,Um diesen. Uebeln abzuhelfen, um diese große Gemeinde zu versittlichen, um mit einem Worte den so gefährlichen Jndifferentismus, von der andern Seite den Fanatismus der Masse zu bekämpfen, welcher der UnduUamkeit.-der griechischen Bevölkerung zum Vorwand dient, .bedarf: es statt der orientalischen Rabbinen, wie man -deren hier sieht, eines europäischen Rabbinen, erfülltvomGeiste der Zeit und fähig, einen heilsamen und-'nachhaltigen Einfluß durch seine Einsicht wie durch seinen weiteren Gesichtskreis auszuüben. , Unsere Lage ist fortwährend eine traurige; wir haben keine politischen Rechte; die Advocatür ist uns versagt, eben so der Eintritt in die große Loge der Kaufleütein das Theater, - in die philharmonische Gesellschaft,' in das Casino. Diese peinliche Lage rührt theils von den Vorurtheilen der griechischen Bevölkerung, theils von der Berechnung der .englischen Regierung her, die sich aber.sehr: eitler Weise schmeichelt, die griechische Bevölkerung mit dem Protectorat auszusöhnen, indem sie seinen Vorurtheilen huldigt und seine Abneigung duldet. A rt tz e L g e n. Lehrerstelle. '.. Die hiesige Lehrer- und Cantorstelle hat. in dieser Verbindung der Aemtersn, entsprechender Weise noch nicht besetzt werden können. Wir beabsichtigen demnach die Anstellung eines Elementarlehrers für unsere Schule, welche den Charakter einer öffentlichen und städtischen hat, mit einem jährlichen Gehalte.von 3 00 Thlrn. Sollte der Lehrer. die Functionen eines Cantors für die Synagoge mit übernehmen können, so wird der Jahresgehalt auf 400 Thlr. erhöht. Sobald die Bewährung im Amte Hinreichend nachgewicsen ist, kann bei K. Regierung auf definitive Anstellung angetragen werden. Sofortige frankirte Anmeldungen werden erbeten. Aachen, 5. Mai.1861. - Der Schulvorstand ber Synagogengemeinde. Die hiesige israelitische Gemeinde wünscht einen Lehrer und Cantor zu engagiren. Fixer Gehalt ohne Nebenemolumente 250 Thlr. jährlich nebst freier Wohnung und Heizung. Der Antritt muß spätestens bis zum 6ten November d. I. erfolgen. Hierauf reflectirende Lehrer haben sich an Unterzeichneten zu wenden und ihre Zeugnisse beizufügen. Duisburg, den.1.0. Mai 1861. Der Vorstands - Commifsär ' ' D. G. Davide Offene Lehrer-Stelle in der Gemeinde Blomberg-Cappel im Fürstenthum Lippe. Firum Gehalt 180 Thlr. Der Lehrer hat seinen Wohnsitz in der Stadt Blomberg, muß daselbst wöchentlich 3 Tage und 3 Tage in dem eine Stunde davon entfernten Dorfe Cappel den Unterricht im Jüdischen und Deutschen ertheilen, auch in beiden Orten, und zwar einen Sonnabend um den andern den Gottesdienst leiten. Diese Stelle muß spätestens Michaelis dieses. Jahres besetzt sein. Reflectirende wollen sich baldigst portofrei, beim Unterzeichneten melden. Der Vor fi a n d: B Arensberg. Die hiesige Lehrer-, Cäntor- und Schächter-Stelle, welche für einen verheirateten Lehrer' mit 150 Thlrn. Firum und 70 Thlrn. Nebencmolumente, und für einen unverheiratheten mit 70 Thlrn. Firum und 70 Thlrn. Nebenemolumente dvtirt ist, wird am Isten Juni dieses Jahres ftei. Qualificirte Bewerber wollen sich fr a n c o unter Einreichung ihrer Zeugnisse bei Unterzeichnetem Vorstände melden. :; ‘ - 1 - Massow. 1-7. Mai 1861.; ' r : . n - i'i - * 1 : ' Der Vorstand 4i!L. h)Mvfes Behrendt. 23**

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