Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 22 (28.5.1861)
- Date
- 1861-05-28
- Page
- Seite 311 (sequence 5)
- Language
- German
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gewalt erbitterte^. gefährliche.Feinde ftien, wiedad Jahr 1848 gezeigt,. wo-ein großerTheil der revolutionären Presse sich indMHändmvon'JssaeliWbeftmden habe./-; (Schsuss-folgt.) -;s : Magdeburg, 20. Mai. Kromie Ewreew! /- n / & * -r - Diese Worte sind-, es,; welche - das ganze Unglück her russischen Juden tragen und autzmach.en! : Kromie Ewreew, das ist die unselige Formel, die wir in den..russischen.Gesetzbüchern/überall wiederfinden, wo irgend eine Rechtswohlthat den übrigen Bewohnern des weiten Czarenreiches ertheilt wird) mit dieser Formel werden die Juden immer wieder gewaltsam aus dem Schoße der Gesellschaft hinausgeftoßen, in die Acht erklärt, dem Geringsten als ein Gegenstand der Verachtung, der Verfolgung bezeichnet — kromie Ewreew, „ausgenommen die Hebräer". , Kaiser Alexander II. hat das große Werk der Aufhebung der Mbeigenschaft begründet. Änd Quelle des Segens hat er für zweiundzwanzig Millionen Menschen und alle ihre.nachfolgenden Geschlechter, eine Quelle des Segens' -füd' gän^MußlW' Aber aü-ch^Äe^ses' r Werk der Humanität, Gerechtigkeit und Staatsweisheit konnte nicht ohne den Schandfleck „kromie Ewreew" bleiben-- M M kein/ russisches Gesetz ohne^ einen solchen OelMcheür gu.sgeheni;dürft.^Mer-Reichsrath hatHämlich ter Artikel:4,!, des? betressenden Oesetzes Folgendes beschlossen : „>Di.e zw d em Landgüternder MMuttz gehörigen'Wiesen>,Mälder> Felder p^ssjw.- weflchoi nichtM den Anthe.il der.Bauern: .hach der vorgeschrjebenen Ordnung aufgehe.n, können , verkauft und. abgetreten - werdenan Personen .aller Stände: krMie.- Ewree>V: au ög'e.n o.m m e tt an: T.u d eM" Wgs -also: Heiden..und.Zigeunern gestattet: wird,: soll, den Anden untersagt;sein.;Auch jetzt, sollen, sie/ in die Städte und Ghettis! verbannt .sein-;,läuch/jetzt^ sollen sie kein -Stückchen der MWer /Mdri emerhen ,: ihr neigen nennen nmd bearbeiten..dürfen!, Und, welche-sind.nun .die Motive solcher grausamen /.Ausschließung?^ . Fürchtet, man, .daß. der Edelmann, der ijetzt.sso .Vieles: , zu opfern .hateinige Pchrzellen::ftimdiMlerj-besser-.lprrw.erthen wird - wenn Juden an.dM. Kauf 1h.eLlnehm.M/üNd!die:-V.oncu.rrenz- "v.ermehtey, - Können?;. Fürchtetj man/, daß dex-Modenwerth - zunächst; in denMrovinzen> .wo Juden.wohnen:dürfen,:. und.mittelbar danni-auch: in/Hew andermMoZiMn des Reiches Feigen, und'- dadurch auch, den, bisherigen Leibeigenen,eine Erleichterung ihrer noch zu tragenden Lasten zu. Th eil werden würde? — Im Uebrigen hat die Erfahrung ,gelehrt, daß überall, wo den Juden der Erwerb von Grundstücken.und der Landbau: freigestellt wurde,, diese allerdings davon.Gebrauch machten, aber nur sehr langsam und allmählig. Der Uebergang von Stadt zu Land, vom Handel zum Ackerbau ist stets ein schwerer und darum der Zahl geringer?- Der bemittelte Kaufmann braucht ftine Capitalien zu seinem Geschäft, der, arme Jude hat zum Bodenerwerb kein Geld;, ,ein seit Jahrtausenden gewaltsam in die Städte gezwängtes Geschlecht wird nicht leicht ein 'ackerbauendes,' da ihm hierzu Erziehung" und Kenntniß fehlt. Man hat also durchaus kein 'Verdrängen des Bauernstandes durch Juden/ irgend eine Schädigung durch diese > wenn sie en Masse auf das * Land' Hinaüsströmten, zu fürchten, wird also 'durch dieMöglichkeirderjüdischen Cöncurrenz der Bodenwerth gesteigert? so ist doch am wenigsten dadürch eine Vvdentheuerüng zu erwarten, wodürch das'Landproletariat vennehtt werde.' Nein! es ist nur die alte eingewurzelte Gewohnheit, welche auch in dieses Gesetz bas verhÜngnißvolle Kromie Ewreew hinein- ' brächte, und wenn der größekaiserlicheGesetzgeber nur an die riesige That dächte, welche er bewerkstelligte, hatten die unteren Räche und bureaukratischen Ausarbeiter ihre Lust daran, wenigstens zwei Millionen Menschen wehe zu thun, wenn sie die Wohlthat für zweiundzwanzig Millionen Menschen nicht hindern konnten. . ,, Die Hoffnlinfltn, ^wdlche^im döfl^He^en^ der russischen Juden mit der Thronbesteigung Alexanders II. erwachten, sie werden nicht getauscht wetden. Sie werden wahrscheinlich z-uletzt zrzp'EMtW.-koMMN,,.aber:B.e,)NMey es. Dann aber müßte der erste Schritt sein? d a ßda,s Kr.omie; Ewreew aus dew Gestzitzhssch e/pn Ruß dan d s vr rsch w iwd e! - Die . Geschichte her .neuern Zeit - hat, gelehrt,: daß alle 'dickleibigen.Jüdengesetze leerSs^Stroh sind, die: den: Gesetzgebern nicht zusir Nützen,. - den .Juden oher zum Schaden gereichen. Miss Euer .Sinnen. und Trachten, all! Euer Spintisiren und. Verclausuliren ist eitel, rKd vermag? höchstens:die/große Mtliurftage iu ihrer:Lösnng/einig eZahrzehende/Mverzögern.- Die /ganze Sache-.iss, einfach : Sehet Eure Gesetzbücher durch undstreichet überall das Kromie: Evvreew, und Ihr seid.mit dem. besten-Judengesetze ..fertig .austimmer. .? :,/.Much aber, ^die JhvldieLuden immerfort schmähet, ihre-Sulturreife läugnet, ihnen,sociale..Untugenden aller Art: vorwerfet, / alle. Mögliche. Forderung^ in. industrieller