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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-05-07 · Heft 19 (7.5.1861) · p. Seite 271

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 19 (7.5.1861)
Date
1861-05-07
Page
Seite 271 (sequence 13)
Language
German
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m Koffert von Seiten des polnischen Volkes eine bessere und minder-feindselige werden. - Warschau, 22. April. (Bresl. Ztg.) Eine betrübende Nachricht ist heute aus der deutschen Fabrikstadt Lodz eingelaufen. Ein jüdischer Fabrikant daselbst hatte vor einiger Zeit eine Dampfmaschine errichtet und dadurch viele seiner bisherigen Arbeiter entbehrlich gemacht..Ferner erregte schon lange die Concurrenz der jüdischen Einwohner Lodzs den Haß der dortigen deutschen Fabrikanten.- In der Nacht nun vom 20. zizm 21. überfiel eine große Zahl deutscher Einwohner ihre reichern■ jüdischm -Mitbürger und zerstörten eine Spinnerei bis - auf den Grund; die Juden setzten sich zur Wehr, die polnischen Einwohner so wie Bauern aus der nächsten Umgebung eilten den Juden zu Hülfe und es kam zu blutigen Auftritten, bei denen Viele verwundet, Einer-getöM -wurde. Mnanere Nachrichten:haben wir bis jetzt moch nicht einzichen können. A « z ss i g e n. Am Mittwoch den 10ten Aprilfeierte das Ehepaar C. Sternberg in Meppen seine „goldene Hochzeit". Wir erlauben uns , die geehrten Leser der Zeitung v. Jud. darauf aufmerksam zu machen, wie das genannte Jubelpaar durch Fleiß sich ein nicht unbedeutendes 'vermögen. erworben und durch Mildthatigkeit und Ehrbarkeit sich bei Jedem beliebt gemacht. Die Feier begann des Morgens, um 9 Uhr und ward in der.Synagoge eine Festrede gehalten vom Lehrer Neu mark, die ihrem Zwecke vollkommen entsprach und wohl Keinen des Publikums — worunter viele höhere Beamte — ungerührt liest. Beiläufig bemerken wir, daß N. sein 18tes Lebensjahr kaum erreicht und durch sein Lehrertalent, als auch durch seinen Vortrag einen tüchtigen Schulmann verspricht. Ein geprüfter Israel. Lehrer, unverheiratet, der außer-Religion und Deutsch -auch in Französisch und Latein zu unterrichten versteht, findet bei einem Honorar von 130 Thlrn. und freier Station vom 1. Juli, früher oder auch später eine dauernde Hauslehrerstelle M Gebr. Zielinsky in Barcin bei Bromberg, Großherzogth.-Dosen.. n - -u- : ' Me hiesige Lehrer-, Schächter- und Borbeter-Stelle init einem anständigen EinkömMen ist vom 1. October d. I. neu zu besetzen. Darauf Reflectirende wollest sich bawgefätligst bet dem Unterzeichneten Vorstände melden. . All.en steint, den.29, Mätz 1861. ' Der Synagogen- Vorstand. Anzeige. Die hiesige Pa bbinats -Stelle, seit 15 Jahren von Herrn Rabbiner Flehinger verwaltet, ist durch dessen Weiterbeförderung mit dem Istey Mai d. I. anderweitig zu besetzen. — Außer den Casualien ist die Stelle mit einem firen Gehalte von Fl. 60«. verbunden. Es wird daher ein tüchtiger Mann, welcher seine Fähigkeit gehörig nachzuweisen hat, für diese Stelle gesucht, der sich recht baldigst.an den Unterzeichneten Vorsteher, welcher ihm die nöthige Auskunft.ertheilen wird, zu wenden hat. i Meifenheim aur Glgn, ^andgrasschaft Hessen-Homburg, hen 15. Apxil -18.61. Der Vorsteher der israelitischen Gemeinde. Jacob Haas. /VWVWWV/\S\/\/\/\/W\S\/V\/\/\A/W\/WWVW>A/W\A/W\/\/\/\/WVWV\n/W\A/\/\/W\/WVV\/Y Für die hierorts zu errichtende jüdische Gemeinde- . Schule werden vom Isten Juli oder Isten October e.!! ab noch ein Lehrer, welcher beit Unterricht M Hebräischen und im Talmud leiten kann und akademisch ge-! bildet ist, mjt Mety jährlichen Gehalt ppy ,circa 450 . Thlrn., eben so eine geprüfte Lehrerin^ welche sowohl;! in allen Fächern der Wissenschaft wie in Handarbei- '! te.n die Leitung einer höheren Mädchenschule überneh-!! men kann, mit einem jährlichen Gehalte von circa 250!! Thlrn. gesucht. j Qualificirte Personen wollen sich unter Ueberrei- > chung ihrer Zeugnisse hei dem Vorsitzenden der un-! terzeichneten Commission, Herrn "-Michael Gntt-! m a n n hier, durch frankirte Briefe melden. : Bemerkt wird noch, daß bei Ersterem inustkalisches:! Wissen gewünscht, bei Letzterer jedoch gefordert wird, i Beuthen O/S., im April 1861. Die K'chul-CWmisston. Bei der Synagögen-Gemeinde zu Oppeln wird zum 1. September d. I. der Cantor-Posten erledigt und.soll anderweitig besetzt werden. ' Hieraus reflectirende musikalisch'.gebildete Cantordn, welche einen Chor zu bilden und zu leiten verstehen,, und die zugleich befähigt sind, den Schächterposten oder auch den eines zweiten.Lehrers an der dasigsn Gemeindeschule zu bekleiden, werden aufgesardert, ihre Gesuche und Zeugnisse an den Unterzeichneten Vorstand frankirt einzusenden. Für den Cantor -, in Verbindung mit dem Schächterposten ist ein Gehalt von 3—400 Thlrn. festgesetzt; die Nebeneinkünfte'betragen gegen 200 Thlr. Das Cantor- und Lehreramt bringt einFirum von 300 Thlrn. Reisekosten werden nicht erstattet. Der Vorstand der SMagogen-Gemeinde zu ^>-peln.

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