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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-30 · Heft 18 (30.4.1861) · p. Seite 252

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 18 (30.4.1861)
Date
1861-04-30
Page
Seite 252 (sequence 8)
Language
German
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m sere RettMg-, Md ssts es allenfalls - erhebend - . haß die; mächtigsten Häupterder Ungarischen, Bewegung^imj ßl u s k an d e unsere - Sache M) Per ihrigen Machen- -7j .Mährens i m L a ni> e soj.ysenige einflußreiche.Zthnmen j ^für, uns saut, werden, chird in.Paris -und Turin für j uns gestritten. Ich meinedie BriefeKlapka's undPuls-; kp's, die Sie bereits gegeben. .;1 \ Der Pesther Lloyd bemerkt zu dem Briefe Klapsa's: - „Wir hoffen nicht bloß.,.. sondern wissen es auch bestimmt, ) daß der Landtag diese Worte Klapka's zur Wahrheit ma-' chen wird." Das Pcsti Naplö No. 74. theilt auch eii nen hierauf bezüglichen Artikeldes Constitutione! mit, dessen Schlußsatz, lautet: „Wir nehmen die Erklärung des.Generals Klapka zur Kenntniß, welche, wie wir hoffen, ein aufrichtiger Ausdruck von der Gesinnung \ der Ungarn ist. Bedauerlich wäre es hingegen, wenn! 'ein Volk, das seine nationale Unabhängigkeit mit so < viel Energie zurückverlangt, in seiner eigenen Mitte zwisihen seinen.Mitbürgern durch die Unterdrüchung Kin e r? Volks classechas Beispiel der Unterjochung zeigen würde." \ Vergleicht man das Verhalten der ausländischen \ Presse mit dem hartnäckigen Schweigen so mancher hocharistokratischen Journale im Lande, so kann man sich nicht enthalten, mit den Worten der Schrift auszurufen: ,,Hattet Ihr auch in solcher Zeit.geschwiegen, so ersteht: chen.Juden Befreiung und Rettung von.anderem Orte." (Esther 4, 13.) , .. . ■ . ..Nachdem Anhören der Erbärmlichkeiten, welche in: 'jüngster Zeit, an verschiedenen Orten gegen Ms vprge-! ..bracht würden, ist es wahrhaft erquickend, aus solchem! Munde sulche Worte zu hören.. .Man wird mit.dem. Schicksale wieder ausgesöhnt, denn es' ist wahrhaft eine Ironie, oder vielmehr eine Tröstung desselben, daß der edle Pulsky .in dem Hauptorte des in der Judenfrage .so berühmten Saroscher Comitates in Eperies gehören werden mußte.. Jene Stockprügelritter par excellence, welche von dem gefeierten Manne an mehreren Landtagen vertreten wurden, erhalten hierdurch die eindringlichste Lection. ,.., Die Episoden der.jüngsten. Zeit vermögen überhaupt so manche eclatante, in, engem: Raume ganz nahe gerückte Gebensätze aufzuzeigen.. Während z. B.. in dem- Städtchen Privigye die dort zur. 'Deputirtenwahl versammelten Wähler in rohem Vandalismus dasLeichenbegängniß eines. Juden bis auf den, G ottesacker mit Steinwürfen verfolgen, .finden einige Stunden weiter zu Rajetzdie vön .der Gegenpartei mit Knütteln Md > MeiMflrfG.. persolgten Mahle^ihrej LMusr^ttungshlos in chen Hausern wer .Juden,; die-Mchen,-Wahsen^nicht tMlnehmend,^aD neutraler) Boden -gelten. --(po,rtd^t sich, der Geist: der Duldung.. und) Humanität.-— machen, zwar; aus übet angebrachter >falscher Kcham, -die heimischen Bsätter.,von.;solchen Vorgängen keine^Exwähnung. Wir sagey! jedoch uls)naher,EingewMe ein ,„raiüb ir ö:", daß, wir für; jetzt,, so lange die, Wahlen .noch nicht durch das Gesetz geregelt sind, un denselben nicht Theil zu nehmen brauchten. — Bei den blutigen Schlägereien, wie sie an so. vielen Orten Herrschten, wären sonst, statt dev-seicht zu verschmerzenden Fensterscheiben, vielleicht eben, so. viele jüdische.Menschenseelen zum Opfer gefallen. Wir können dahepun fern-.Kellnern, die uns, vom Wahlrechte ausschlossen, mit vollem Rechte zurufen:, nvwn p^h.b« -rjan?bs. - annpn - _pn« raiüb „Ihr dachtet Böses gegen mich,aus,undwer Ewige wendete es zum Guten". (1 B. M. 15, 20.) Der Vorstand der Pesther - Gemeinde fordertin -einem Rundschreiben sämMttcheMMitatßgMeiMy,Mf, bis zum 15. April Vertreter nach Pefth zu schicken,- um .über das dem Landtage gegenüber zu beobachtende Verhalten einen gemeinsamen Beschlußzu fassen. — Indem wir über die von dem Pesther Gerneindevorstande ergriffene Initiative unsre ungetheilte Anerkennung kund geben, können, wir nicht umhin, auch den vielseitig sich äußernden Wunsch nuszusprechen,daß aus Rücksicht für die, G emeinden in.. den slav ischen Comitaten der ungarischen Korrespondenz wenigstens. -auch eine, deutsche Uebersetzung beigegeben werde^. Man ist bereits in den Berathungssälen. der Comitate von der „ Magyar-Manie um j e.d en Preis " abgekommen und gestattet der Bevölkerung, in derjenigen Sprache zu verhandeln, welche sie versteht. — Warum daher ehrsame Gemeindevorftände in die peinliche Verlegenheit bringen, beim Empfang eines am tlich enSchreibens irgendJemand en aufsuchen .zu müssen, der solches zu übersetzen im Stande sei. Sagt doch schon der alte Jesaiah: „Ein Volk wird nicht in . ei n e m Tage gehören" (66,- 8.). , Viel weniger könnest daher.sorgenvolle Familienväter eine fremde Sprache in einem Tage erlernen. Unbeschadet.ihrer patriotischen Gesinnungen ist die ungarische Sprache den meisten Gemeindevorständen noch fremd, und dürfte dieselbe auch keineswegs die Verhandlungsspmche/-bei den Conferenzen der Gemeindevertreter abgcbew können.- Möge diese Versammlung dM gewünschten. Erfolg erzielen, . Wd sollte Mchwort das Princip der^effenj-

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