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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-16 · Heft 16 (16.4.1861) · p. Seite 225

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 16 (16.4.1861)
Date
1861-04-16
Page
Seite 225 (sequence 9)
Language
German
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225 Lastian Brunner an den obersten Gerichtshof, von der wir neulich Erwähnung thaten, wiederholt die Entrüstung des Herrn Doctors über das gegen Kur an da seiner Zeit erfloffene Schuldlosigkeitserkenntniß, gegen welches er nach wie vor lediglich an die Weltgeschichte appellirt. Er wünscht auch jetzt keine Wie-, deraufnahme des Proceffes und kein Strafurtheil wider Kuranda, sondern blos einen Ausspruch j der obersten Gerichtsstelle darüber, daß das Landesge-! richt zur Entscheidung der Frage nicht competent war, j „ob ein katholischen Priester den Heiden Ma -? netho und den Schriftsteller Da um er überhaupt und in einem gewissen Sinne citiren dürfe" und „was einer Kirchenzeitung würdig oder unwürdig sei", daß somit der'erste Richter, der keinen Sachverständigen zu Rache zog, nur seine subjective Ansicht ausgesprochen habe, und die Urtheilsgründe ein bloßes Gutachten des Drei-Richter-Collegiums über Gegenstände seien,. die seiner Judicatur nicht unterliegen. — Der Herr Dr. Sebastian Brunner erzählt nämlich, daß die Wirkungen ■ jener Urtheilsmotive leider fortdauern und daß in Baden, gestützt auf dieselben, in einem Gasthofgarten durch eitle Harfenistengesellschaft sogar ein eigenes Couplet — mit ehrenrührigem Refrain — über ihn, Vr. Sebastian Brunner — gesungen werde*). — Zum gewünschten Äusspruche hält der Bittsteller den obersten Gerichtshof durch den allerhöchsten Willen ermächtigt,. *) Man braucht nicht erst nach Baden zu gehen, man weiß auch in Wien die frommen Leistungen des ehrwüt-; digen Lebemannes vollkommen zu würdigen. «Hier nur ein; Beispiel. Schreiber dieses verlebte die letzten Tage des i Jahres 1859 und die ersten des Jahres 1860 in Wien. E Da kam ihm das einem Fremden so natürliche Gelüste,' in dieser an Sehenswürdigkeiten so reichen Stadt auch die famose „Wiener Kirchenzeitung" von Angesicht zu Angesicht zu sehen. Nachdem er nun in den renommirtesten Kaffeehäusern vergebens nach dieser „Miß Pastrana^ fcer; Wiener Journalistik geforscht hatte, empfahl ihm ein Freund; das sogenannte Juristen-Kaffeehaus in der Innern Stadt,; Wollzeil, wo ihm der Marqueur sogleich dasselbe einhändigte. Es war No.' 52. Gleich beim ersten Anblick über-; raschle ihn eine an der Stirn des «Hauptblattes angebrachte Ueberschrift mit Bleistift, es waren die Worte : „Motto:; Finster wie die Nacht! " Die Jahreszahl l 8 5 9 war bis zur Unlesbarkeit überstrichen, wofür daneben 135 9. geschrieben war. Eine ächt spartanische Kritik, die in vier Wörtern das treffendste Nrtheil über die vieljährigen journalistischett Leistungen des Redacteurs ausspricht) und das in dem vielleicht einzigen Kaffeehause der innern Stadt, - wo dies Matt auflieg't! Anm. d. Corresp.^! wornach - auch rechtskräftige Strafurtheile revidirt werden können.— Der oberste Gerichtshof hat laut Erlasses vom 6. März 1861, Z. 1733 über diese Eickgabe etwas zuverfügen, nicht befunden, und dieselbe dem Bittsteller einfach durch das k. k. Oberlandesgericht zurückstellen lassen."— , Wir können, diese passende Gelegenheit nicht vorübergehen lassen, ohne die geneigte Aufmerksamkeit der Leser-auf ein 54 Seiten starkes Merkchen zu lenken, Pas jüngst in Lyck (Provinz Preußen) in hebräischer Sprache , erschienen ist und den als neuhebräischcn Stylisten ausgezeichneten David Gordon zum Verfasser hat. Es ist dies eine Uebersetzung der obenerwähnten Ausgabe des Preßproceffes u. s. w. nach stenographischen Aufzeichnungen, das jeder Freund der neuhebräischen Literatur gewiß mit vollster Befriedigung lesen wird. Der vollständige Titel dieser Brochüre ist: märte» iiso rtepi nnL 123* ncm .mb 12 piNi-n -pum -2112 *; ^^2^2277 y\3 rrn iwrr ,3^1^ 121 w -bs 'n - isivn : -'1327N la^fiN :*p2i •, mifrsrr. ins , -12» 'n DVD ivvw» y-ins iw« ,N12N11P yfitra^N V*ri8i ,137*11 I3ib»n ni.ip3 -sin tute hü37 *vp b37 biarD: b«nzav 11321 ,itasi23n3 *vp2 ns*' ■’-nyii ♦*jniin3 m rin» In dem meisterhaft geschriebenen Vorworte Niipn b-r giebt der Verfasser als Hauptmotiv dieser Bearbeitung ins Hebräische an: „um unserem gefeierten Glaub ensgenossen Herrn Kuranda ein bleibendes Denkmal im Tempel der hebräischen Literatur zu errich- : ten", und diesem entspricht auch vollkommen das gelungene Widmungsgedicht nsa. 7113772. in,. dessen erste und letzte Strophe hier folgen mögen :;; Mträa. sngfjp. .stai biiah . . :tn»iip tN 2^N I3taä vw .;p?73;s),fiiba: „rörry 12712 n N3ipn - n. .: iwg . N.Z?7YY' . .w»;2. vz ih*. :;1 13-1137.-..*12712 N»L3W»N1 :nN3pn 1I3N2 .... Iswy *>b2 13-12 12712 . ',*'rii2*>3!i ir *>iyv da ^1122 21 I37,b .. l2?n>12N -1121,-^2ivip nvÜ33 *12 - nyipn ibi3 111b ni»p7ab. 7;b^y 22W ' nsin niba ^ri»3N2 td Ihlb Lisb': .13 b,27 'n ni»tjb» Iöö3 .lldrysn»yb» NN7 va Es: verdient daher dieses Merkchen in mehrfacher 16

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