Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 15 (9.4.1861)
- Date
- 1861-04-09
- Page
- Seite 212 (sequence 10)
- Language
- German
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m liche Befähigung cmcinbcctngjefcffcnett zür Verwaltung des Schulzenamtes anerkannt"- „im Hinblick auf Artikel 14. der-Verfassung erscheint es allerdings angemessen, wenn 'Wische Schulzen von der TheilnahMe an 'dem Schulvorstände äüsgeschloffen bleiben"; das darf aber nicht dett Ausschluß von der Schulzenamts-Berwaltung zUr Folge haben.:i In der Commiffion ist /allgemein der mit Verwaltung des Schulzenamtes verbundene Uebelstand für die christlichen Gemeindeangehörigen anerkannt" Und mit zehn gegen eine Stimme wird vorgeschlagen, die Petition unter Bezugnahme auf den desfallstgen vorjährigen Beschluß des Herrenhauses der Regierung -,zur Abhülfe " zu überweisen. — (Jedenfalls find die Feudalen consequenter und logischer als der Herr Kultusminister, denn warum soll ein jüdischer Schulze nicht Mitglied des Schulvorstandes'-sein, da er als solcher nur die äußere Aussicht mitzuführen, nicht aber - etwa Lehrplan- Unierrichtsgegenstände rc. zu bestimmen, also mit der Christlichkeit der Schule gar nichts zu schaffen hat?! Redacü) Berlin, 31. März. Wie die Bk-- u. H.-Ztg'. berichtet, ist einer der hiesigen Wischen Gerichts-Assessoren, Herr Makower, als Mitglied in die unter dem Vorsitz des Präsidenten Bornemann errichtete Gesetzes- Revistons-Commission berufen worden. Oesterreichifcher Kaiserstaat. ' Prag, 24. März. (Privatmitth.) Am gestrigen Sabbath Hagadol ttat Herr Oberrabbiner Rapoport in seinem Vorttage sowohl gegen die ultrareformistische Richtung als auch gegen die von Hirsch in Frankfurt vertretene zelötische Partei auf und'erklärte dabei, daß er nächstens gegen letztere Richtung in einer Schrift seine Meinung aussprechen werde.— An demselben Abend war Herr. Oberrabbiner Rapoport zu einer' glänzenden Soirs bei Sr. Ereellenz dem Herrn Statt-' Halter Grafen von Forgach geladen, wobei derselbe von i dem anwesenden hohen Adel, der' katholischen und prötestantischen Geistlichkeit mit großer Vetteration empfan-i gen wurde. Besonders unterhielt' sich' der hiesige evan-! gelische Superintendent sehr lange mit Herrn Obeckabbiner Rapoport. — Außer Letzterem waren noch sechs Israeliten zum Feste geladen.— Das zweite hiesige Rabbinatsmitglted, Herr S a -' Äu'ek'if-rt ünd, hat eistest.^ebmMeffMre^ W der HirH^FrästkelMÄ'MeitsäM^Msten lasten,^ worin er Warvon' streng - otthodorerU StirMunkte Ausgehend, manche aus dem Werke, , ImwAestua zu entnehmende Prämissen ^mißhilligt mstd Dankel aüffprdert, sich klar Übet'' 'hie Tradition' auSzstspre^in^'hams/ die Läugner der Traditidst nicht sagen mögen : „einim Talmud' so erudirttt' und "auch sonst ausgezeichneter Mann wie Frankel gehöre zu ihren Anhängern"^ dahingegen aber aüch das Verfahren'deZ S. R. Hirsch in Frankfurt in höchstem Grade tadelt; Letzterer habe das Gebot 3 Mos. 49, 17. übertreten, und ' „p>enn Frankel' gefehlt, so habe Hirsch durch Entweihung' des göttlichen Namens einen noch großem Frevel/ begangen. (NV1L2N' . So ist; also das, Gebährew Hirsch' ' selbst von einem Repräsentanten der strettMn' ÖLthodori^ ^.gerichtet ", Und /Uicht getettet". ' 1 - , ’''J; Von der Weichsel, .Mitte Harz., . (Prsvatmstth.) Während der ftühete' ÄakäuerRabbiner, '/Herr Be,er Meisels, zu Warschau, stmörn gegenwärtigen. Rabbinatsfitze, durch' politische Denionstrationen die öffentliche Aufmerksamkeit auf sich lenkt,,' halt ein bescheidener Mann, der geweftstr Rabbiner zu MÄtersdorfin Ungarn , Herr Simon Schreiber,' Söhn' deä seligess Preßburger Rabbiners, einen fei erlich en Einzug' in.Krakau und wird von allen Parteien mit währhaftfreudiger Begeisterung ausgenommen. Wenn wir von unserem Standpunkte aus diese BegeisLerung auch nicht^ theilen, weil wir es viel lieber gesehen hätten,' daß ' diese größte Gemeinde Westgäliziens einen zeitgemäß gebildeten Mann als Religiöses Oberhaupt, an ihre Spitze gestellt hätte, sä köttndn wir doch umhin, KrakaU' zu dieser ÄDM'Gtüök' zu wünschen,.' weil da-, durch einem unheilvollen JnteWgttUm ein Ende gemacht, den kleinen Füchsen, die dem' Weinberge des Herrn unsäglichen Schaden zufügten, das Handwerk' gelegt wird/ und endlich -— was am "meisten hervorgehoben zu werden verdient — weil die ssestgalizischen! Gemeinden in der Person dieses nesi^ gewählten Rabbiners einen Mann kennen und achten lernen werden, der mit talmudischetGelehrsamkÄ, wahre Frömmigkeit,' strenge Gerechtigkeitsliebe Und Biederkeit des Charakters verbindet, und zwar — auf sehr natürliche Weise,. ohne Wunderthaten und -7ohste Pidjöstim!' -s ^' Zum SchjÜUe noch MM WÄW. 'Bekannt-