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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-04-09 · Heft 15 (9.4.1861) · p. Seite 208

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 15 (9.4.1861)
Date
1861-04-09
Page
Seite 208 (sequence 6)
Language
German
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halten, wozu. ntzNz. noch koM^t,,hast dqS langsame Sprechen leicht schläftig,das pasche leicht monoton wird./ Eben so ^.Sprich nicht .zu kalt und/-nicht zu leidenschaftlich, .nicht zr^ leise Md.Mt M. lau.t.!,^Ay. her Mstch. liegt das rechte M^ß. / ss)aallein, nur kann die verschiedenartige Nüanxjrung des^Tons,, des Nachdrucks gegeben und , dem wirklichen Ggnge.her Dehanken und Gefühle der/wechselnde AlHhrych,verstehen./wessen.• Der Redner, darf nicht feurige- Morte. ,nnt solcher Ruhe und GeMssercheif. sprechen, als,uh/, sie„ Ihn gar. nicht, angingen und, nicht.hon ihm gedacht/und - gefühlt seien; aber zu enthusiastisch, zu, lxi- ^nschgftlich unh hitzig macht hei/ den Zuhörern den ehtgegeygesetzten jEindruck. . Sie suhlen nicht denselben Grad von Erregtheit,,, es,.. erscheint: ihnen, das Hebah'xendes Redners uls, ubersrieben,. und die Entfernung zwischen.Redner und. Hhchr. tvird desto .grtzßep, . während das eigelftliche.Aies. G« ,daß,.Rednch„unh Hörer sich, wie identisch - Wchn.^;LM,-Kanzelr^dper,,'soll. ftiyerr HtU sein. und. bleibeyj.^i Es'!versteht sich, haß dep-Jnhalt.auch der Predigt ein-gar,verschiedener-ist.' Philosophisch^oder doch.streng logische Auseinandersetzung, geschichtliche Opposition, Ge? KhlS.WhM.ng,.^Mahnung in.streng^ oder , auch in ironischer Weise,.Ansprache, der/SMÜtMche,n---dex.gehohe.nen Art. . wechseln - -mit .einand er „ab.,. p> er gewiegte, -Kanzelredner 'wipd-. auf. Me diese,'.Momente, achten und seine Predigt in angemessener,.Weich daraus mischen. Diesen nun muß -auch der Vortrag angepaßt werden und entweder ruhig >,und /gemessen her. Auseinandersetzung, der, Rede folgen, oder den Strom der Gefühle überall durchempfinden lasten, oder die Musprache hurch den, geflügelten Schwung der Töne . um. ho mehr, heben. Hierbei nur, noch die Bemerkung, „ daß-es, beim öffentlichen Reden durchaus. nicht auf die, Gewalt, der Stimnie ankommt, ,als.vielmehr auf die,- sorfältige Betonung,- aus hie-genaue (wenn auch nicht schaxWMcMtuirnng, riebeS- 2Öortf von andern, ja jehe .Mlhe;von der andern.sich sdputlich -nnterscheideh - ,.HLerdilrch«wirdhas; Hören erleichtert. M depr.Anwesenden angsspehm,-fja HMstndie..akustischen Schwierigkeiten, /bie größerfl. Raumssy esMwohnen..pflegm^/Kberwinhtzn.sich da? durchsMNsheichtchey^ i Dah^ lautejMchreim.dagegen jchmgt Mt alles»')dWWehiger^stondM..ahchMne-Zuhörer,an, Wngtnothlvaydig eine Mförmigkest des Ausdrucks mit sich,.und lhßt die.Gtimme.leichs überschlagen, i - Wenn man die-Kanzel , von Neuem) in „Gunst bringen -willv ', so . muß man.Men.s stereotypen..salbungsreichen. Kanzelton vermeiden,- herhurch-;CjycMrenz)zur^Lächerlichkeit. geworden, und wenn . anch . -eben so tpenig/eK.ganz gewWljchex,... Lsnfgch sein, soll.enher Ton...angeschlagenWerden,jh^rf^heMhin gewisses Pathos. bringt-die. Feierlichkeit^,des.^rt.s der StundeMd hse Bedeutsamkeit h,es,Gegenstands ufld Zweckes.,hon selbst. Mt sich, so hars,e^.^tzych,hei^.fasMS Pathos sejn, und ehe» so wenig,.wie. die. Worfe Hlbst, Schwulst„. und., gemachtes!an sich.tragen. PaM,/hahm sich, auch , oft ,hie. Redner eine^ gewisse, EinförMgkeit des Toaes im Perlyuse/der ^ätzh.angen)öhnt, .so. haß fast,-regelmäßig Hebung und Senkung he.r ^timm,e,Mch hestimm-- tem Tacte ^aufeinander, folgen und mit rsnem^manierirten ^onschlufi endigen.., Wes-Dies, .ist zu abhorreseir.eh.. ,Wie in. die.Satzhildung selbst HMnigsastigchft..geb^achh,werdM muß, und.es höchst-nutzlich.hst^ den GehMken.halh in Frageweise,,, bald. ,al^, Assertion-M einen . Ausiruf zu. unterbrechen,,... einmal ,esne zusauunengesetztere Periohe, zu. bauen,. , has Md,ere ,,Dsgs in knaph. geschlossenen Sätzen. -zu<Mrech.sU/.und. d.^rch,smMr. naturgemäße Permischuygdieser; M^ssMMssH^^chSlung. hervorzubrjng'en, fv; geschehe -es auch,.Mt. .demher niemals,,hie..Glieders. der Rede... w.ch..SM^enljnchn,^.aufmarschiren lassen .darf.. Allerdings pmß man . sich, hierbei .aberso:, einrichten.,daß die, Stimme.aMretcht und das. letzte. Wort. nach seiner Weich Aem/Hörer;Mheutftch in „das Ohr klingt wie. has erste. Nichts ühereilt, -nichts verschluckt. . „r : ,'r „•: Aristoteles nennt, dew Menschen.ein. JOStpr^ij/tipcix^ ein nachahmungssüchtiges Thier. Diesen. Titel verdienen wir allerdings.. Denn die Nachahmung geschieht oft} unbewußt und unwillkürlich.Wir, Hören hin,en, ausgezeichneten Redner und,, ohne daß wir. es wissen^ hhMN wir ihm in Stimme und, Haltung nach, bis hi,ese dem, Gedachtniß entschwunden sind., Aber abgesehen hiervon.,ist her jüngere Künstler sehr geneigt,, irgend einem, ausgezeichneten Meister, den er oft gesehen und.gehört, sich,zu.m Muster zu nehmen und, in angeahnester Weise ^zu herfahren. Nun,. Mochte.wohl, hem,, Plato. selbst,, die, hohe,.Schulter seinem.ganzen, Wesen nach, gut..anstehenaber. an,, seinen .SMlern,war..sie lächersich.„/Hüten. wch,uns..also^hop jeder Nachahmung, da sie einerseits in der Reges,,mehr die Aeußerlichkeiten^trifft, ..aydexerfeihs) .hei.;unseren,sonstigen Individualitäten -nuri,eiw: unzusammenhangendes, unharmonisches „Ganzes , Ms uns macht«., Leichter, „als „wsr ,es/glauben^..ssühlt,der,Hörer das Angenommene und Nachgeahmte heraus, und wir treten hhMiM hi,e Weich und dritte Reihe zupüch Ich , will es; aber, nicht-vMehlen; daß nichts den Redner mehr unterstützt, als, eine LÜnstige,Meinung ,, ein freundliches Vorurtheil seines ,Auditoriums.

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