Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 13 (26.3.1861)
- Date
- 1861-03-26
- Page
- Seite 177 (sequence 3)
- Language
- German
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M --^E UuZ Ile m-wird^ dem J#w. 6Kroa. berichtet--daß «ift'i 8>: FtbmÄkHM tEhachämiMschi. Chaim-rNissiMiA b u - l^.fiMunt'-To^e^abgegdngow.^?UL "tyk Wir habrttLuüsWttgst^ mit?der Cönstitutiön beschäftigt^- welche?der B e y' vomT u n-idsseinem Staate ' gegeben. Zetzt-lliegt uns chiefeKe in Vdm V^evam". pym 16. März wöMch votz und Mvcherdn'.'daräuSWTrnd^BeMntttNi. gen chervor^ü^";L "<h rfr.'J ^nnhiivKvt*!' -m ihn •hnf.i, >"i?r§,r Mrtt-JeM tunesifcheMMrthaih der -nicht zu einer Mehrenden Strafe verurtheilt wordenwirdzu allen Staatsämtern gelangen-WÄrn?er.die Nöthigen Fähigkeiten dazu be^ sitzt, cknd an-allewbden WohlthatemTheil nehmen könnendie die Regierung ihren llnterthAnen bietet:;§. 86? Alle Unterthanen des 'tunesischen Meiches \1 -'welche- Religion sie auch:- bekennenmögen-" haben - -Anspruchauf »die ^vollständige Sicherheit-nhrer Person?-Güter undMhre. 88. Alle Unterthanen-des Reiches? welche Religion Waüch bekMen?mog<;n,)sin^vor;dW Ges^tze-gleich, pessep Bestimmungen für Alle ^phnr Uyt^schiedAndend sind,,ohne Rücksicht. auf ihren Mang -undsiM^StHuyg.---^..£.-.'90; Die PMrechMBergehungerrund Ungesetzlichkeiten^ welche un- )f^e,UnterthMen,i selche, MeligM^e,.auch chek^nnen^nröf gen, begehen könnten, dürfen nur durch die gesetzlichen:Gerichtshöfe verurtheilt werden, und zwar, wie es in dem Mrltegenden Gesetzbuchs vörgeschrikbeN ist, und der Urthcilsshruch wird' nur nach 'den Bestimmungen' des Gesetzbuches gefällt'werden! — §. 97. Alle unsere Ünterthanen, welche Religion sie auch' bekennen' mögen, haben das Recht,' den Industriezweig ^ü betreiben)' der ihnen zusägt. -? §? 98. Meir unfern Ünterthanen, ' welche Religion' sie auch bekennen'mögen, steht es frei, den Aus- und Einfuhrhandel zuWtreiLen.: t; '--7!" r.',\ ■■ >.rl :mü: -V : 7.1. 'Warschau, 13. Warschauer Vorgänge. An meinen Bericht vom 3ten d. M. habe ich heute weitere' erfreuliche Erscheinungen der Einheit, weitere Symptome der immer enger werdenden Verbindung zwischen 'den Juden Und Christen unseres Vaterlandes zu knÜpft^ £*: :V.A; :T! .;] -? 1 , Die Lopsung Uer Einheit hat sich von der Hauptstadt über, das ganze.Land verbreitet/cknld überall kommen die Iüdendrhr - mit - der:; .größten?- Bereitwilligkeit entgegen. Wobisher Fanatismus.cherrschte, ist Toleranz ^plötzlich envacht:: und mlte Räbbinen in kleinen'-Städten find mit iHrm«mMen''Hinter M. IMM ÄS-'an vke Mkchew -gezogen)1 um vör denftlbesi Unter'^freiem- HrnünA die^ Traüersiter für did am-'27? ^Februar'hier 'GeMewen gleichzeitig-MiU'der^von der kathölischeit'Geistlichkeiten 'den Erchen.' celebrirten Messed65ü^^a^temr öictcn meiNden hat' inden -Synagogen noch - ein besonderer Trauergottesdienst siattgefunden-^- Ärz-l-die ^JüVeU Polens habenobwohl im Allgemeinen ohne Bildung/ dennoch ein Merkwürdiges Verständniß der» politischen Vedeutung des jetzigen»MomltNtes^ gezeigt?- ' ' Unser Bürgeräusschuß'(DeleMiön), dev über'die 'Rüye und Sicherheit der Stadt ''wÄcht? 'iviederUm^einen'Mweis des-gegenseitigen Vertrauens zwischen Juden und-Christen geliefert. Als nämlich die Zahl dieser Dclegirtenlbis auf 24 Personen verstärkt 'werden sollte, würden'der Rabbiner Unserer Stadt Und noch-ein Jud'e-iw-ih-ä'-'iReihen ausgenommen, und ein siltfaMer/hiernöch^nie'geftheM Anblick 'war's,' als die 24 Delegirten, mildem ehrwürdig gen, allgemein geliebten katholischen Geistlichen Wyßynski und demDberrabbiner B. Meisels au der Spitze, - vdn wer käüfmännischen Ressource »ihrem bisherigen^ SitzungsloM — nach dem: Rathhause zogen, l-' - - ' ■:: ■’ Sonnabend den 9ten wurde hier in allen Synagogen und Kirchen gleichzeitig der Trauergottesdienst um die gefallenen Opfer abgehalten. Trotz - des größten Regens strömten die MaffeN beiderlei Geschlechtes -7nüch deMGotteshäüsern, und wunderlich genug schien's" dem Beobachter, Juden nach den Kirchen und Christen nach den Synagogen wallen )zu-sehen. "Die Besseren Und Angeseheneren: jeder ^Conftssiön hielten es -nämlich für. ihre - Pflichk, durch ihre- Anwesenheit in denr fremden Gotteshüuse die Einheit aller Glaubensbekenntnisse zu bekunden-in einer Sache, die fortan nicht"mehr von -der Religion der Ländesbewohner abhängig sein soll. In diesem richtigen Instinkte gingen selbst sogenannte polnische Juden in Uie Kirchen,' wo ihnen bedeckten Hauptes zu weilen gestattet war. Wenn auch diese ^plötzliche Umstimmung der Massen nur durch eine freie Volksentwickelung erhalten bleiben kann, die wir vorläufig nicht vollständig zu erwarten haben, so wird, doch diese gegenseitige Verständigung und Anerkennung zwischen den Bekennern verschiedener Religionen nicht ohne wichtige Heilbringende Folgen für uns Juden, wenigstens bezüglich unserer sociälen Stellung bM Len. Zu der genannten . Feier waren Viele der gebildetsien und angesehensten Christen vielleicht zumi ersten Mal m einer Synagoge, hörten -sicherlich zum ersten Mal geregelte Gesänge und moderne-Predigten.^ Die „Synagoge