Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 9 (26.2.1861)
- Date
- 1861-02-26
- Page
- Seite 119 (sequence 5)
- Language
- German
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119 darauf.' .^aufmerksam zu machm; /-dasti Sie -im Zusammenwirken / aller, übrigen- -Gemeinde.- Vorstände der Comitate mit? aller Kraft dahin arbeiten,! daß die günstige.-Lösung unserer! am nächsten. Landtagzu verhandelnde« Gleichberechtigung! Unter Ldie.iZ nstru clron sch u n kt erder. Deputirten Mgereiht. werdr.^l-^- Wir haben drefe! öffentlichen Mittheilungen nirgends gelesen und. wir-können-!- wenn sie. wirklich rin -einem einzeln en -B l-a tt ^gestanden,:denselben - keinen - Glauben -beimessen. ' Es> würde rdies. ein williges Verkennen, des iEonstitutivUalismus sein) - der eben in Ungarndurch. dieoft erwähnten'Gesetze vom Jahre 1848; die das Land: als-den! Hort seiner Freiheid -verehrt., ^zur Geltung gekommen! In keinem - wahrhaft constiLutionelZ len-Lande ist der Abgeordnete -oder Deputirtedurch Instructionen gebun den;'sondern der Wahlcandidat hat die Pflicht, dem Wahlkörper, der Ihn zu Mählen wünscht; oder den . er vertreten will, sein politisches Glaubensbekenntniß abzulegen. Es ist diese Sache so selbstverständlich, und das, Beispiel aller constitutionellen Staaten bezeugt dies, daß es kaum denkbar ist', daß man in Ungarn davon abgehen wird, da der-Geist;der -Gesetze von 184'8 auch-gänzlich dagegen und! von Instructionen nir- - gends die Redeist. — -Um so-'nachtheiliger, also könnte ' das Ungeschickte' und unmotivirte Einwirkew mancher. Vorsteher!ftiN>'-denw die Sacheder Juden hängt dinzig7und! allein r-von.'-dch' I n t-e l ll g e/n zd er M ajoril-ät/ des Landtags — von dem' wir wirklich-die^besten-Hoff- - Nungen haben und nicht von der,Intelligenz der' 109 Wahlbezirke und Wahlkörper ab;! wo.die' Emancipationssrage auf viele.SchwierigkeitenLoßen wurde. Ueber- Haupt braucht ja gar nichts, selbst bei den Wahlbezirken! von der Emancipati.on etwas erwähnt zu werden, da die- / selbe eo ipso als eine natürliche Folge der religiösen und; politischen' Gleichberechtigung aller Confesfionrn» und Na-! tionen — ein .Princip; das!NieMandsou leicht, anzugreifen wagt — gewährleistet werden muß- Wir fordern auch nicht ' vom Landtage, daß er ein eigenes.Gesetz über. dieEman-! cipation erlasse, sondern daß in die Verfassung der.G runda x t i k el - aufgenmomen werde,'.daß derG en ußd e r. bü r- - geblichen und politischen Rechte vondemiReli- : gionsbekenutUisse, völlig .umabhängig, ist. m-.u \ v;. -Dies-ist der wahre Standpunkt der-Judenftage-in^iUa-! garn 7^--. und - der Pesther Vorstand möge sich; fortan/nicht durch -falsche Zeitungsnotizen beirren lassen,;• Gegenwärtig; thutdir!größte-Vorsicht?Roth!. ^! - Die! geschichtliche:-Treuen die - diesen, Blättern ^als - oberster 'Grundsatz!-gilb, 'so! wiechaK-Streben, denFaden derENtiuickelung sorgfältig verfolgen-;u%öthigt-lrms) auch?')eihe, Reihe,--v om Vürfä llen-- von - der bettübendste« Art, hier .aüfzuführen?! v,i -mu\nyr:nr-^ Ein Herr Mbett .Schwarz, in: Wien-theilt der -Mresseft folgenden -Vorfall Mit;- i der sicham 34Januar auf dem Bathyany'fchen -Gute Kovacsi Um Eisem b uv.g e r;>.(£$mh H tc: ereignete.'- .Es,lwaynü -daselbst - feit l.Jahren/iSm, jüdischer.: Wirth,, MamenS rL! Wurmsfeld;./gegen! welchen: ein christlicher. Nachbar Phon--lange geheimen.-Groll hegte- Letzterer/gab nun -.neulich seinem-Kutscher Hafer füruzwei 'Pferde; dieser.- bestahl aber -seinen/.Herrn um.eine.halbe Metze: - und^ veräußerte den - Hafers -An wen -' wo-llte .er durchaus - -nichteingestehem:; Der . Bestohlene-,warf /seinen Verdacht--auf den „Jüdenl<, ließ: 2 Pandurenholen und gingumit denselben-zudem »Juden^l>nden^er .fragte, -ob er-den -Hafer-'-gekauft-habe-!/ Der Wirth wußte.von.-der ganzen' ^Angelegenheit', kein- Wort-! r \ Man durchsuchte. da.S Httusuundjsand.nichts^-damit war-man aber nicht Wfrieden. - Man - trug - hem -Juden! in. ein. and eres.-Zimmer, band -ihm- Hände und- Füße, Hingihn-an den an der Decke angebrachten-Nagel,;mit dem Kopfe:.zur- Erde, -Mh stellte -eine brennende Kerze unter den. Kopf. Man ließ den Beklagenswerthen /so lange.leidendis-ihn--die,Kraft verließ., - Er /Ware - seinen ,qualvollen Schmerzen nhM-lßylegen ^wenn-, dicht:!-feine- Frau: das -Dorfijtn-UllarW-gpfbracht.-und. die-Glocken/-geläutet hätte.; uDadurch-Mm einegroße r Mcnschenmeng? zusammen und.der ayne.Mann war . -gerettet.-Als - die Uebelthäter bemerkten, & daß Uhr Treihen - bekannt geworden sei - * ergriffen-, sie >> die-. Flucht und dis! heute-hat.mach ihren -Aufenthalt-, noch, nicht ermittelt.:-Mer arme Mann ist^ffo schrecklich MMqpnt> Paß dir Aerzte m seinem Mvßkomchen zwejftln. --;!\,j : .t Ausn Steinamanger (Ungarn); vom, 7-oFehruarenthalten. die -Mgarfteundlichen;, Neuesten Machrichten pow-Wien eine Eorrespondenz:-folgenden wesentlichen Jnhalts>*. u:/:! 7::/?'/ ..:;rr - .. - v :;; Änr Die obenerwähnte Gräüelthat von Kovaesi hat aber leider- .in den letzten Tagen - ein noch traurigeres Seitcnstücks erhalten^-/M-ist-cheutxj Morgens eine jüdische.Deputation: mit ldem . Rabbiner an der- Spitze von .Olsnitz hierhergelangt, die an - den. Bisottmany -(Eoyntats ausschuß), eine / Klagschrist!, einreichteüber - folgendes ^Juftizattentat. - Um-2^ Januar-lMI hranute das Wohnhaus! des, Olsnitzer. Esküts Namens Berke ab. - Bei dieser - Gelegenheit wurde . dem /Eigenthümer,Mehreres -entwendet , - unter.,Anderm auch --skine.>Mldene.-HaMen«hr. Nach: einigen:^agen.-wurde .-dexl ^häter;ekwischt.^,^esn