Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Journal
- Allgemeine Zeitung des Judenthums
- Volume
- 25 (1861)
- Issue
- Heft 8 (19.2.1861)
- Date
- 1861-02-19
- Page
- Seite 103 (sequence 3)
- Language
- German
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tenhauses,de^.Adxeß.-Debgtte erzählte. unter Pnherm ißer. Mgeord,nese.,H.ehren d (Danzig), als.^.er, Nachweisen wollte, ^daß^die, ÄnMsüygendes Ministeriums/ durch, die ' Lqr;,drLthe,MA,-. immeroft.-. genHg unausgeführL bleiben-, Fglgenhes::,' >,Ein. ländliches.Grundstück mit Schutzenberechtigung wurpe^. vor längerer Zeit an. einem Wischen Besitzer^,verlaust;.,..der, Landrachdes Kreises-, der/ jener Richtung angehöre, .welche die.jüdischem Schulzen als ein Unglück für die Gemeinden, betrachte,..habe seinen-Einfluß auf den.Besitzeranzuwenden versucht und es sei ihm auch gelungen., ..daß .dieser sich einen Stellvertreter verschaffte. Später, siel dies dem Schulzen schwer.auf's Herz; .er wendete . sich an . die Negierung, wurde abgewiesen; er ging dann an den Minister des Innern, und, wie. sich. erwarten läßt, gab ihm ,dieser-,Mecht, der, Regierung und dem Landrathe. Unrecht. Man sehe daraus, daß, wo.Thatsachen vorgebracht. wurden,, der Herr Minister Abstellung schaffe... Der. .jüdische Besitzer wurde in Eid >und Pflicht genommen, .und als dies geschehen, verweigerte der Landrqth : die. Einführung des Slchulzen in sein./Amt; er sei noch .heute, nicht eingeführt. Daß diese Lhatsache dem Minister bedgnnt geworden,, . .bezweifle, er, denn wenn dies geschehen .wäre, so, wurde . Abhülfe. eingetreten seM." ..;0 .... , , .; , Die „Arch. isr. de France“ berichten: Durch ein kai? serliches Decret vom, 15, December 1860, sind das Central-Consistorium her, Israeliten Frankreichs, und., die Akademie der schönen Künste berechtigt, die Summe, von 54,136.Frcs, anzunehmen, vermacht von H. Benoit F o u l h ,. deren Interessen auf immer dazu verwendet werden .sollkM,,. zweien jupgenIsraeliten / die, ohne Vermögen,. sich. zur. Malerei und zur Bildhauerkunst .bestimmt haben, upd welche durch die Akademie der schönen Künste aus einer dem, Central - Consistoriumv orzulegend en Liste ausgewählt werden ,sollen , eine Pension zu. zahlen. (Diefl, Stiftung reiht ..sich - also der bekannten Michel Beer.'schen zu Berlin an, welche, ein Reiseftipendium zum Studium in Italien abwechselnd einem, Maler und.einem,Bildhauer jüdischen Glaubens.gewährt. Um dieses Letztere wird aber eine Concurrenz ausgeschrieben, so . daß die. Akademie zu Berlin der besten . Leistung das Stipendium ertheilt. — Decennien.lang haben wir in diesen.Plättern die Klage auszusprechen, gehabt, daß, während die, Wohlthätigkeits-Anstalten unter den Juden in schönster Blüthe stehen, die jüdischen Jünglinge, 'welche sich der Wissenschaft oder , der Kunst widmen, phne Unterstützung und.Förderung bleiben. Wir fühlen,uns sehr glücklich,, sagen znckön.nen, daß die jüngste Zeit Klage zu, beheben -eifrig..bemüht ist. -, ..In, Berlin,, Men, DresdenLeipzig.und. -andern Orten sind Vereine, zur,.Unter? stützung armer Studirender .entstanden, und, bereits mit tüchtigen Mitteln versehen worden. Die...Michel.Be.e.r'- sche und Benoit Fould'sche^ Stiftung, für Malerei., und Bildhauerkunst haben.diese.segensreichen Bemühungen auch auf das Gebiet.. der schönen Künste verpflanzt. Erinnern wsr nun npch.daran, .daß durch die P.ennh Durch,ardt'- sche.Stiftung am. Gewerbeinstitut zu Berlin auch zur. Unterstützung, gewerblicher Studirendey Wischen.Glaubens, der schöneAnfang. gemacht - worden.,. so . sehen, /wir. „alle diese Bahnen auf's Beste geebnet, .und können, unsre reichen Glaubensgenossen nur darauflHinweisen, daß sie ihre Spenden in Lebens- und Sterbezeiten gerade auf diese Gegenstände wenden mögen! Nedact. derAllgem. Ztg. d. Judenth.) .. ... . . „Ms wir im i vorigen Jahre gegen.. die^airfluns geschleuderten Pamphlete - uns auszusprechen hatten, -machten lpch Diejenigen. ,unter den deutschen. Rabhinen, welche sich cpn-- serv.atjv zu nennen belieben, welche nämlich der Buchstaben-Örthodorie. nichtchuldigend, - dennoch darnach; streben, mit Aengstljchkeit. das Herkömmliche so, weit^zm epysech.^. ren, wie .es dem7 Drayge, .der Zeit und der Bildung , gegenüber nur irgend.möglich.ist, daraus aufmerksam, daß sie sich.„nicht, vox den, Angriffen, jener. ,Pamphletisten geschützt glauben-sollten,, denn diese eine enge, Grenzlinie um ihre Anhänger ziehend.,, sehen Alle, die nicht zu.i-h? rer Fahne schwören., als ihre Gegner und als verwerflich an, ob sie, ihnen näher oder, ferner, stünden. -Unsre Voraussage ist schnell in, Erfüllung gegangen, und die Verketzerungen,, welche jungst gegen,^den Ober-Rabbiner Dr. Z. Frankel in Breslau ergangen,, und.denen jn Beilagen,-zu dieser Zeitung, von Schülern und Freunden Erwiderungen geworden, bezeugen die Richtigkeit.unserer Ansicht. Um so/mehr kann man-sich verwundern., daß die Freunde des vr. F. über, diese Angriffe., so sehr .in Verwunderung geriethen. ..Unser Hamburger Correspondent schreibt uns: „Die. Schüler des vr. F. thun Unrecht, sich über das Schimpfen des Herrn.Hirsch in Frankfurt am. Main,so. sehr zn wreiftrn.--Denn was. hat Hirsch seit zwanzig Jahren Anderes und mehr gethan, als zu schimpfen? oder HaM.d^HzM ün. F.