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Allgemeine Zeitung des Judenthums · 1861-02-05 · Heft 6 (5.2.1861) · p. [Seite]

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Journal
Allgemeine Zeitung des Judenthums
Volume
25 (1861)
Issue
Heft 6 (5.2.1861)
Date
1861-02-05
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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che in der Thora stünde", sagt, ausdrücklich der Verfasser che in der Thora stünde", sagt, ausdrücklich der Verfasser vrvlx^oi'' n]PlUJ tyt» i iJ ' 1. ui| hMDWH §^^mAtzWheileMe8-aen diDntzH im ,,Jeschüruü" äffgedruckten SchmähschMft' aufWellten Argumente,-wornach, wie. der! Pamphletist meint, .man che traditionelle Gebote schon deshalb göttlichen Ursprungs sein müßten, weil sie an sich keinen vernünftigen, Sinn haben, daß. dieser Pamphletist selbst daß txadirte Gesetz im höchsten Grade mißachtet und geringHätztl Also weil die betreffenden Vorschriften und Interpretationen von Gott selbst herrühren, brauchen sie keinen logischen Sinm zu haben und - den Rechtsbcgriffen ' nicht zu entKrechen l? Giebt es fürwahr eine größere Verunglimpfung der Thora und.Ueberlieferung? Heißt es nicht W der heil. Schrift : -,daß keine große Nation vorhanden ist-'-die solche gerechte Anordnungen und Gesetze'habe wie all' die Worte' dieser Lehre" (5 Mos. 4, 8.)? Wohl lassen sich aber die bMessenden Interpretationen mit Hülfe wissenschaftlicher Forschung gehörig begründen. Nur Heuchler s-mtd'/ Schwachköpfe> verschanzen sich hinter den Ruf: -/göttliche' Offenbarung, göttliche Offenbarung" -- wie einst sene Schreib sin Jeremias Tagen,-'die immer riefen -Meinpeb Gottes, Tempel Gottes",' während ihr Herz von der^ Verehrung Gottes weit entfernt war! 'U/ - Gesetzt aber auch , es befänden sich in dem Werke Stellen, von denen Einer oder der Ändere glaubte, daß sie mit der gewöhnlichen Auffassung der tradiüonellen Lehre nicht ganz überei »stimmten, wäre es 'danicht angemessener gewesen,' jene Stellen herauszu-» heben, ' mit Ruhe und Mäßigung zu bekämpfen und den vr. Frankel aüfzufordern, entweder die volle Uebereinstim- Mung' -seiner Döctrinen mit der Tradition nachzuweisen oder'-solche irgendwieerläutern? Würde Vr. -Frankel de'nr nichtentsprochen oder seine -Erklärung nicht genügt haben, so' wäre es dann Zeit gewesen mit weiteren Schritt ten vorzugehen; 'So würden redliche und fromme Männer 2^22 ö2in Stö«',- gehandelt haben, wenn sie in den Schriften e i n e s M a n n e s wie vr. F r a n k e l etwas gefunden hätten, das ihrer Ueberzeugung nicht entspricht. Was geschieht aber-statt dessen? Man häuft Schmähungen auf Schmähungen, donnert'mit Min Kofer, Apikor o s , apostrophirt die Schüler des Seminars, „die Grundsätze -und Irrlehren, die sie von dem sie verführenden L e h r e t F r a n k e l erhalten", zu beseitigen u: st w. u. st w. und -verbreitet ein solches Pamphlet noch unverkürzt in deutscherÄebersetzung? Dies ist Nicht owb; es ist eine Entweihung des göttlichen Namens, eine Herabsetzung der Thora! So verfährt ein tvn bai aber nicht ein frömmer Rabbiner, wie der Herausgeber des „Jeschurun" sein'will! Wahrlich erfüllte diese ganze Sache nicht jeden, dem nicht gleichgültig istmit tiefer Betrübnisi, die in . jenem Machwerke aufgehäuften JnvectivettDrüßten wirklich Lachen erregen! — M a im o n i d e shatte in seinem Moreh n och> g a nz ändre'Di n ge behauptet, welche der vulgairen Orthodörie damaliger Zeit -(diel aber Redlichkeit besaß und mit-Kewntnissen gerüstet war) zum Anstoß gereichten.) wie benahm .sich aber^der Gsäubigst^der Gläubigen,^achmra- ' n iAeHMf' iZWin)MeHKOm Mchpfe,^itÄeWW?kK und' Kanstmuch Ir^e?.Bcht^ve?föhnen?jaA'5^^-),'Oie Wege der .Thora sind.. Wege der Anmuth, all'.ihre. Bahnen Frieden"; nach diesem Ausspruche zu handeln empfehlen uns unsre heiligen Lehrer! DochLM jene aller Belehrung Hohn sprechende, idio- ^tischebFromntler ist kein Wort zu verlieren! ibnrr’i bunn „sie sind dem Tande nachgegangen und davon gänzlich beihört worden!" — An Euch aber, ihr hochverehrten/ Rabbiner? Prediger- und - sonst gelehrte und gesinnungstüchtige 'Männer/: Vorsteher/ ÜUd Lehrer in Israeldie/Jhrdem traditionellen/JüdenthümMeuergeben, aber'überzeugt/seid, daß/dasselbe Mit seiner befonnenen und gründlichen Forschung .nicht/ nur wohl' bestehensondern: sogar' von' -derselben / unzertrennlich.'. an E u ch, Hochwürdige mnd Hochgeehrtes Wende .ich Michwenn auch nur nrit schwachen Worten:- .Gebet laut-und unverhohlen ein Jeder von Euch nach 'Befinden! in seinem Kreises Eure Mißbilligung jenes heuchlerischen 'Und >böswilligen' Gebahrens', ' jener Herabwürdigung: "des Judenthums und:- der jüdischen Wissenschaft!zu erkennen; Es ist mir wohlbekannt, daß Viele von Euch im tiefsten Grunde desHerzens. jenes Treiben längst! verachten, .und nur Bedenken. /trugen, offen dagegen aufzutrcten.. Jetzt gilt! es aber die Erhaltung der! Ehre und Würde desJudenthums, daßsolches nicht in Idiotismus versinkend -- dem Spotte und Gelachter preisgegeben werde,' daß' auch die künftigen Generationen bei demselben erhalten bleibend Stimmet Ihr! auch mit Manchem 'in vr. Frankels Schriften., aus allerlei- Gründen,: nicht. :inmjer überein, so lasser alle individuelle- M einungsverschiedenheit hier bei- Seite; bedenket, .daß es sich hier nicht blos unt Dr; Frankel oder das theologische Seminar' handelt, dennweder ftinePersönlichkeitj' seine bewährten ^religiösen Gesinnungennoch die von ihm geleitete Lehranstalt können durch solche niedrige Angriffe irgend beeinträchtigt werden; es handelt sich um deü Bestand der-iIntelligenz und Wissenschaft imJudenthüme. ü-- ■ -■'l!frrbfcJsn *b*’,öD2«tn rnoi:- / '■•ui- . . Lassen g ottesfürchtigemnd gelehrte Männer!in Israel ihre gewichtigen' Stinrnien über / die' Unwürdigkeit jenes ganzen Gebahreus ohne Rückhalt vernehmen, so werden die lichtscheuen: Anken; bald^'/verstummen: ^?3?3 : i">vi rfi-iNTün' Miefaripif Die sich aufblähenden /Frösche -weichen , dann: aus den Häusern Israels, nur noch/ im tiefen . Schlamme der - Versumpfung werden sie ihr Quaketr fortsetzen'!'-!.'!.' Der Geist der. Er ke un t.n i ß und! Ehrfurcht Gottes wird aber wieder Israel erfüllen! So gebe es Gott! ' Dresden---dewjW Januar 186 -> ^221 'Tlöb i':; >,Unvdiei?MüderJsraeluzogewaus miö -1 -erhobendriHand^, d: h.:mlEreimu/th,/>! und ohneuFurcht.7:/ . t- / I>r, ^5;?8eet4 Druck von I. B. H irsch selb in Leipzig.

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